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Vier lieben dich

Vervielfachungs-Komödie mit Michael Keaton, der als willkürlich geklonter Workoholic für reichlich Chaos sorgt.


Vier lieben dich

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Erhältlich seit:
27.10.1998

Originaltitel: Multiplicity

Komödie

USA 1996
Laufzeit: 113 Min.
FSK: ab 6

Michael Keaton
Andie MacDowell
Harris Yulin

Regie: Harold Ramis
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Vier lieben dich

Eigentlich könnte der gutbeschäftigte Bauingenieur und frisch verheiratete Doug ein glückliches Leben führen, wenn nicht dieser penetrante Streß wäre. Als ihm eines Tages ein genialer Wissenschaftler den Vorschlag unterbreitet, Arbeits-Klone für ihn zu schaffen, zögert Doug nicht lange. Bald wimmelt es in Dougs Haus von seinen Ebenbildern, und er hat alle Mühe, nicht die Kontrolle über die Situation zu verlieren.

Turbulentes Fantasy-Vergnügen aus der Werkstatt des bewährten Komödienspezialisten Harold Ramis ("Und täglich grüßt das Murmeltier"). Ex-Batman Michael Keaton leistet schauspielerische Schwerstarbeit, ist er doch (abgesehen von Film-Ehefrau Andie MacDowell) hauptsächlich mit sich selbst beschäftigt und somit gezwungen, jede Szene drei bis viermal aus ebensovielen Perspektiven zu spielen. Ein rasanter Spaß, der seine Wirkung auf den Zuschauer sicher nicht verfehlt.

Vier lieben dich

Move over Jim Carrey, here comes Michael Keaton! In "Ich liebe Dich viermal", der ultimativen Komödie zum Thema Streß, macht das bis jetzt weit unter Wert gehandelte schauspielerische Multitalent Michael Keaton gleichzeitig Jim Carrey, Robin Williams, Steve Martin und Bill Murray Konkurrenz, denn er glänzt in vier starken komischen Rollen. Wenn alles gut geht, dürfte dieser sichere Sleeper-Hit der Kassenknüller werden, auf den Columbia Tristar seit langem wartet.

Michael Keatons bis dato vollkommen unterbewertete Hollywood-Karriere ist gekennzeichnet von einer enormen schauspielerischen Bandbreite. Man kennt ihn als Action-Helden aus "Batman" und "Batman Returns" sowie als Drama-Helden in "My Life" und "Süchtig", als Thriller-Bösewicht in "Fremde Schatten" und Komödien-Opfer in "Beetlejuice", als Macher in "Schlagzeilen" und Romantiker in "Sprachlos". Auch Shakespeare ist in Keatons umfangreichem Rollen-Repertoire ("Viel Lärm um nichts") enthalten. Daß bis jetzt weder Publikum noch Branche dem Multitalent dafür den entsprechenden Respekt bezeugt hat, macht Keaton möglicherweise zum verkanntesten Hollywood-Star unserer Tage. Aber damit ist jetzt Schluß: "Ich liebe Dich viermal" von Komödien-Spezialist Harold Ramis ("Und täglich grüßt das Murmeltier") gibt Keaton Gelegenheit, seinem Können freien Lauf zu lassen und dürfte dem 44jährigen endlich die Aufmerksamkeit verschaffen, die seinen schauspielerischen Fähigkeiten angemessen ist.

Keaton spielt den gestreßten Bauingenieur Doug, dem Job und Familie über den Kopf wachsen. Das Angebot eines geheimnisvollen Wissenschaftlers, Doug zu klonen, ist die Rettung: Doug 2 geht arbeiten, Doug 1 golfen. Um außerdem noch den Familienpflichten nachzukommen, entsteht Doug 3, der Dougs frustrierte Frau Laura (wie immer süßer als Zucker: Andie MacDowell) besänftigen soll. Und weil Doug 2 und 3 ihre eigene Hausarbeit auch nicht gerne selbst machen, klonen sie eigenmächtig Doug 4. Daß Dougs "Regel Nummer eins" für seine Klonen, Laura fernzubleiben, natürlich über kurz oder lang zu Verwicklungen führt, ist nur eine der vielen Set-ups, die "Ich liebe Dich viermal" zu einem komödiantischen Marathon für Keaton und das Publikum werden lassen. Während nämlich Doug 2 ganz der Macho ist, schlägt Doug 3 ins andere Extrem. Spätestens, als er Laura haarklein erklärt, wie man am besten Essensreste in Cellophan einschlägt, damit sie schön frisch bleiben und der Kühlschrank nicht nach ihnen riecht, schöpft diese Verdacht, und Doug kommt in Erklärungsnotstand. Und als Softie Doug 3 Rauhbein Doug 2 auf der Baustelle vertritt, ist der überklonte Doug 1 auch noch seinen Job los. Den Vogel schießt jedoch Doug 4 ab, der nicht vom Original, sondern von Doug 2 kopiert wurde und deshalb mental nicht ganz vollständig ist: Keatons Lachsalven-abonnierte Darstellung dieser "unscharfen Kopie" kommt Jerry Lewis näher als Lewis-Epigone Jim Carrey, dessen derzeitiges Klamauk-Monopol damit gebrochen sein dürfte, und erinnert an Steve Martins beste Blödeleien in solch legendären Genre-Vorgängern wie "Reichtum ist keine Schande" und "Der Mann mit den zwei Gehirnen".

Wenn Keatons Qualitäten mit entsprechendem Marketing nun auch in Deutschland ins rechte Licht gerückt werden, darf man allen Kinobetreibern getrost empfehlen, ihre Vorbehalte gegenüber Keaton beizulegen, um im Herbst gemeinsam mit Columbia Tristar einen nahezu sicheren, verdienten Hit zu landen. dd.

Darsteller:  Michael Keaton   als Doug Kinney
  Andie MacDowell   als Laura Kinney
  Harris Yulin   als Dr. Owen Leeds
  Richard Masur   als Del King
  Eugene Levy   als Vic
  Ann Cusack   als Noreen
  John de Lancie  
  Brian Doyle-Murray  
  Julie Bowen  
  Katie Schlossberg   als Jennifer Kinney
  Zack Duhame   als Zack Kinney
 
Regie:  Harold Ramis  
Buch:  Chris Miller  
  Mary Hale  
  Lowell Ganz  
  Babaloo Mandel  
Musik:  George Fenton  
Kamera:  László Kovács  
Produzent:  Trevor Albert  
  Harold Ramis  
 

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