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Verschleppt

Politisches Drama um eine Journalistin, die in der argentinischen Militärdiktatur 1976-83 in die Foltermühlen der Faschisten gerät. Ihr zu hellseherischen Visionen fähige Mann will ihr Schicksal aufklären und gerät ebenfalls ins Visier der Militärs.


Verschleppt

Leihvideo

Erhältlich seit:
07.07.2005

Originaltitel: Imagining Argentina

Drama/ Thriller

USA 2003
Laufzeit: 103 Min.
FSK: ab 16

Antonio Banderas
Emma Thompson
Horacio Flash

Regie: Christopher Hampton
Universal Pictures Germany

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Verschleppt

Zwischen 1976 und 1983 verschleppte die faschistische argentinische Militärdiktatur mehr als 30.000 Menschen. Auch die Journalistin Celia verschwindet in dem schmutzigen Krieg der Regierung gegen die eigenen Bürger spurlos. Die bescheidene Existenz ihres Mannes und Kindertheaterdirektor Carlos gerät aus der Bahn, als er alle Kräfte mobilisiert, um sie aufzuspüren. Derweil suchen ihn Schreckensvisionen von Opfern heim, mit denen er hilft, das Schicksal vieler verschwundener Menschen aufzuklären.

Die Orpheus-Sage dient immer wieder als Metapher für den Umgang mit der Vergangenheit in diesem britischen Beitrag zum politischen Kino gegen das Vergessen. Anspruchsvoll und nicht immer mit leichter Hand verbindet Christopher Hampton das Politische mit dem Paranormalen zu einer sehr frustrierenden, bitteren Lektion in jüngster Geschichte. Die gut gemeinte Amnesty-International-Sendung wird vom Engagement der Stars Antonio Banderas ("Spy Kids") und Emma Thompson ("Harry Potter 3") geadelt.

Verschleppt

Fast 14 Jahre dauerte es, bis Christopher Hampton sein Lieblingsprojekt realisieren konnte. Darin greift er ein brisantes Thema auf, den dreckigen Krieg im Argentinien der siebziger Jahre, die Zeit der Militärherrschaft, in der zigtausend Menschen einfach verschwanden. Mit Antonio Banderas und Emma Thompson ist der Polit-Thriller prominent besetzt.

Schon 1989 interessierte sich Hampton für dieses düstere Kapitel der argentinischen Geschichte, aber kein Produzent biss an. Erst als Antonio Banderas im Boot war, ging es voran. Banderas spielt Carlos Rueda, den Leiter eines Kindertheaters, dessen Frau von den Militärs entführt wird. Während die engagierte Journalistin in den Folterkellern der Junta Entsetzliches durchmacht, entwickelt ihr Mann eine Art Zweites Gesicht, er kann Menschen sagen, was mit ihren Angehörigen passiert ist, sieht, wo sie sich aufhalten, ob sie noch leben oder nicht. Sein übernatürliches Talent spricht sich schnell herum, bald pilgern Hunderte zu ihm, um etwas über die Verschwundenen zu erfahren. Nur bei seiner Frau funktioniert die Gabe nicht, in den kurzen Visionen kann er nur erkennen, wo sie sich mal aufhielt, aber nicht den gegenwärtigen Ort lokalisieren. Auch die Regierung wird aufmerksam auf den Mann, verfolgt den Störenfried, zerstört das Theater und kidnappt seine Tochter, die nach schrecklichen Vergewaltigungen eiskalt erschossen wird. "Imagining Argentina" begibt sich durch die Mischung von Traumsequenzen und Realität auf dünnes Eis. Der Film erzählt von der Liebe, die eine Familie zusammenhält, vom Widerstand gegen ein autoritäres Regime, vom Grauen der Diktatur und von mystischen Kräften. Diese Kombination funktioniert leider nicht, wie auch die Ausflüge in den magischen Realismus. Die Botschaft, nur die Imagination ermögliche das Überleben und durch die Imagination könne man die Welt in eine bessere verwandeln, ist sicherlich honorig, aber auch etwas naiv. Manche Szenen wirken gar lächerlich und bei aller Motivation und Anstrengung nimmt man Banderas die Rolle nicht so richtig ab.

Die spanisch-britische Koproduktion wurde in englisch und an Originalschauplätzen in Argentinien und Spanien gedreht, was dem Lokalkolorit des Films gut bekommt. In Argentinien sticht Hampton mit diesem Rückblick in die Vergangenheit in ein Wespennest, denn noch immer ist ein Großteil der Mörder nicht vor Gericht gestellt, das Schicksal der Verschwundenen nicht geklärt. Unterschiedlich die Reaktionen in Venedig: Pfiffe und Buhrufe bei der Presse, Beifall beim Publikum. mk.

Darsteller:  Antonio Banderas   als Carlos
  Emma Thompson   als Cecilia
  Horacio Flash   als Victor Madrid
  Rubén Blades   als Silvio
  Leticia Dolera   als Teresa
  Irene Escolar   als Eurydice
  Kuno Becker  
  Claire Bloom  
  Maria Canals  
  Anton Lesser  
  John Wood  
 
Regie:  Christopher Hampton  
Buch:  Christopher Hampton  
Kamera:  Guillermo Navarro  
Produzent:  Geoffrey C. Lands  
  Raul Outeda  
  Michael Peyser  
  Santiago Pozo  
  Diane Sillan Isaacs  
 

Fassungen

 

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Features

 

Star

Antonio Banderas

Mit seiner Tollkühnheit, Artistik und eleganten Körpersprache als Degen schwingender, glutvoller und von mitreißender Spielfreude...

 

Star

Emma Thompson

Ihre komödiantische Ader und der aus den blitzgescheiten Augen springende Schalk, ihr wunderbar trockener, manchmal bissiger Humor und die...