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Verdammnis

Fulminante Fortsetzung der Bestselleradaption "Verblendung" bei der Action großgeschrieben wird und die famose Noomi Rapace als Punk-Ermittlerin brilliert.


Verdammnis

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Erhältlich seit:
04.06.2010

Originaltitel: Flickan som lekte med elden

Thriller

Schweden/Deutschland 2009
FSK: ab 16

Noomi Rapace
Michael Nyqvist
Lena Endre

Regie: Daniel Alfredson
Warner Home Video Germany

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Verdammnis

Mikael Blomkvist recherchiert eine brisante Story um Zwangsprostitution, in die verdiente Würdenträger verwickelt scheinen. Derweilen betreibt Lisbeth Salander - ohne Mikaels Wissen - ihre eigenen Ermittlungen und stößt dabei auf Nils Bjurman, ihren ehemaligen Vormund und Vergewaltiger. Als dieser kurze Zeit später tot aufgefunden wird, fällt der Tatverdacht sofort auf die junge Frau - trägt die Mordwaffe doch ihre Fingerabdrücke. Eine mediale und polizeiliche Hetzjagd auf sie beginnt. Und nur Blomkvist glaubt an ihre Unschuld.

Adaption des zweiten Teils von Stieg Larssons "Millennium"-Trilogie. Wieder geht es um Perversion, Scheinmoral, Hass, Gewalt und finstere Familiengeheimnisse, wieder glänzen Noomi Rapace und Michael Nyqvist als ungewöhnliche, unkorrumpierbare und furchtlose Ermittler. Regisseur Daniel Alfredson legt im Gegensatz zum Vorgängerfilm mehr Wert auf Action und liefert einen handwerklich perfekt umgesetzten Thriller.

Verdammnis

Fulminante Fortsetzung der Bestselleradaption "Verblendung", bei der Action groß geschrieben wird und die famose Noomi Rapace als Punk-Ermittlerin brilliert.

Sie ist zurück: Lisbeth Salander, die ungewöhnlichste Ermittlerin des europäischen Kinos. Punk ist sie, Hackerin und Einzelkämpferin aus Not und Überzeugung. Die großartige Noomi Rapace leiht ihr wieder ihr Gesicht, inklusive Stachelhalsband und Nasenring, schwarz gewandet und ewig rauchend. Als Beste Darstellerin war sie für diesen Part in "Verblendung" zu Recht für den Europäischen Filmpreis nominiert, nun begibt sie sich in "Verdammnis" wieder auf Spurensuche.

Zurück in die eigene schmerzhafte Vergangenheit führt sie diese ins nasskalte Schweden, wohin sie nach einjährigem "Exil" unter südlicher Sonne zurückkehrt. Wieder hat sie es mit "Männern, die Frauen hassen" - so der wesentlich treffendere, wörtlich übersetzte Originaltitel der Verfilmung des ersten Teils von Stieg Larssons "Millennium-Trilogie" - zu tun. Nils Bjurman (erschreckend: Peter Andersson), ihr ehemaliger Vormund und Vergewaltiger wird tot aufgefunden. Ebenso wie ein Journalist, der im verbrecherischen Anwalt den Drahtzieher eines Mädchenhändlerrings vermutet. Die Tatwaffe trägt Salanders Fingerabdrücke und sofort setzt eine Hetzjagd auf sie ein. Daniel Alfredson hat die Regie von Niels Arden Oplev übernommen, das Drehbuch diesmal Jonas Frykberg verfasst. Nahtlos knüpft ihr Plot am Vorgänger an, der wieder auf mehreren aufeinander zulaufenden Handlungsebenen spielt. Auf zweiter kommt erneut Starreporter Mikael Blomkvist (souverän wie zuletzt: Michael Nyqvist) zum Zug, der für sein Magazin Millennium eine brisante Story um Zwangsprostitution recherchiert, in die zahlreiche hohe Politiker und Würdenträger verwickelt scheinen. Was ihn schnell zur untergetauchten Lisbeth führt, von deren Unschuld er überzeugt ist.

Perversion, Standesdünkel, bürgerliche Scheinmoral, Verlogenheit, Hass, Gewalt und finstere Familiengeheimnisse, die altbekannten Zutaten skandinavischer Krimiqualitätsware sind allesamt vorhanden - und das Mädchen mit dem kleidsamen Drachentattoo steckt mittendrin. Stärker noch als im ersten Teil der Bestsellerverfilmung konzentriert sich der nervzerrende Thriller auf ihre Person, erzählt die mörderische Mär aus (ihrem) feministischen Blickwinkel. Und der öffnet dem Zuseher für moderne Missstände die Augen, für Ausländerhass, Medizinerallmacht und Bürokratie.

Mag das Innen und das Außen von Figuren und Geschichte hier auch nicht ganz so gut zusammengehen wie beim Auftaktfilm, weil man mehr auf Action geachtet hat, bangt man bei dieser alptraumhaften Tour de Force dennoch jede einzelne der 129 schweißtreibenden Minuten um die Heldin, weil Tempo, Timing und Spannungsaufbau stimmen, Bildgestaltung und Musikeinsatz voll überzeugen. Hartes, fesselndes Kino, das wird spätestens hier klar, ist längst nicht mehr nur Sache Hollywoods - und Teil drei, "Vergebung", schon abgedreht. geh.

Darsteller:  Noomi Rapace   als Lisbeth Salander
  Michael Nyqvist   als Mikael Blomkvist
  Lena Endre   als Erika Berger
  Peter Andersson   als Nils Bjurman
  Michalis Koutsogiannakis   als Dragan Armanskij
  Annika Hallin   als Annika Giannini
  Sofia Ledarp   als Malin Eriksson
  Tomas Köhler   als Plague
  Jacob Ericksson   als Christer Malm
  Yasmine Garbi   als Miriam Wu
  Georgi Staykov   als Alexander Zalachenko
  Hans-Christian Thulin   als Dag Svensson
  Jenny Silfverhjelm   als Mia Bergmann
  Per Oscarsson   als Holger Palmgren
  Anders Ahlbom Rosendahl   als Peter Teleborian
  Mikael Spreitz   als Ronald Niedermann
  Johan Kylén   als Jan Bublanski
  Tanja Lorentzon   als Sonja Modig
  Paolo Roberto   als Paolo Roberto
  Pelle Bolander   als Sonny Nieminen
  Thomas Lindblad   als Magge Lundin
 
Regie:  Daniel Alfredson  
Buch:  Jonas Frykberg  
Musik:  Jacob Groth  
Kamera:  Peter Mokrosinski  
Produzent:  Søren Stærmose  
 

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