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Verführerischer Mond

Tragische Liebesgeschichte von Chen Kaige, die in ihren Facetten das Aufeinanderprallen des traditionellen und modernen Chinas widerspiegelt.


Verführerischer Mond (Director's Cut)

Kaufvideo

Erhältlich seit:
08.11.2005

Originaltitel: Feng yue

Drama

China 1994-1996
Laufzeit: 126 Min.
FSK: ab 12

Leslie Cheung
Gong Li
Kevin Lin

Regie: Chen Kaige
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Verführerischer Mond (Director's Cut)

Shanghai zu Beginn der zwanziger Jahre. Der letzte chinesische Kaiser hat abgedankt und die ehemals mächtige Patrizierfamilie Pang, die sich in der neu entstandenen Republik nicht zurechtfindet, ergibt sich dem Opium. Zhongliang, der Schwager von Duanwu, dem dezidierten Nachfolger des süchtigen Familienoberhaupts, wird aus dem dekadenten Haus getrieben. Jahre später kehrt er als Gigolo und Gangster zurück, um für seine Demütigungen Rache zu nehmen. Als erstes Opfer hat er sich Ruyi, Pangs hübsche Tochter, auserkoren.

Wie schon in seinem Cannes-Preisträger "Lebewohl, meine Konkubine" thematisiert Chen Kaige auch hier den Wandel in der chinesischen Gesellschaft und zeigt anhand einer komplexen Familiensaga deren Abkehr von traditionellen Strukturen. Der komplizierte Aufbau, die unkonventionellen Figuren sowie deren Beziehungsgeflecht fordern vom Zuschauer höchste Aufmerksamkeit. Ist man jedoch bereit, sich auf diesen ungewöhnlichen Mix aus fernöstlichem und westlichem Kino einzulassen, wird man mit prächtigen Bildern, einer vorzüglichen Ausstattung und brillanten Darstellern wie Gong Li und Leslie Cheung belohnt.

Verführerischer Mond (Director's Cut)

Im Zeichen des Vollmonds, visuell leuchtend und wegweisend in der Verbindung westlichen und fernöstlichen Kinos, steht das neue Projekt des Chinesen Chen Kaige, das seinen letzten Film, den Cannes-Gewinner "Lebewohl, meine Konkubine" nicht nur an Budget (etwa das Doppelte), sondern auch an Eindruckskraft übertrifft. Mittels einer komplexen, ihren menschlichen Kern berührend herausschälenden Geschichte, die ihre Wirkung auch beim deutschen Publikum stärker als der kommerziell unter Wert geschlagene Vorgänger ausspielen könnte.

Drei Jahre arbeitete Kaige an diesem visuell süffigen, mit mobiler Kamera lebendig gehaltenen Melodram, dessen opulentes Design in einer Straßenszene sogar mit der Traumarchitektur in Michael Ciminos "Heaven's Gate" konkurrieren kann. Wie schon in seinem Cannes-Preisträger zelebriert Kaige, unterstützt von Wong Kar-wais Stammkameramann Christopher Doyle, das Bild, hofiert und glamourisiert dabei seine Stars, die durch die Bank mit darstellerischen Bestleistungen aufwarten. Erneut thematisiert der Regisseur den Wandel in der chinesischen Gesellschaft, die Ablösung traditioneller Strukturen, konzentriert sich aber stärker auf den Schauplatz Mensch, der seine vom Leben zugewiesene Rolle nicht verlassen kann, weil er in der Zwangsjacke seiner Psyche gefesselt ist. Zentrales Beispiel dafür ist der junge Zhongliang (als Erwachsener gespielt von Hongkong-Star Leslie Cheung), der 1911, nach dem Abdanken des letzten Kaisers, Opfer der Opium-verseuchten Dekadenz der traditionsbewußten Familie Pang wird. Sein Schwager, der legitime Nachfolger des süchtigen Meister Pang, mißbraucht ihn als Diener und in einer traumatischen Nacht für von Kaige nur angedeutete amouröse Spielchen, die den naiven Jungen am nächsten Morgen aus dem Haus treiben. Jahre später kehrt er als gefühlsgefrosteter Gigolo und Gangster zurück, spielt und straft mit der Liebe von Ruyi (Gong Li), der Schwester seines Schwagers, bis diese enttäuscht die Konsequenzen zieht und Zhongliang der Verzweiflung überläßt.

Ein kompliziertes Geflecht von unkonventionellen Figuren und Beziehungen erfordert zunächst große Aufmerksamkeit. Doch hat man es schließlich entwirrt, belohnt "Verführerischer Mond" mit berührenden, tragischen Einblicken in menschliche Schicksale, die, obwohl in exotischem Milieu angesiedelt, so gar nichts Fremdartiges an sich haben. kob.

Verführerischer Mond (Director's Cut)

Shanghai in den 20er Jahren: Mit dem Sturz des letzten Kaisers der Qing-Dynastie steht auch die ehemals mächtige Patrizierfamilie Pang vor dem Zusammenbruch. Selbst der feudale Palast bietet keinen Schutz mehr gegen den gesellschaftlichen Umbruch in der neu entstandenen Republik. Nach dem Tod ihres Vaters wird die schöne Ruyi als Familienoberhaupt eingesetzt, ihr Bruder Zhengda, dem diese Rolle eigentlich zugedacht war, ist dem Opium verfallen. In diese düstere Atmosphäre platzt Zhengdas junger Schwager Zhonglian, der sich im Auftrag der Mafia Liebe und Vermögen der Patriziertochter erschleichen soll. Ruyi verfällt dem Gigolo in Hassliebe und reißt die ganze Familie in einen Strudel verhängnisvoller Gefühle...Regiemeister Chen Kaige thematisiert erneut den Zusammenprall des traditionellen Chinas mit modernen, westlichen Einflüssen. Wong Kar-Wais Lieblingskameramann Christopher Doyle sorgt dabei für einzigartige Aufnahmen voller Kraft und Poesie, die die tragische Liebesgeschichte lebendig machen.

Quelle: Kinowelt

Darsteller:  Leslie Cheung   als Yu Zhongliang
  Gong Li   als Pang Ruyi
  Kevin Lin   als Pang Duanwu
  He Saifei   als Yu Xiuyi
  Zhang Shi   als Li Niangjiu
  Xie Tian   als Bandenboß
  David Wu   als Jingyun
  Ge Xiangting  
  Lin Lianqun  
  Zhou Jie  
  Zhou Yemang  
  Ren Lei  
  Wang Ying  
  Ge Lin  
 
Regie:  Chen Kaige  
Buch:  Shu Kei  
Musik:  Zhao Jiping  
Kamera:  Christopher Doyle  
Produzent:  Tong Cunlin  
  Hsu Feng  
 

Verführerischer Mond (Director's Cut) in der Fotoshow

 

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