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Vater Morgana

Leicht und locker erzählte Komödie mit sentimentalen Touch, in der Christian Ulmen und Michael Gwisdek ihre komplizierte Vater-Sohn- Beziehung in den Griff kriegen müssen.


Vater Morgana

Leihvideo

Erhältlich seit:
15.07.2011

Komödie/ Drama

Deutschland 2010
Laufzeit: 90 Min.
FSK: ab 0 (ohne Altersbeschränkung)

Christian Ulmen
Michael Gwisdek
Felicitas Woll

Regie: Till Endemann
Warner Home Video Germany

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Vater Morgana

Eigentlich ist Lutz ganz froh, dass sich sein Vater Walther vor Jahren aus dem Staub gemacht hat. Er war sowieso nie da, wenn man ihn wirklich mal gebraucht hätte. Doch ausgerechnet als der Angestellte einer Werttransportfirma seiner Freundin den lang geplanten Heiratsantrag machen will, platzt sein Vater wieder in sein Leben und bringt alles durcheinander. Denn Walther ist nicht nur kriminell, er leidet auch an Alzheimer, kann sich also an nichts erinnern, auch nicht an den Überfall auf einen Werttransport der Firma seines Sohnes.

Leicht und locker erzählte Komödie mit sentimentalen Touch, in der wie bei "Small World" das Thema Alzheimer im Vordergrund steht. Während sich Regisseur Till Endemann ("Das Lächeln der Tiefseefische") bei seiner romantisch angehauchten Tragikomödie an den Erfolgsfilmen eines Til Schweiger orientiert, greift Christian Ulmen auf seinen eigenen Erfahrungsschatz ("Maria, ihm schmeckt's nicht!") zurück. Und Michael Gwisdek fasziniert als liebevoller Ganove mit pfiffigen Sprüchen und abgehalfterter Sänger von Sinatra-Songs.

Vater Morgana

Leicht und locker erzählte Komödie mit sentimentalen Touch, in der Christian Ulmen und Michael Gwisdek ihre komplizierte Vater-Sohn-Beziehung in den Griff kriegen müssen.

Gleich zwei Regisseure behandeln aktuell das Thema Alzheimer in ihren Filmen. Während Bruno Chiche sich in seiner Bestselleradaption "Small World" eher auf dramatische Weise dem Thema Gedächtnisverlust im Alter widmet, trägt Till Endemanns Variante eindeutig komödiantische Züge, ohne die Tragik dahinter zu vernachlässigen. Für die Hauptrollen in "Vater Morgana", einer etwas anderen Liebesgeschichte zwischen Vater und Sohn, konnte der Regisseur von "Das Lächeln der Tiefseefische" zwei höchst populäre Darsteller gewinnen: Christian Ulmen und Michael Gwisdek.

Der Film beginnt mit einer wunderbaren Einstellung: Zwei Beinpaare - ein kürzeres unbehaartes und ein längeres behaartes - baumeln an einem Steg über dem Wasser. Das eine gehört Lutz, das andere seinem Vater Walther. Beide angeln gerade zusammen. Doch solch innige Momente wird es im Leben der beiden nicht oft geben. Denn immer, wenn der Sohn seinen Vater wirklich gebraucht hätte, hat sich dieser aus dem Staub gemacht. Mittlerweile ist Lutz (Ulmen) erwachsen und kommt ganz gut allein zurecht. Er ist zwar ein bisschen schusselig und schüchtern, hat aber einen ordentlichen Job bei einer Werttransportefirma und eine hübsche Freundin. Als er seiner Annette (Felicitas Woll) auf der Firmenfeier vor versammelter Mannschaft und zu den Klängen von Münchner Freiheits "Ohne Dich schlaf ich heut' Nacht nicht ein" einen Heiratsantrag machen will, passiert der Super-GAU. Der verschollene Walther (Gwisdek) steht plötzlich in der Tür und bringt Lutz dermaßen aus dem Konzept, dass er darüber seinen ursprünglichen Plan vergisst. Von nun an ist im Leben des kleinen Wachmanns nichts mehr so wie es einmal war. Denn alles, was Walther in seinem jämmerlichen Dasein jemals anfasst, geht gründlich schief. Und das Schlimmste ist: Der abgehalfterte Sänger von Sinatra-Songs leidet an Alzheimer, kann sich an seine Taten nicht mehr erinnern - auch nicht an den Überfall auf einen Werttransport der Firma seines Sohnes, mit dem er sich seiner finanziellen Sorgen ein für alle Mal entledigen wollte. Lutz ist verzweifelt, will Walther lieber heute als morgen wieder loswerden, doch bringt es ein Sohn tatsächlich fertig, den eigenen Vater hinter Gitter zu bringen, zumal dieser nach eigene Aussage "im Gefängnis Atemnot kriegt"?

"Vater Morgana" lebt vor allem von seinen beiden großen Komödianten, wobei Ulmen nur seine vorangegangenen Rollen aus "Maria, ihm schmeckt's nicht!" oder "Jerry Cotton" zu variieren braucht. Gwisdek hat ein paar bemerkenswerte Auftritte als Harald Juhnke/Frank Sinatra Double und einige pointierte Oneliner wie "Bei schönen Frauen geht bei mir die Lokomotive los". Weil die Vater-Sohn-Story auch viele bewegende, ans Herz gehende Momente hat, der kriminalistische Teil (besonders das "Nachspielen" des Überfalls, um dem Vater das Erinnern zu erleichtern) viel Komik besitzt und die Nebencharaktere wie Heinz Hoenig als verständnisvoller Chef oder Marc Hosemann als nerviger Polizist zusätzlich für Tempo und Abwechslung sorgen, dürfte die Romantikkomödie im Fahrwasser von Til Schweigers "Barfuß" oder auch "Keinohrhasen" ihr Publikum durchaus finden. lasso.

Darsteller:  Christian Ulmen   als Lutz Stielike
  Michael Gwisdek   als Walther Stielike
  Felicitas Woll   als Annette Dierks
  Marc Hosemann   als Lothar Rehberg
  Ulrike Krumbiegel   als Britta
  Michael Lott   als Holger
  Heinz Hoenig   als Günther Dierks
  Hans-Peter Hallwachs   als Moebius
  Aykut Kayacik   als Fazeli
  Friederike Kempter   als Kerstin
  Annalena Schmidt   als Dr. Beer
  Alexander Stamm   als Axel
  Kyra Mladeck   als Frau Dr. Markwitz
  Hans-Peter Korff   als Juwelier
  Harald Maack   als Eberhardt
  Douglas Welbat   als Schließer
  Philip Drews   als Lutz, jung
  Antje Otterson   als Kellnerin
  Stephan Schreck   als 1. Beamter
  Bernd Gajkowski   als 2. Beamter
  Maxim Kowalewski   als Vladimir
  Katja Brügger   als Heidi Dierks
  Traudel Sperber   als Maklerin
  Judith Goldberg   als Braut
  Ralf Wegner   als Bräutigam
 
Regie:  Till Endemann  
Buch:  Till Endemann  
  Daniel Schwarz  
Musik:  Daniel Welbat  
Kamera:  Lars Liebold  
Produzent:  Douglas Welbat  
 

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