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Leihvideo
Erhältlich seit:
07.07.2005
Originaltitel: Imagining Argentina
USA 2003
Laufzeit: 103 Min.
FSK: ab 16
Antonio Banderas
Emma Thompson
Horacio Flash
Regie: Christopher Hampton
Universal Pictures Germany

Fast 14 Jahre dauerte es, bis Christopher Hampton sein Lieblingsprojekt realisieren konnte. Darin greift er ein brisantes Thema auf, den dreckigen Krieg im Argentinien der siebziger Jahre, die Zeit der Militärherrschaft, in der zigtausend Menschen einfach verschwanden. Mit Antonio Banderas und Emma Thompson ist der Polit-Thriller prominent besetzt.
Schon 1989 interessierte sich Hampton für dieses düstere Kapitel der argentinischen Geschichte, aber kein Produzent biss an. Erst als Antonio Banderas im Boot war, ging es voran. Banderas spielt Carlos Rueda, den Leiter eines Kindertheaters, dessen Frau von den Militärs entführt wird. Während die engagierte Journalistin in den Folterkellern der Junta Entsetzliches durchmacht, entwickelt ihr Mann eine Art Zweites Gesicht, er kann Menschen sagen, was mit ihren Angehörigen passiert ist, sieht, wo sie sich aufhalten, ob sie noch leben oder nicht. Sein übernatürliches Talent spricht sich schnell herum, bald pilgern Hunderte zu ihm, um etwas über die Verschwundenen zu erfahren. Nur bei seiner Frau funktioniert die Gabe nicht, in den kurzen Visionen kann er nur erkennen, wo sie sich mal aufhielt, aber nicht den gegenwärtigen Ort lokalisieren. Auch die Regierung wird aufmerksam auf den Mann, verfolgt den Störenfried, zerstört das Theater und kidnappt seine Tochter, die nach schrecklichen Vergewaltigungen eiskalt erschossen wird. "Imagining Argentina" begibt sich durch die Mischung von Traumsequenzen und Realität auf dünnes Eis. Der Film erzählt von der Liebe, die eine Familie zusammenhält, vom Widerstand gegen ein autoritäres Regime, vom Grauen der Diktatur und von mystischen Kräften. Diese Kombination funktioniert leider nicht, wie auch die Ausflüge in den magischen Realismus. Die Botschaft, nur die Imagination ermögliche das Überleben und durch die Imagination könne man die Welt in eine bessere verwandeln, ist sicherlich honorig, aber auch etwas naiv. Manche Szenen wirken gar lächerlich und bei aller Motivation und Anstrengung nimmt man Banderas die Rolle nicht so richtig ab.
Die spanisch-britische Koproduktion wurde in englisch und an Originalschauplätzen in Argentinien und Spanien gedreht, was dem Lokalkolorit des Films gut bekommt. In Argentinien sticht Hampton mit diesem Rückblick in die Vergangenheit in ein Wespennest, denn noch immer ist ein Großteil der Mörder nicht vor Gericht gestellt, das Schicksal der Verschwundenen nicht geklärt. Unterschiedlich die Reaktionen in Venedig: Pfiffe und Buhrufe bei der Presse, Beifall beim Publikum. mk.
| Darsteller: | Antonio Banderas | als Carlos | |
|---|---|---|---|
| Emma Thompson | als Cecilia | ||
| Horacio Flash | als Victor Madrid | ||
| Rubén Blades | als Silvio | ||
| Leticia Dolera | als Teresa | ||
| Irene Escolar | als Eurydice | ||
| Kuno Becker | |||
| Claire Bloom | |||
| Maria Canals | |||
| Anton Lesser | |||
| John Wood | |||
| Regie: | Christopher Hampton | ||
| Buch: | Christopher Hampton | ||
| Kamera: | Guillermo Navarro | ||
| Produzent: | Geoffrey C. Lands | ||
| Raul Outeda | |||
| Michael Peyser | |||
| Santiago Pozo | |||
| Diane Sillan Isaacs | |||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Bildformat: 1:1,85/16:9
Extras: Interviews, Behind the Scenes
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Antonio Banderas
Mit seiner Tollkühnheit, Artistik und eleganten Körpersprache als Degen schwingender, glutvoller und von mitreißender Spielfreude...
Star
Emma Thompson
Ihre komödiantische Ader und der aus den blitzgescheiten Augen springende Schalk, ihr wunderbar trockener, manchmal bissiger Humor und die...
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