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Kaufvideo
Erhältlich seit:
22.10.2010
Großbritannien/USA 1998
Laufzeit: 115 Min.
FSK: ab 12
Ewan McGregor
Jonathan Rhys Meyers
Toni Collette
Regie: Todd Haynes
Universum Film

In Cannes stach der dritte Spielfilm des New Yorker Filmemachers Todd Haynes ins Auge als einziger Wettbewerbsbeitrag, der sich originell um das Beschreiten neuer filmischer Wege bemühte. Die visuelle Grandezza und provokative Auseinandersetzung mit Begriffen wie Sexualität und Identität machen dieses Paradiesvogel-Rockmusical über die Tage des Glam Rock zu einem atemberaubenden Trip durch die frühen Siebziger, ohne angestaubt zu wirken oder gar in Melancholie zu verfallen. Die Opernhaftigkeit und Exaltiertheit dieses in alle Richtungen explodierenden Spacemärchens mag an die besten Konzeptalben dieser Ära, vornehmlich von David Bowie und Roxy Music, anknüpfen, aber die aufregende Aufbereitung bekannter Elemente hätte nicht moderner und dringlicher ausfallen können.
Von R.E.M.-Sänger Michael Stipe mitproduziert, mit Ewan McGregor als amerikanischer Kamikaze-Rocker Curt Wilde und der Entdeckung Jonathan Rhys-Myers als schillernd-androgyne Superstardiva Brian Slade blendend und publikumswirksam besetzt und einem prickelnden Soundtrack mit Größen wie Pulp oder Shudder to Think ausgestattet, steht "Velvet Goldmine" mit beiden Beinen fest in der Gegenwart. Nach einer Exposition im 19. Jahrhundert, in der ein Raumschiff (womöglich Bowies Spiders from Mars?) Oscar Wilde als Findelkind aussetzt und der Starman als direkter Vorfahre und Gottvater der Glambewegung ausgewiesen wird, setzt die eigentliche Handlung im Jahr 1984 ein - wie es sich Glitter-Musiker in den siebziger Jahren als ultimativen Orwell-Alptraum erdacht hatten: Es ist eine graue Zeit, in der der Große Bruder alle Aspekte des Lebens kontrolliert und jeglicher Spaß in der Musik gleichgeschaltetem Bombast-Muzak weichen mußte.
Es ist der zehnte Jahrestag des spurlosen Verschwindens des einstigen Jugendidols Brian Slade, der auf dem Höhepunkt seiner Karriere bei einem Konzert seine eigene Ermordung gefeiert hatte und danach untergetaucht war. Der Journalist Stuart (Christian Bale) wird beauftragt, nach dem einstigen Superstar zu fahnden. Wie in einem "Citizen Kane" in Federboas und Glitzer-Makeup macht sich Stuart daran, mit der Befragung von Brians Wegbegleitern Licht ins Dunkel zu bringen. In immer wieder neuen Episoden taucht die samtene Goldmine ein in eine Vergangenheit, in der Rockmusik noch Gefahr symbolisierte und Geschlechterrollen kaltlächelnd auf den Kopf gestellt wurden.
Lose inspiriert von der Biografie David Bowies und dem Inhalt seines "Ziggy Stardust"-Konzeptalbums, erzählt Todd Haynes von Brian Slades Aufstieg, der Liebe von Brian zu seiner Frau Mandy (Toni Collette), seiner fatalen Obsession von dem Rockjunkie Curt und dem "Rock 'n' Roll Suicide" auf dem Höhepunkt des Erfolges. Obwohl der Filmemacher süffig-überschäumende visuelle Entsprechungen für die bewußte Artifizialität und Dekadenz der Glam-Ära findet, verfällt er selbst nie ihren Exzessen: Kühl und distanziert folgt er seinen Figuren, zu denen der Regisseur keinerlei emotionalen Zugang erlaubt. So entgeht er der Gefahr, einfach nur eine weitere Successtory zu erzählen, zum anderen gelingt ihm mit seinem remixartigen Neuarrangement bekannter Versatzstücke eine intellektuelle Annäherung an den Moment, in dem Rockmusik der Idee absoluter Freiheit zum Greifen nahe kam, bevor sie von der Industrie institutionalisiert wurde. "Velvet Goldmine" ist ein Werk der Liebe - und gerade wegen seiner Komplexität und des schwindelerregenden Ideenreichtums ein berechtigter Anwärter für den Titel "Kultfilm des Jahres". ts.
1970, die Glamrock-Szene tobt. An ihrer Spitze steht Brian Slade (Jonathan Rhys Meyers), der auf dem Gipfel seines Ruhms seine eigene Ermordung vortäuscht und danach spurlos verschwindet. Zehn Jahre später erhält der britische Journalist Arthur Stuart (Christian Bale) den Auftrag, zum Jahrestag des spektakulären Popskandals zu berichten. Hierfür lässt er mit Hilfe von Slades Ex-Frau Mandy (Toni Colette) und seinen alten Weggefährten und Geschäftspartnern ein Stück Zeitgeschichte voller Glamour und Dekadenz Revue passieren.
Quelle: Universum Film
| Darsteller: | Ewan McGregor | als Curt Wild | |
|---|---|---|---|
| Jonathan Rhys Meyers | als Brian Slade | ||
| Toni Collette | als Mandy Slate | ||
| Christian Bale | als Arthur Stuart | ||
| Eddie Izzard | als Jerry Devine | ||
| Emily Woof | als Shannon | ||
| Michael Feast | als Cecil | ||
| Regie: | Todd Haynes | ||
| Buch: | Todd Haynes | ||
| James Lyons | |||
| Musik: | Carter Burwell | ||
| Kamera: | Maryse Alberti | ||
| Produzent: | Christine Vachon | ||
Velvet Goldmine in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Bildformat: 1:1,85/16:9
Extras: Making Of, Musikvideo "Baby's on Fire"
Star
Ewan McGregor
Vom Junkie bis zum Dandy und Sternenkrieger reicht die Karriere des schottischen Shooting Stars der 90er-Jahre. Ewan McGregor fiel bereits...
Star
Toni Collette
Als Muriel Heslop, die sich in "Muriels Hochzeit" durch eine Scheinehe, eine flotte Freundin (Rachel Griffiths) und die Musik von ABBA von...
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