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Kaufvideo
Erhältlich seit:
05.03.2010
Deutschland 2002
Laufzeit: 102 Min.
FSK: ab 6
Michael Gwisdek
Daniel Brühl
Matthias Brenner
Regie: Zoltan Spirandelli
Senator Home Entertainment

Zum absoluten Matchwinner unter den nationalen Newcomern avancierte am 18. Januar bei der Vergabe der Bayerischen Filmpreise 2002 Zoltan Spirandellis "Vaya con dios". Das komödiantische Road Movie um drei Mönche, die eine abenteuerliche Reise von Brandenburg in die Toskana unternehmen, erhielt alle drei Nachwuchspreise - in den Kategorien beste Darsteller (Daniel Brühl und Chiara Schoras) und beste Regie. Diese Auszeichnungen könnten dem ebenso originellen wie charmant-klerikalen Spaß neben der zu erwartenden positiven Mundpropaganda zu einem Überraschungserfolg an den deutschen Kinokassen verhelfen.
Rund 15 Jahre ist es her, da machte Zoltan Spirandelli, der an der Hamburger Musikhochschule ein Opernregie-Studium absolvierte, erstmals auf großer Leinwand auf sich aufmerksam - mit seinem "interaktiven" Kurzfilm "Der Hahn ist tot". Dieses preisgekrönte Werk faszinierte das Publikum derart, dass es den gleichnamigen Kanon aus vollem Halse mitsang. Auch in "Vaya con dios", Spirandellis erstem abendfüllenden Kinofilm nach diversen Kurzfilmen und drei TV-Produktionen, spielt Musik eine tragende Rolle. Schließlich glauben die drei Cantorianer-Mönche Benno (Michael Gwisdek), Tassilo (Matthias Brenner) und Arbo (Daniel Brühl) fest daran, dass sich der Heilige Geist in ihrem - zugegebenermaßen wunderschönen - Gesang offenbart. Doch alles Musizieren nutzt nichts, der Brandenburger Abtei mangelt es an Nachwuchs und an Geld. Deshalb werden die Pforten eines Tages geschlossen und das Trio muss die beschwerliche Reise in die Toskana nach Montecerboli, wo das letzte noch verbliebene Cantorianer-Kloster existiert, antreten. Bei diesem Trip durch die "weltliche" Welt mit all ihren Verlockungen machen die Drei ganz unterschiedliche Erfahrungen. Während der gemütliche Tassilo bei einem Zwischenstopp am Kochtopf seiner Mutter hängenbleibt und sich der asketisch-kämpferische Benno mit seinen schärfsten Gegnern, den Jesuiten, auseinandersetzt, wird der blutjunge Arbo hautnah mit der Fleischeslust konfrontiert. Denn ihr Weg nach Italien wird von einer selbstbewussten, attraktiven und lebenslustigen Fotografin namens Chiara (Chiara Schoras) gekreuzt, die den arglosen Arbo nach allen Regeln der Verführungskunst vom Pfade der Keuschheit abzubringen versucht...
Spirandelli, der auch das Drehbuch beisteuerte, setzt bei seinem Kinoerstling vor allem auf den Zusammenprall von klösterlicher Askese auf irdische Vergnügungssucht und die daraus resultierenden absurd-komischen Momente. Auch wenn er seine Hauptfiguren dabei mit größtmöglicher Naivität durch den knallharten, weltlichen Alltag irren lässt, so geht er dennoch stets liebevoll und ohne Häme mit ihnen um. Neben einer detaillierten Beschreibung klösterlichen Lebens, das heutzutage in seiner Ruhe und Einfachheit schon fast wohltuend anachronistisch wirkt, nimmt der Soundtrack eine herausragende Bedeutung ein. Die meditative Chormusik nimmt schlichtweg jeden gefangen und setzt so einen weiteren Kontrapunkt zur hektischen Betriebsamkeit außerhalb der Kirchenmauern. Während Michael Gwisdek, der zuletzt in "Nachtgestalten" begeisterte, und Theater- und Fernsehschauspieler Matthias Brenner vor allem die komischen Akzente setzen, steuert Daniel Brühl bei diesem Road Movie die Coming-of-Age-Geschichte bei. Der Nachwuchs-Mime, der seinen Bayerischen Nachwuchsfilmpreis auch für "Nichts bereuen" und "Das weiße Rauschen" erhielt, gibt als scheu-schüchterner, aber stets neugieriger Mönch, der zuvor noch nie eine Frau gesehen hat, mit der quirligen Chiara Schoras, die man vor allem aus den Serien "Alphateam" und "Girlfriends" kennt, ein wunderbares Paar ab.
Nun bleibt abzuwarten, ob es Spirandelli, der mit seinen 44 Jahren eigentlich nicht mehr ganz zum Nachwuchs gehört, für die 15.000 Euro bayerische Filmprämie aber wohl Verwendung hat, gelingt, ähnlich wie bei "Der Hahn ist tot", sein Publikum zu begeistern. Sollte dies geschehen, könnten Senator möglicherweise Zahlen ins Haus stehen, die zuletzt mit der Kiffer-Komödie "Lammbock" erreicht wurden. lasso.
Die drei Cantorianer-Mönche Benno (Michael Gwisdek), Tassilo (Matthias Brenner) und Arbo (Daniel Brühl) müssen ihre Brandenburger Abtei verlassen, weil es ihr an Nachwuchs und Geld mangelt. Sie machen sich auf die lange Reise in die Toskana zum letzten noch verbliebenen Cantorianer-Kloster. Doch der Weg dorthin ist lang und mit irdischen Verlockungen gepflastert.
Quelle: Senator
Audiokommentar des Regisseurs
Trailer
Interviews Schauspieler
Making Of
Künstlerprofile
Beitrag aus "Aspekte"
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Quelle: Senator
| Darsteller: | Michael Gwisdek | als Benno | |
|---|---|---|---|
| Daniel Brühl | als Arbo | ||
| Matthias Brenner | als Tassilo | ||
| Chiara Schoras | als Chiara | ||
| Traugott Buhre | als Abt Stephan | ||
| Heinz Trixner | als Pater Claudius | ||
| Christel Peters | als Tassilos Mutter | ||
| Beate Zimmermann | als Beate | ||
| Regie: | Zoltan Spirandelli | ||
| Buch: | Zoltan Spirandelli | ||
| Musik: | Detlef Petersen | ||
| Kamera: | Dieter Deventer | ||
| Produzent: | Uli Aselmann | ||
Vaya con dios in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Bildformat: 16:9
Extras: Audiokommentar, Interviews, Making of, Trailer, Bio- und Filmografien, Beitrag aus "Aspekte"
Audiokommentar des Regisseurs
Trailer
Interviews Schauspieler
Making Of
Künstlerprofile
Beitrag aus "Aspekte"
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