DVD Leihvideo

Vier Brüder

Lose, in die Gegenwart versetzte Adaption des John-Wayne-Klassiker "Die vier Söhne der Katie Elder" aus dem Jahr 1965.


Vier Brüder

Leihvideo

Erhältlich seit:
30.03.2006

Originaltitel: Four Brothers

Action/ Drama

USA 2005
Laufzeit: 104 Min.
FSK: ab 16

Mark Wahlberg
Tyrese Gibson
André Benjamin

Regie: John Singleton
Paramount Home Entertainment

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Vier Brüder, zusammengeschweißt zu einer starken Familie, sehen rot, als ihre Adoptivmutter ermordet wird.

Jack, Jeremiah, Bobby und Angel beschwören ihre Einheit (Foto: UIP) Großansicht

Jack, Jeremiah, Bobby und Angel beschwören ihre Einheit (Foto: UIP)

Sie haben keinen Vater, aber eine Adoptivmutter gemeinsam, die ihrem Leben mit Wärme und Zuneigung die Härte nahm. Als dieser Schutzengel bei einem Raubüberfall ermordet wird, kehren Bobby (Mark Wahlberg), Angel, Jack und Jeremiah (Rapper André Benjamin) an den Ort ihrer Jugend zurück, beerdigen ihre Mutter, aber auch vieles, was sie von ihr gelernt haben.

Nach einer sehr emotionalen Familienzusammenführung treibt Hitzkopf Bobby seine Brüder zum Rachefeldzug gegen die unbekannten Killer, bis die blutige Spur sie zu einem skrupellosen Zuhälter führt. Sweet ist sein Name, nichts aber an diesem Film aus den Hinterhöfen Detroits.

An einen Zufall glaubt keiner der Vier (Foto: UIP) Großansicht

An einen Zufall glaubt keiner der Vier (Foto: UIP)

Alle für einen

"Four Brothers" erzählt als packender, harter Actionkrimi von der Ohnmacht des Rechts und vier Brüdern, die es schließlich selbst in die Hand nehmen. So fegen sie den Schmutz von der Straße, verraten aber auch die Ideale einer Erziehung, die ihnen ihre Mutter vermittelte.

Inszeniert hat "Shaft"-Regisseur John Singleton, für den schon beim letzten Hit nichts "2 Fast" oder "2 Furious" war.

Vier Brüder

Vier Brüder - zwei weiß, zwei schwarz - treffen nach vielen Jahren wieder zusammen, um ihre ermordete Adoptivmutter zu beerdigen - und zu rächen. Auf einer klassischen Western-Prämisse basierend, formt Regisseur John Singleton ein packendes urbanes Rachemelodram mit realistischer Action im Old-School-Stil der siebziger Jahre. Der starke Kitt der mit roher Gewalt gespickten Story um vier Boys, die in der Hood von Detroit Rot sehen, ist das vom hier superben Mark Wahlberg angeführte Schauspieler-Quartett. Durch eine nuancierte Mischung von Machismo, Emotion und Humor vermitteln sie ein glaubhaftes Bruderband, wodurch selbst die absurderen Aspekte des schnörkellos realisierten Vigilantenfilms geglättet werden können.

Ausgangspunkt ist der Mord an der 62-jährigen Evelyn Mercer (Fionnula Flanagan) während eines vermeintlich routinehaften Raubüberfalls in einem Eckladen. Bei ihrer Beerdigung werden ihre vier Adoptivsöhne Bobby (Wahlberg), Angel (Tyrese Gibson aus Singletons "Baby Boy"), Jeremiah (Andre Benjamin von Outkast nach "Be Cool" weiterhin viel versprechend) und Jack (Garrett Hedlund aus "Troja") nach längerer Funkstille wieder vereint. Als Jugendliche waren sie alle hoffnungslose Fälle, die von der sozial engagierten Evelyn adoptiert worden waren. Mit Ausnahme des erfolgreichen Familienvaters Jeremiah sind die anderen immer noch regelmäßig in Schwierigkeiten mit dem Gesetz verwickelt. Vor allem Bobby ist ein hartgesottener Bursche mit einem Kofferraum voller Knarren, der sich jedoch nicht schämt, in seiner Trauer Tränen zu vergießen. Als die Brüder einen Tip bekommen, dass hinter dem Mord an ihrer Mutter mehr als ein gewöhnliches Gangshooting steckt, nehmen sie selbst die Fährte auf und die Justiz in die Hand. Dies führt zu einem bleihaltigen Whodunnit in der Neighborhood, bei dem häufiger zuerst geschossen wird und dann die Fragen gestellt werden.

Singleton orientiert sich klar an klassischen Actionvorbildern, bei denen brutale Realität und facettenreiche Figuren, nicht hektische Videospiel-Ästethik und eindimensionale Actionmarionetten gefragt sind. Dieser nostalgische Touch macht sich auch beim Soundtrack bemerkbar, der statt der erwartungsgemäßen Hiphop-Beschallung gute alte Motown-Soulhits auffährt. Singleton hat auch keine Scheu, nach dem Raubüberfall des Prologs das Tempo zu drosseln und geradezu entspannt das Protagonisten-Kleeblatt durch seine brüderliche Interaktion und selbst kurze Rückblenden mit ihrer Mutter vorzustellen. Doch dann wird wohl dosiert das Action-Testosteron schubweise losgelassen: Wie bei einer mitreißenden Autoverfolgungsjagd im dichten Schneesturm oder einem "Assault on Precinct 13" nachempfundenen Shootout im Mercer-Haus. Zwischendrin wird immer wieder gemenschelt: Sei es humorvoll bei einer gemeinsamen "Sitzung" im Badezimmer oder sentimental, als einer der Brüder im Gefecht fällt. Obwohl die schon oft befahrene Plotspur zu korrupten Cops und verschlagenen Gangstern führt, ist diese frische Neuinterpretation alter Actionmotive trotz ein paar (weniger) kitschiger Aussetzer nicht zuletzt dank der sympathischen Besetzung (darunter auch Terrence Howard aus "L.A. Crash") good old fun. ara.

Darsteller:  Mark Wahlberg   als Bobby Mercer
  Tyrese Gibson   als Angel Mercer
  André Benjamin   als Jeremiah Mercer
  Garrett Hedlund   als Jack Mercer
  Sofía Vergara   als Sofi
  Terrence Howard   als Lt. Green
  Josh Charles   als Detective Fowler
  Chiwetel Ejiofor   als Victor Sweet
  Fionnula Flanagan   als Evelyn Mercer
  Taraji P. Henson   als Camille Mercer
 
Regie:  John Singleton  
Buch:  David Elliot  
  Paul Lovett  
Kamera:  Peter Menzies jr.  
Produzent:  Lorenzo di Bonaventura  
 

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