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Verliebt in eine Hexe

Der magische Sixties-Serienhit als romantische Kinokomödie mit Will Ferrell und Nicole Kidman.


Verliebt in eine Hexe

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Erhältlich seit:
10.01.2006

Originaltitel: Bewitched

Komödie/ Fantasy

USA 2005
Laufzeit: 98 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Nicole Kidman
Will Ferrell
Shirley MacLaine

Regie: Nora Ephron
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Magische Momente: Oscar-Gewinnerin Nicole Kidman verzaubert Comedystar Will Ferrell in der hinreißenden romantischen Komödie "Verliebt in eine Hexe".

Nicole Kidman versprüht ihren magischen Charme (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Nicole Kidman versprüht ihren magischen Charme (Foto: Sony Pictures)

Fast 40 Jahre sind vergangen, seit die Serie "Verliebt in eine Hexe" ihre Premiere im deutschen Fernsehen feierte. Der Serienhit mit Elizabeth Montgomery ist bis heute ein Dauerbrenner im TV-Programm - beste Voraussetzungen also für eine Kinofassung.

Und wenn dabei auch noch Nora Ephron die Fäden zieht, ist beste Unterhaltung vorprogrammiert. Die US-Regisseurin, seit "Schlaflos in Seattle" und "E-Mail für Dich" als ausgewiesene Spezialistin für bewegende Lovestorys bekannt, hat den TV-Oldie nun für die große Leinwand adaptiert - und zwar als hinreißend romantische Komödie, der ein perfekter Spagat zwischen Update und Hommage gelingt.

Schleudert geballtes Gift: Shirley MacLaine lehrt Will Ferrell das Fürchten (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Schleudert geballtes Gift: Shirley MacLaine lehrt Will Ferrell das Fürchten (Foto: Sony Pictures)

Echt oder nicht?

In der Hauptrolle: Nicole Kidman. Die schöne Oscar-Gewinnerin schlüpft in die Rolle der sympathischen Hexe Isabel, die von dem abgestürzten Kinohelden Jack Wyatt für eine Neuauflage des Serienoldies "Verliebt in eine Hexe" entdeckt wird. Dass sie eine echte Hexe auf der Suche nach Normalität ist, ahnt Jack nicht.

So zwingt sich Isabel im neuen Leben zur magischen Abstinenz, bis sie erkennt, dass sie von Wyatt nur ausgenutzt wird. Mit Zauberei revanchiert sie sich - bis beide ein Gefühl entdecken, das auch ohne Tricks magisch ist: die Liebe.

Verliebt in eine Hexe

Unter den drei Kino-Adaptionen ehemaliger TV-Hits, die dieses Jahr in die Kinos kommen, hat diese die potenziell größte deutsche Fangemeinde. "Honeymooners" und "Ein Duke kommt selten allein" sind Remakes spezifisch amerikanischer TV-Phänomene aus den Fünfziger- bzw. frühen Achtzigerjahren. "Verliebt in eine Hexe" aber gehört seit der ARD-Premiere 1967 zu den Programmsäulen in der Wiederverwertung und ist derzeit in der Frühschiene auf Kabel 1 zu sehen. Die Kinoversion dieses Dauerbrenners muss auf den Nostalgiefaktor des Oldies verzichten, versucht den Spagat zwischen Update und Hommage und präsentiert sich als romantische Komödie, die vielleicht nicht verzaubert, aber dank der Stars in den Schlüsselrollen solide unterhält.

Über 10 Jahre wurde ein Ansatz gesucht, den Reiz dieser Beziehungskonstellation für eine neue Zuschauergeneration zu konservieren. Die Show lebte von der Kollision frecher Magie mit biederer Normalität, zeigte maskuline Hilflosigkeit angesichts charmant selbstbewusster Weiblichkeit. Auch wenn sich die Rahmenbedingungen im Zusammenleben der Geschlechter geändert haben, ist diese Kräfteverteilung eigentlich ein zeitloses Phänomen. Trotzdem geht das Drehbuch der Ephron-Schwestern Nora und Delia ("E-Mail für dich") andere Wege. An die Stelle der verschleierten femininen Dominanz, die auch im thematisch verwandten Serienhit "Bezaubernde Jeannie" offenkundig ist, tritt das Gleichgewicht. Dieses Konzept wird zum roten Faden für den Plot, der sich im Unterschied zur Serie nicht auf den Ehealltag konzentriert, sondern die Beziehung erst entwickelt. Und dies vor dem Hintergrund der Vorbereitungen zu einer TV-Neuauflage von "Verliebt in eine Hexe", bei der die Dominanzverhältnisse wechseln, bis am Ende Harmonie hergestellt ist.

Im ersten Teil des streng als Dreiakter konstruierten Stoffs versucht Kinoheld Jack Wyatt (Will Ferrell) nach dem Kapitalflop seines letzten Films mit dem TV-Remake von "Verliebt in eine Hexe" Fans und Produzenten wieder zu versöhnen. Ferrells Figur ist ein Plüschtiger, der nur auf Drängen seines Agenten das Spotlight und deshalb eine leicht zu dominierende Newcomerin für die weibliche Hauptrolle sucht. Er findet sie in Isabel, die wie Elizabeth Montgomery aus dem Sixties-Hit elegant mit der Nase wackeln kann. Dass sie eine echte Hexe auf der Suche nach Normalität ist, ahnt er nicht. So zwingt sich Isabel im neuen Leben zur magischen Abstinenz, bis sie erkennt, dass sie von Wyatt nur ausgenutzt wird. Im 2. Akt rebelliert die Blauäugige, sabotiert die Wyatt-Strategie und verhext den Egomanen, bis er wie ein liebestrunkener Straßenköter ihren Spuren folgt. In Akt 3 entdecken beide die Magie der Liebe, tritt an Stelle von Tricks und Lügen die Wahrheit und schließlich auch das Gleichgewicht.

Diese Balance versucht der Film auch in den Hauptrollen zu halten. Ferrell ist zuständig für Situationskomik, hat gute Momente, aber auch solche, die in Ermangelung besserer Pointen verpuffen. Kidman ist sichtbar das darstellerische Schwergewicht, kreiert eine eigenständige Figur, deren Geheimnis schon in der tuschelnden Sprache angedeutet ist. Beide wirken romantisch kompatibler als die Protagonisten des Originals - nicht zuletzt auch in einer Tanz-Einlage, mit der Ephron an die Hollywood-Musicalvergangenheit ihres Vaters Henry erinnert. In den Nebenrollen übernimmt Michael Caine in wenigen Szenen souverän die Vaterrolle, während Shirley MacLaine unterfordert wirkt, weil sie Agnes Mooresheads Giftschleuder Endora nicht einmal auf der Film-im-Film-Ebene replizieren darf. Die Komödie konzentriert sich nicht auf eine verrückte Familie, sondern auf eine verrückte Branche, in der Star-Egos hofiert und dafür andere planiert werden. Das kann man bedauern, sich aber trotzdem durchaus amüsieren. kob.

Verliebt in eine Hexe

Ex-Hollywoodstar Jack Wyatt plant mit dem Remake der legendären Fernsehserie "Verliebt in eine Hexe" ein Comeback in der Rolle des Darrin Stephens. Dazu braucht er nur noch die perfekte weibliche Hauptdarstellerin. Die schöne und bezaubernde Isabel Bigelow scheint wie geschaffen für die Rolle der Hexe Samantha. Denn niemand kräuselt so süß die Nase wie sie. Was jedoch keiner ahnt, ist, dass Isabel noch aus einem ganz anderen Grund die Idealbesetzung ist: Sie ist auch im wahren Leben eine Hexe und verführt Jack fortan nach allen Regeln der "Hexen" Kunst ...

Kurzbewertung:
Eine zauberhafte Leinwandaption der beliebten 60er Jahre Sitcom von Nora Ephron (E-Mail für Dich). Mit Oscar Preisträgerin Nicole Kidman (2002, "The Hours", Beste Hauptdarstellerin), Saturday Night Live-Star Will Ferrell, Shirley MacLaine (Grüße aus Hollywood) als Hexenmutter Endora und Michael Caine (Gottes Werk und Teufels Beitrag).

Quelle: Sony Pictures

Darsteller:  Nicole Kidman   als Isabel/Samantha Bigelow/Stephens
  Will Ferrell   als Jack/Darrin Wyatt/Stephens
  Shirley MacLaine   als Iris/Endora Smythson
  Sir Michael Caine   als Nigel Bigelow
  Jason Schwartzman   als Richie
  Kristin Chenoweth   als Marie Kelly
  Heather Burns   als Nina Johnson
  Jim Turner   als Larry
  Stephen Colbert   als Stu Robison
  David Alan Grier   als Jim Fields
  Steve Carell   als Onkel Arthur
  Joan Plowright   als Tante Clara
  Jarrad Paul   als Valet
  Amy Sedaris   als Gladys Kravitz
  Fred Willard  
 
Regie:  Nora Ephron  
Buch:  Nora Ephron  
  Delia Ephron  
  Adam McKay  
Musik:  George Fenton  
Kamera:  John W. Lindley  
Produzent:  Douglas Wick  
  Lucy Fisher  
  Penny Marshall  
  Nora Ephron  

"Bei mir erschießen sich die Leute nicht"

Mit "Harry und Sally" und "Schlaflos in Seattle" definierte die Drehbuchautorin und Regisseurin die Standards der modernen romantischen Komödie. Ihr neuer Film "Verliebt in eine Hexe" stand jedoch ursprünglich gar nicht auf Nora Ephrons Wunschliste.

Sie bringt Frauen auf der ganzen Welt zum Weinen: Nora Ephron (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Sie bringt Frauen auf der ganzen Welt zum Weinen: Nora Ephron (Foto: Sony Pictures)

Wollten Sie schon immer eine Kinofassung von "Verliebt in eine Hexe" drehen?

NORA EPHRON: Nie. Bei einem solchen Auftrag wäre mir wahrscheinlich nichts eingefallen. Aber eines Tages bekam ich einen Anruf von Columbia: "Wir haben um elf Uhr ein Meeting mit Nicole Kidman. Sie will "Verliebt in eine Hexe" machen - und wir brauchen eine Idee für eine Story."

Da musste ich daran denken, dass Nicole eine ähnliche Nase wie Elizabeth Montgomery, die Hauptdarstellerin der Serie, hat. Und so kam ich auf die Idee, dass eine Frau in einem Remake besetzt wird, nur weil ihre Nase passt.

Als Hexe Isabel will Nicole Kidman nur eines: ein normales Leben führen (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Als Hexe Isabel will Nicole Kidman nur eines: ein normales Leben führen (Foto: Sony Pictures)

Wollten Sie daraus von Anfang an eine Hollywood-Satire machen?

Das gehörte immer dazu. Aber ich muss Sie leider korrigieren: Was Ihnen als Satire erscheint, ist leider schreckliche Wahrheit. Viele männliche Stars in Hollywood tun so, als würden sie gern Filme mit substanziellen Frauenrollen machen. Aber das meinen sie nicht ernst. Tatsächlich wollen sie alle guten Dialoge und Szenen für sich haben.

Hat sich die Lage für Frauen in Hollywood nicht geändert?

Auf der Management-Seite schon. Aber es gibt immer noch nicht genügend Regisseurinnen oder Kamerafrauen. Die haben es weiterhin schwer.

"Verliebt in eine Hexe": Jack ahnt nichts vom wahren Ich seiner Angebeteten (Foto: Sony Pictures) Großansicht

"Verliebt in eine Hexe": Jack ahnt nichts vom wahren Ich seiner Angebeteten (Foto: Sony Pictures)

Woran liegt das?

Eine wesentliche Rolle spielt, dass die Studios Filme für männliche Teenager produzieren wollen - also Actionfilme. Schon allein deshalb werden Frauen von vielen Filmen ausgeschlossen. Ich selbst bin noch nie diskriminiert worden. Aber das liegt daran, dass ich keine Lust habe, einen Film zu drehen, wo Leute einander erschießen oder schnelle Autos fahren.

Trotzdem spielen Sie im Großbudget-Bereich mit - "Verliebt in eine Hexe" kostete über 70 Millionen Dollar. Wollten Sie mit Spezialeffekten zaubern?

Ich hasse Computereffekte. Sie führen bloß dazu, dass du wichtige Szenen unterbrechen musst, weil irgendein Greenscreen aufgestellt wird, um dort später die Bilder aus dem Rechner einzufügen. Ich versuchte, die Effekte so unscheinbar wie möglich zu halten - sie sollten auf keinen Fall von den Schauspielern ablenken. Die Tricks waren auch gar nicht so aufwändig: Sie kosteten bloß drei Millionen Dollar.

Langsam dämmert es Will Ferell, dass in dieser Familie so manches anders ist (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Langsam dämmert es Will Ferell, dass in dieser Familie so manches anders ist (Foto: Sony Pictures)

Was war dann so teuer?

Die Schauspieler. Das war unser größter Budgetposten.

Konnte Nicole Kidman als Komödiantin funktionieren?

Ich hatte sie in "To Die For" und den Aufführungen von "The Blue Room" gesehen. So wusste ich, dass sie auch ein komisches Talent hat. Sie hat nur dieses düstere Image, weil sie so häufig Frauen am Rande des Selbstmords spielt. Aber tatsächlich ist sie ähnlich hell und naiv wie ihre Figur in "Verliebt in eine Hexe".

Gelten seit "Schlaflos in Seattle" als Film-Traumpaar: Tom Hanks und Meg Ryan (Foto: Columbia Tristar) Großansicht

Gelten seit "Schlaflos in Seattle" als Film-Traumpaar: Tom Hanks und Meg Ryan (Foto: Columbia Tristar)

Sie sagten einmal, Sie wurden Regisseurin, um Ihre Drehbücher zu schützen. Gilt das nach wie vor?

Ja. Aber es gibt mehrere Gründe, warum ich Regie führe. Ich möchte auch sicherstellen, dass meine Filme einen Regisseur haben. Eine Autorin, die Skripts über Beziehungsgeschichten schreibt, hat es nicht leicht, jemanden dafür zu finden. Lieber mache ich es selbst, als andere anzuflehen.

Dafür haben Sie eine kreative Partnerin. Mit Ihrer Schwester Delia haben Sie viele Ihrer Filme zusammen geschrieben - so auch "Verliebt in eine Hexe".

Wenn ich Regie führe, ist es sehr wichtig, jemanden dabei zu haben, der die wichtigen Aspekte des Drehbuchs kennt. Delia erinnert mich zum Beispiel daran, wenn bestimmte Dialogzeilen nicht rüberkommen. Abgesehen davon finde ich, dass sie als Autorin besser ist als ich.

Eine Freundschaft zwischen Mann und Frau? Unmöglich - zumindest in "Harry und Sally" (Foto: Jugendfilm) Großansicht

Eine Freundschaft zwischen Mann und Frau? Unmöglich - zumindest in "Harry und Sally" (Foto: Jugendfilm)

Mit Ihren Drehbüchern wie "Harry und Sally" haben Sie die moderne romantische Komödie geprägt. Was hat sich seither in dem Genre verändert?

Teilweise sind die Filme zotiger geworden - ein gutes Beispiel ist "Die Hochzeits-Crasher", den ich übrigens sehr komisch fand. Aber sonst stelle ich keine großen Veränderungen fest. Ich weiß noch genau, wie revolutionär ich den "Stadtneurotiker" fand. So etwas habe ich seither nicht mehr erlebt.

 

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