
Der zwölfjährige Tsane lebt mit seinem Großvater in einem serbischen Drei-Personen-Dorf und muss dem sonderlichen Alten ein Versprechen leisten, als der aus heiterem Himmel glaubt, er werde bald sterben: In der Stadt soll der Junge seine Kuh verkaufen und eine Frau finden. Tsane tut, wie ihm geheißen, gerät in der Stadt aber erst einmal an den Gangster Boja und seine Mannen, die ihm die Kuh stehlen. Tsane kann sie retten und verkaufen. Und er lernt die erwachsene Jasna kennen, die ebenfalls noch eine Rechnung mit Bajo offen hat.
Mit dem selben manischen Stil, der schon seine letzten Filme kennzeichnete, stürzt sich Emir Kusturica ("Time of the Gypsies") auch hier wieder ins pralle Leben und zieht eine Schau ab, die zwischen überkandidelt und zotig schwankt. Dabei überspannt der Meisterregisseur den Bogen bisweilen, bis nur noch lautstarker Slapstick übrig bleibt. Der in Cannes 2007 im Wettbewerb gelaufene Filmeintopf ist der erste Kusturica, der es in Deutschland nicht ins Kino schaffte. Arthouse-Fans kommen auf ihre Kosten.