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Vineta

Spannendes und mit viel Willen zur Kunst entstandenes Kinoregiedebüt von Franziska Stünkel mit Peter Lohmeyer als Architekt, der die Stadt der Zukunft entwerfen soll. Nach einem Theaterstück von Moritz Rinke.


Vineta

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Erhältlich seit:
12.03.2010

Drama

Deutschland 2006
Laufzeit: 93 Min.
FSK: ab 12

Peter Lohmeyer
Ulrich Matthes
Susanne Wolff

Regie: Franziska Stünkel
Renaissance Medien

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Verfilmung des Theaterstücks "Republik Vineta" von Moritz Rinke.

Sebastian ist gesundheitlich angeschlagen (Foto: Farbfilm (Barnsteiner)) Großansicht

Sebastian ist gesundheitlich angeschlagen (Foto: Farbfilm (Barnsteiner))

Sebastian Färber (Peter Lohmeyer) geht in seinem Architekten-Beruf völlig auf. Der Job ist alles, was für ihn wirklich zählt. Dabei vernachlässigt er nicht nur seine Tochter Himalaya, sondern auch sich selbst und seine bereits angeschlagene Gesundheit.

Da wird der Spitzenarchitekt plötzlich zu einem groß angelegten Geheimprojekt auf eine einsame Insel berufen. Gemeinsam mit Kollegen und weiteren Experten soll Färber die ideale Stadt von morgen konzipieren.

Regisseurin Franziska Stünkel nimmt sich mit ihrer Adaption des Theaterstücks "Republik Vineta" einem in der Filmlandschaft eher selten behandelten Thema der Arbeitswelt an, nämlich dem Zuviel an Arbeit und dessen negativen Folgen.

Das neue Architektur-Projekt wird sofort in Angriff genommen (Foto: Farbfilm (Barnsteiner)) Großansicht

Das neue Architektur-Projekt wird sofort in Angriff genommen (Foto: Farbfilm (Barnsteiner))

Geforderte Zuschauer

Sie verlangt dabei den Zusehern viel ab und erzählt ihre Geschichte tempoarm und dialoglastig. Auch dank des glaubhaften Spiels der Akteure und dem bewussten Einsatz von Musik schafft sie es das Kammerspielartige der Vorlage aufzubrechen.

Vineta

Kinodebütantin Franziska Stünkel macht mit Hilfe von Peter Lohmeyer aus einem kaum kinotauglichen Thema das intensive, beklemmende Porträt eines Arbeitssüchtigen.

Nach seiner Auswertung auf nationalen (Filmfest München 2006) und internationalen (u.a. Shanghai und Kalkutta 2007) Festivals erhält der bereits 2005 entstandene Kinoerstling von Franziska Stünkel nun doch noch seinen offiziellen Kinostart. Das ist auch gut so, denn "Vineta" spricht ein brennend aktuelles Thema an, das mehr Menschen betrifft als uns lieb sein kann: die Arbeit, besser, ein Zuviel davon, was unser physisches wie psychisches Wohlbefinden immer mehr zu bedrohen beginnt. Auch Sebastian Färber (Peter Lohmeyer) geht in seinem Architekten-Beruf völlig auf. Eben erst hat er für seine visionären Entwürfe wieder einen Preis bekommen. Doch das einzige, was für Färber wirklich zählt, ist der Job. Darüber vernachlässigt er nicht nur seine Tochter Himalaya, er ignoriert auch die Signale, die sein geschundener, herzkranker Körper aussendet. Da wird der Spitzenarchitekt plötzlich zu einem groß angelegten Geheimprojekt auf eine einsame Insel berufen. Gemeinsam mit Kollegen und weiteren Experten soll Färber die ideale Stadt von morgen konzipieren. Und während sich Färber mit Feuereifer auf die neue Herausforderung stürzt, merkt er nicht, dass er und seine Mistreiter lediglich Objekte eines psychologischen Großversuchs sind, die der geheimnisvolle Dr. Leonhard (Ulrich Matthes) leitet.

Mit "Vineta", das auf Moritz Rinkes Bühnenstück "Republik Vineta" aus dem Jahre 2000 basiert, will Stünkel uns für ein Problem sensibilisieren, vor dem man gern die Augen verschließt. Denn wer will schon, dass an einer der Grundfesten unserer Zivilisation, der Arbeit, die uns ernährt, kleidet, die Miete zahlen lässt und für materiellen Wohlstand sorgt, gerüttelt wird. Deshalb verlangt "Vineta" dem Betrachter auch alles ab, er ist sperrig, dialoglastig und tempoarm inszeniert - doch nur so kann das Seelenleben der Protagonisten transparent gemacht werden - allen voran das des von Lohmeyer grandios verkörperten Färber, der mit kahl geschorenem Schädel und dem nervösen Tick, ständig zwei Walnüsse aneinander reiben zu müssen, als Arbeitssüchtiger sehr glaubhaft wirkt. Gelungen auch die Versuche der Regisseurin, das Kammerspielartige der Vorlage aufzubrechen, was sich in Totalen der Insel und den Elementen Wasser, Erde und Luft sowie im dramaturgischen Spiel mit den Farben Rot, Blau und (Schnee-)Weiß niederschlägt. Ebenfalls bemerkenswert der Einsatz der Musik, zu der auch Bela B. (hat ein Cameo als Fährmann) mit dem melancholischen Song "Bist du müde?" beigetragen hat, sowie die traurig-schöne Metapher von einem sterbenskranken Flamingo, der von seinen Artgenossen ignoriert wird. Diese beklemmenden Bilder aus dem Zoo (in dem Färbers Tochter arbeitet) halten den Film wie eine Klammer zusammen. lasso.

Vineta

Der Herzkranke Stararchitekt Färber (Peter Lohmeyer) wird zu
einem Spezialauftrag in eine Villa auf einer entlegenen Insel
berufen. Dort soll er, unter der Leitung des geheimnisvollen Dr.
Leonhard (Ulrich Matthes) und seiner Assitentin Nina (Susanne
Wolff), mit anderen Experten die perfekte Stadt der Zukunft
entwerfen. Doch die Vorstellungen prallen aufeinander, der
zeitliche Rahmen ist eng und seltsame Rituale begleiten die
Sitzungen des Gremiums.
Hingezogen zu Nina und der Vermutung, dass Dr. Leonhard
andere Ziele verfolgt, wird die Situation wird immer mysteriöser,
bis plötzlich einer der Teilnehmer verschwindet. Färber hegt
einen furchtbaren Verdacht ...

Quelle: Renaissance Medien

Darsteller:  Peter Lohmeyer   als Sebastian Färber
  Ulrich Matthes   als Dr. Leonhard
  Susanne Wolff   als Nina Seiler
  Justus von Dohnányi   als Born
  Matthias Brandt   als Montag
  Helmut Krauss   als Behrens
  Herbert Fux   als Feldmann-See
  Kristina Karst   als Himalaya Färber
  Sascha Göpel   als Friedmann
 
Regie:  Franziska Stünkel  
Buch:  Franziska Stünkel  
Musik:  Ingo Ludwig Frenzel  
Kamera:  Carsten Thiele  
Produzent:  Frank Kaminski  
  Ulrich Stiehm  
  Dirk Hamm  
 

Vineta in der Fotoshow

 

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Features

 

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