Weil sich ihr Mann Thomas im Eiltempo vom liebevollen Spinner zu einem karrieresüchtigen Politiker entwickelt hat, platzt Gattin Henriette eines Tages der Kragen. Sie sieht partout nicht ein, weshalb sie für den kommenden Wahlkampf der Öffentlichkeit ein heiles Familienleben vorgaukeln sollte. Also verläßt sie ihren Mann, nistet sich bei einem skurrilen Antiquitätenhändler ein und beginnt, als Model für aufreizende Damenunterwäsche zu posieren. Damit löst sie natürlich sofort einen handfesten Politskandal aus.
Reinhard Schwabenitzky, Komödien-Spezialist aus Österreich ("Ilona und Kurti"), versuchte sich hier nicht nur an einer Politsatire, sondern auch an dem Porträt einer Frau, die sich vom biederen Vorzeigeobjekt zur selbstbewußten Dame wandelt. Heraus kam indes ein hausbacken inszenierter, im Humor recht zahnloser Film, in dem Schwabenitzkys Ehefrau Elfi Eschke mangels Ausstrahlung wenig Akzente setzen kann. Könnte dank unverblümt zur Schau gestellter Rundungen ein bestimmtes Klientel durchaus ansprechen.