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Vergissmichnicht

Eine Karrierefrau erinnert sich durch Briefe aus der Kindheit an die Dinge, die wirklich im Leben zählen. Tragikomische Selbstfindungs-Story mit Sophie Marceau.


Vergissmichnicht

Leihvideo

Erhältlich seit:
24.06.2011

Originaltitel: L' âge de raison

Drama/ Komödie

Frankreich 2010
Laufzeit: 85 Min.
FSK: ab 0 (ohne Altersbeschränkung)

Sophie Marceau
Marton Csokas
Michel Duchaussoy

Regie: Yann Samuell
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Vergissmichnicht

Marguerite heißt jetzt Margaret, weil die Businesswelt, in der sie lebt und als knallharte Managerin überaus erfolgreich ist, nun mal englischsprachig ist. Wegen ihrer Karriere hat sie auch den Kinderwunsch immer wieder zurückgestellt. An ihrem 40. Geburtstag, ein wichtiger Termin mit einem Kunden steht an, bekommt sie ein Päckchen Briefe, die sie sich selbst als Siebenjährige geschrieben hat, um sich als Erwachsene an ihre Wünsche und Träume von damals zu erinnern. Sie beginnt, ihr Leben zu überdenken.

Vergiss nicht die Wünsche und Träume, die du als Kind hattest, vergiss nicht die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Dazu fordert Yann Samuell ("Liebe mich, wenn du dich traust") charmant auf in seiner Dramödie, in der eine knallharte Managerin, gespielt von Frankreichs Star Sophie Marceau, ihr Herz wiederentdeckt. Zwischen Kindheit und heute wechselt der Filmemacher in seiner ernsten wie komischen Schilderung einer Selbstfindung einer starken Frau. Das ist kein Volltreffer, aber ein Film, den man guten Gewissens empfehlen kann.

Vergissmichnicht

Als Karrierefrau muss sich Sophie Marceau an ihrem 40. Geburtstag die unbequeme Frage stellen, was wirklich zählt im Leben.

Es lässt sich nicht verleugnen, irgendwann kommt das weiche weibliche Herz zum Vorschein bei den ach so taffen Karrierefrauen im Film, ob nun Renée Zellweger in "New in Town" eine Fabrik schließen soll und sich kurzerhand mit den Arbeitern solidarisiert oder Julia Roberts in "Eat Pray Love" von der Erfolgsspur kommt und im fernen Indien in Meditation und einem neuen Mann ihr Heil findet. Zu ihnen gesellt sich nun Sophie Marceau, die als knallharte Managerin ungerührt weltweit Kernkraftwerke verkauft. Margaret, wie sie sich jetzt englisch nennt, ist ganz oben angekommen auf der Karriereleiter, mit ihrem netten Kollegen pflegt sie eine intime Beziehung und irgendwann sollen auch mal Kinder das Glück perfekt machen. Aber noch geht der Beruf vor. Ausgerechnet an ihrem 40. Geburtstag und vor dem wichtigen Meeting mit chinesischen Kaufinteressenten bringt der alte Notar ihres Heimatdorfes ein Briefpäckchen, das sie als Siebenjährige an die erwachsene Marguerite, wie sie eigentlich heißt, geschrieben hat, um sie an ihre Wünsche zu erinnern. Das passt der pragmatischen Lady nicht in den Kram, aber nach und nach - es trudeln weitere Briefe ein - treibt es sie noch einmal zurück in die nicht immer glückliche Kindheit, tauchen Erinnerungen auf an den Vater, der die Familie verließ, die finanziellen Sorgen der Mutter, den Bruder und ihre erste Jugendliebe.

Etwas vorhersehbar entwickelt sich die Handlung mit einem sehr harmonischen Ende. Für Yann Samuell geht es, darum, "seinen Ursprung wieder zu finden. Den Ausgangspunkt neu zu entdecken, an dem man in die Welt geworfen wurde". Auf ihrem Weg der Initiation begegnet Marguerite Personen von damals und Heute, die ein Stück ihres Lebens repräsentieren und sie präg(t)en. Dabei wechseln Szenen zwischen Kindheit und Erwachsenenwelt sehr schnell, werden Europa und Afrika, Provinz und Metropole gegen einander gestellt, die kühle Arbeitswelt mit ihren riesigen und leeren Räumen und die in warmen Tönen gehaltene und mit unnützen Gegenständen voll gestopfte kindliche Welt. Dazwischen lockern animierte Sequenzen im Stil einer Collage auf. Wenn die kleine Marguerite der erwachsene Margaret wie eine Beschützerin die wirklich wichtigen Dinge ins Gedächtnis ruft, weckt das fast automatisch eine Reflexion über den eigenen status quo und die eigenen einstigen Träume. "Vergissmichnicht" ist die charmante Aufforderung, diese nicht zu vergessen. mk.

Darsteller:  Sophie Marceau   als Margaret
  Marton Csokas   als Malcolm
  Michel Duchaussoy   als Mérignac
  Jonathan Zaccaï   als Philibert
  Emmanuelle Grönvold   als De Lorca
  Juliette Chappey   als Marguerite
  Déborah Marique   als Mutter von Marguerite
  Thierry Hancisse   als Mathieu
  Romeo Lebeaut   als Philibert, jung
  Jarod Legrand   als Mathieu, jung
  Alexis Michalik   als Margaret Assistant
  Raphaël Devedjia   als Simon
  Emmanuel Lemire   als Vater von Marguerite
 
Regie:  Yann Samuell  
Buch:  Yann Samuell  
Musik:  Cyrille Aufort  
Kamera:  Antoine Roch  
Produzent:  Christophe Rossignon  
  Philip Boëffard  
  Patrick Quinet  
 

Vergissmichnicht in der Fotoshow

 

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Features

 

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Sophie Marceau

Teenie-Star und romantische Prinzessin, die sich in Skandalfilmen auszog, international gefragte Schauspielerin, die in historischen...