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Vergebung

Die "Millennium"-Trilogie geht in die letzte Runde: Nerven aufreibender, actionreicher Thriller und atmosphärisch stimmiger Politkrimi in bester skandinavischer Tradition.


Vergebung

Leihvideo

Erhältlich seit:
04.10.2010

Originaltitel: Luftslottet som sprängdes

Thriller

Schweden 2009
Laufzeit: 140 Min.
FSK: ab 16

Noomi Rapace
Michael Nyqvist
Peter Andersson

Regie: Daniel Alfredson
Warner Home Video Germany

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Vergebung

Lisbet Salander wird beim Kampf mit ihrem Widersacher Zala schwer verletzt und ins Krankenhaus eingeliefert. Sie schwebt weiterhin in größter Lebensgefahr, will doch nun der Geheimdienst sie mundtot machen, damit die Verbindung zwischen Zala und höchsten Regierungskreisen nicht publik wird. Derweilen setzt der Enthüllungsjournalist Mikael Blomkvist alles daran, Lisbeths Unschuld an den Morden an ihrem sadistischen Vormund sowie zwei Journalisten zu beweisen.

Stieg Larssons fulminante "Millennium-Trilogie" geht in die letzte Runde. Mit Hilfe einer langen, verschachtelten Parallelhandlung erzählt Regisseur Daniel Alfredson einen nervenaufreibenden, actionreichen Thriller, der zwischen Vergangenheit und Gegenwart pendelt und eher die Spannungselemente als die psychologischen Momente der Vorlage herausarbeitet. Ein dichter, atmosphärisch stimmiger Politkrimi in bester skandinavischer Tradition, in dem Noomi Rapace erneut als furchtlose Punk-Ermittlerin glänzt.

Vergebung

In bewährter skandinavischer Krimimanier beschließt das Trio Noomi Rapace, Michael Nyqvist und Daniel Alfredson Stieg Larssons dreiteilige Bestseller-Adaption.

"Verblendung", "Verdammnis", "Vergebung"... Stieg Larssons fulminante "Millennium-Trilogie" geht in die letzte Runde. Regie führte wie bei Teil zwei, erneut nach Jonas Frykbergs Drehbuch, Daniel Alfredson, was insofern Sinn macht, weil die Story - nach finalem Cliffhanger - direkt dort anknüpft, wo "Verdammnis" aufhörte und beide "Folgen" im Prinzip als ein langer Film gesehen werden können. Entsprechend gleichen sich auch Machart und Aufbau, entsprechend werden hier nach dem etwas ruhigeren "Zwischenspiel" eher die Spannungselemente, weniger die psychologischen Momente herausgearbeitet.

Die Punk-Ermittlerin Lisbeth Salander, wieder überzeugend zum Leben erweckt von Noomi Rapace, wird nach einem Kampf mit ihrem Widersacher Zala mit einer Schussverletzung ins Krankenhaus eingeliefert. Doch in Sicherheit ist sie deswegen nicht, trachtet ihr doch nun der Geheimdienst nach dem Leben, der auf keinen Fall will, dass die Verbindung zwischen Zala und höchsten Regierungskreisen bekannt wird. Derweilen arbeitet der Enthüllungsjournalist Mikael Blomkvist (gleichbleibend gut: Michael Nyqvist) fieberhaft daran, Lisbeths Unschuld an den Morden an ihrem sadistischen Vormund und zwei Journalisten zu beweisen.

Mit Hilfe einer langen, verschachtelten Parallelhandlung erzählt Alfredson seinen Nerven aufreibenden Thriller. Zwischen Vergangenheit und Gegenwart pendelt der Film, der sich abwechselnd auf seine beiden Protagonisten konzentriert und die Geschichte jeweils aus deren Blickwinkel schildert. Wieder geht es um Perversion und Scheinmoral, um Hass und Verlogenheit, um Gewalt und Familiengeheimnisse - (mögliche) staatserschütternde Konsequenzen inklusive. Die bekannten Zutaten skandinavischer Krimiqualitätsware sind vorhanden, für Hitchcockschen Suspense ist reichlich gesorgt, dafür fehlt weitgehend der feministische Blickwinkel, der viel zur Qualität von "Verblendung" beitrug.

Atmosphärisch überzeugt "Vergebung" wie schon seine Vorläufer, dunkel und düster, blau-schwarz hält "Mankell"-Kameramann Peter Mokrosinski seine Bilder, ob Hospital, Gefängnis oder auch freie Natur, bedrohlich legt Jacob Groth seinen Soundtrack an. (Fast) zu viel Wert wird auf beinharte Action gelegt, der Nebenplot um eine Rockerbande wirkt etwas aufgesetzt - wie auch die Irokesenfrisur mit der Salander erhobenen Hauptes zur Gerichtsverhandlung schreitet. Insgesamt geradliniger fällt diese Larsson-Adaption aus, Politmachenschaften drängen persönliche Dramen in den Hintergrund. Eine Entscheidung, die wohl der berechtigten Hoffnung nach (noch) breiterem Publikumszuspruch geschuldet ist. geh.

Vergebung

Lisbeth Salander (Noomi Rapace) hat den Kampf gegen ihren Widersacher Zala nur knapp überlebt und wird schwer verletzt in die Notaufnahme eingeliefert. Doch sie schwebt weiterhin in Gefahr. Denn auch Zala lebt noch. Und der Geheimdienst möchte Lisbeth mit allen Mitteln mundtot machen - auf keinen Fall darf sie die Verbindung zwischen Zala und der Regierung aufdecken. Währenddessen setzt Mikael Blomkvist (Michael Nyqvist) alles daran, Lisbeths Unschuld an den Morden an ihrem Vormund Niels Bjurman und zwei Journalisten zu beweisen. Die Verbrechen werden nach wie vor ihr angelastet - und Mikael weiß genau, dass es nur noch eine letzte Chance gibt, Lisbeth zu retten. Während seinen Ermittlungen beginnt sich Lisbeths Vergangenheit vor seinen Augen wie ein Puzzle, Stück für Stück, zusammen zu setzen. Eine Vergangenheit, die düster ist - deren Offenbarung aber der Schlüssel zu Lisbeths Unschuld sein könnte. Die Zeit für Lisbeth ist gekommen?

Quelle: Warner Home Video

Darsteller:  Noomi Rapace   als Lisbeth Salander
  Michael Nyqvist   als Mikael Blomkvist
  Peter Andersson   als Nils Bjurman
  Jacob Ericksson   als Christer Malm
  Sofia Ledarp   als Malin Erikson
  Mikael Spreitz   als Ronald Niedermann
  Niklas Hjulström   als Richard Ekström
  Lennart Hjulström   als Fredrik Clinton
  Georgi Staykov   als Alexander Zalachenko
  Lena Endre   als Erika Berger
  Annika Hallin   als Annika Giannini
  Michalis Koutsogiannakis   als Dragan Armanskij
  Yasmine Garbi   als Miriam Wu
  Per Oscarsson   als Holger Palmgren
  Anders Ahlbom Rosendahl   als Peter Teleborian
  Johan Kylén   als Jan Bublanski
  Tanja Lorentzon   als Sonja Modig
  Paolo Roberto   als Paolo Roberto
  Pelle Bolander   als Sonny Nieminen
  Thomas Lindblad   als Magge Lundin
  Mirja Turestedt   als Monica Figuerola
  Magnus Krepper   als Hans Faste
  Hans Alfredson   als Evert Gullberg
  Tomas Köhler   als Plague
 
Regie:  Daniel Alfredson  
Buch:  Ulf Rydberg  
Musik:  Jacob Groth  
Kamera:  Peter Mokrosinski  
Produzent:  Søren Stærmose  

Daniel Craig als Mikael Blomkvist in "Millenium"-Remake

Hollywoods Superstars reißen sich um diese Rolle...

Daniel Craig soll in den US-Remakes der Millenium-Trilogie den Part als Mikeal Blomkvist übernehmen. (Foto: Kurt Krieger / NFP (Warner)) Großansicht

Daniel Craig soll in den US-Remakes der Millenium-Trilogie den Part als Mikeal Blomkvist übernehmen. (Foto: Kurt Krieger / NFP (Warner))

Erst war Johnny Depp im Gespräch, dann Brad Pitt. Nun aber darf wohl 007-Mime Daniel Craig im US-Remake der Millenium-Trilogie die Hauptrolle des findigen Ermittlers Mikael Blomkvist spielen. Daniel Craigs Unterschrift für die amerikanische Version der weltweit enorm beliebten schwedischen Krimireihe unter der Leitung von Top-Regisseur David Fincher ist angeblich nur noch Formsache.

Zwar sind auch die schwedischen Verfilmungen der Bücher von Stieg Larsson im Kino weltweit recht erfolgreich: In Deutschland ist der Film zum dritten Roman "Vergebung" soeben gestartet, Teil eins sahen unter dem Titel "Verblendung" immerhin 700.000 deutsche Krimifans. Amerikanische Kinogänger sind aber synchronisierte Filme nicht gewöhnt und daher höchst irritiert, wenn sich die Lippen der Schauspieler anders bewegen als die gehörte Sprache klingt. Außerdem zieht ein Superstar wie Daniel Craig dann doch mehr Fans an als die schwedischen Darsteller Michael Nyqvist und Noomi Rapace - so großartig diese ihre Figuren auch schauspielerisch interpretieren.

Daniel Craig hat viel Zeit wegen Finanznöten bei James Bond

Rapaces Part als Lisbeth Salander soll in David Finchers Version übrigens Carey Mulligan übernehmen. Sie war unter anderem in "Stolz und Vorurteil" zu sehen und für ihren Part als naiver verliebter Teenager in "An Education" sogar für einen Oscar nominiert. Demnächst kommt sie neben Michael Douglas und Shia LaBeouf in der "Wall Street"-Fortsetzung "Geld schläft nicht" ins Kino. Das Drehbuch schreibt Veteran Steven Zaillian, der unter anderem "Schindlers Liste", "Und täglich grüßt das Murmeltier" und "Gangs of New York" skriptete.

Held der Krimireihe ist der beinharte investigative Journalist Mikael Blomqvist, den in der US-Version dann Daniel Craig spielt. Er wird im ersten Teil beauftragt, den Fall einer vor 40 Jahren verschwundenen Lieblingsnichte eines alten Mannes zu klären. Mithilfe der psychisch labilen Hackerin Lisbeth Salander stößt er bald auf einen ekelhaften Wust aus Nazi-Machenschaften, sexuellem Missbrauch und Inzest. Kultstatus hat dabei vor allem die Figur von Lisbeth, deren eigene düstere Vergangenheit von allzu ähnlichen Erfahrungen geprägt ist. Der amerikanische Film wird wie die US-Buchfassung nach Lisbeth Salander "The Girl With The Dragon Tattoo" heißen.

Daniel Craig hat übrigens nur deshalb Zeit für den Part als Mikael Blomqvist, weil das Bond-Studio MGM in großen finanziellen Nöten steckt und das lange geplante nächste 007-Abenteuer daher vorerst nicht in Sicht ist ...

 

Vergebung in der Fotoshow

 

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Noomi Rapace

Schwedische Schauspielerin. Mit ihrer genialen Interpretation der Computer-Hackerin, Punkerin, missbrauchten, zurückschlagenden, knallharten,...