DVD (2 DVDs) Kaufvideo

Vitus

Gefühlvolle Coming-of-Age-Geschichte um ein Wunderkind.


Vitus (2 DVDs)

Kaufvideo

Erhältlich seit:
09.11.2007

Drama

Schweiz 2006
Laufzeit: 118 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Bruno Ganz
Fabrizio Borsani
Teo Gheorghiu

Regie: Fredi M. Murer
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Gefühlvolle Coming-of-Age-Geschichte um ein Wunderkind, das sein Leben selbst in die Hand nimmt.

Am Klavier ist Vitus sehr virtuos (Foto: Schwarz-Weiss) Großansicht

Am Klavier ist Vitus sehr virtuos (Foto: Schwarz-Weiss)

In der Schule betrachten ihn die anderen als Außenseiter, denn Vitus (Teo Gheorghiu) ist seinen Altersgenossen um Welten voraus. Seine Mutter will das ungewöhnliche Talent des Sohnes nutzen und aus dem Wunderkind einen begnadeten Jungpianisten machen. Doch Vitus täuscht vor, seine Fähigkeiten verloren zu haben.

Während die Eltern verzweifeln, macht Vitus bereits erfolgreich Bankgeschäfte per Internet und verbringt die Zeit lieber mit seinem eigensinnigen Großvater (Bruno Ganz) in der Schreinerei. Dabei träumt er davon, eine normale Kindheit zu führen und fliegen zu können.

Vitus verbringt die Zeit am liebsten beim Opa (Foto: Schwarz-Weiss) Großansicht

Vitus verbringt die Zeit am liebsten beim Opa (Foto: Schwarz-Weiss)

Kassenhit aus der Alpenrepublik

In der Schweiz war die eigenwillige und souverän verwobene Geschichte um ein Wunderkind ein Kassenhit. Zu Recht, denn "Vitus" trifft mit seiner Mischung aus feiner Melancholie, frischem jugendlichen Mut und leiser Wehmut des Alters mitten ins Herz. Großen Anteil daran haben die beiden hervorragenden Hauptdarsteller Teo Gheorghiu und Bruno Ganz.

Vitus (2 DVDs)

Ein Wunderkind lässt sich mithilfe von Bruno Ganz als liebevollem Großvaters nicht von der Erwachsenenwelt vereinnahmen und nimmt sein Leben selbst in die Hand

In der Schweiz war die eigenwillige und souverän verwobene Geschichte vom super-begabten Kind, das schon als Dreikäsehoch gerne im Brockhaus blätterte, ein Kassenhit. 20 Jahre nach "Höhenfeuer" stellt Fredi M. Murer wieder einen ganz besonderen Jungen in den Mittelpunkt und schafft es, aus der üblichen Schablone dieses Themas auszubrechen, erzählt von Vitus, der mit seinem Großvater der Faszination des Fliegens erliegt und erst nach einigen Umwegen seinen Weg findet.

In der Schule betrachten ihn die anderen als Außenseiter, er fühlt sich unterfordert und nervt Mitschüler und Lehrer durch penetrantes "Besserwissen". Seine Mutter will aus dem begnadeten Jung-Pianisten ein Wunderkind machen. Durch diese Rechnung macht der aufmüpfige Knabe einen Strich. Statt bei einer Koryphäe Unterricht zu nehmen, ertrotzt er sich einen Freiraum, in dem sein Großvater ihm ein Stück Normalität zurückgibt. Um sich vor den Anforderungen der Erwachsenen zu retten, gibt Vitus nach einem Unfall vor, seine außergewöhnlichen Fähigkeiten verloren zu haben. Während die Eltern verzweifeln, der Vater seinen Job verliert und die Mutter ihre Aktivitäten nur noch auf den Heranwachsenden konzentriert, ist der schon lange flügge geworden und macht die gewagtesten und erfolgreichsten Bankgeschäfte per Internet.

Das klingt zwar märchenhaft, passt aber in den trotz allem leichtfüßigen Kontext. Die erst sechs-, später zwölfjährige Hauptfigur träumt ihren Traum in dieser Liebeserklärung an die Kindheit und die versöhnliche Kraft der Musik. Ein Glücksfall ist der zwölfjährige Teo Gheorghiu, der an der Purcell-School in London für musikalisch hochbegabte Eleven studiert und mit dem Züricher Kammerorchester das im Film entscheidende Konzert vor 1400 Zuhörer spielt, nicht nur auf der Leinwand, sondern auch in Realität ein Genius. Ihn ergänzt Bruno Ganz, der lustvoll den widerborstigen Lebensphilosophen mimt, der mit Hut in der Schreinerei herumwerkelt und sich diebisch freut, wenn er seinen Enkel vor den Ansprüchen der Gesellschaft schützen kann und ihm sogar seine Finanzen anvertraut. Pate für diese verschrobene Figur, die auch im Alter nur so von Ideen sprüht und eine Wahnsinnsenergie ausstrahlt, waren Robert Walser und der Vater des Regisseurs mit seiner bodenständigen Betrachtung menschlicher Existenz. "Vitus" trifft mit seiner Mischung aus feiner Melancholie, frischen Mut der Jugend und leiser Wehmut des Alters mitten ins Herz. mk.

Darsteller:  Bruno Ganz   als Großvater
  Fabrizio Borsani   als Vitus (6 Jahre)
  Teo Gheorghiu   als Vitus (12 Jahre)
  Urs Jucker   als Vater
  Julika Jenkins   als Mutter
  Eleni Haupt   als Luisa
  Kristina Lykowa   als Isabel (12)
  Tamara Scarpellini   als Isabel (19)
  Daniel Rohr   als Hoffmann jun.
  Norbert Schwientek   als Hoffmann sen.
  Heidy Forster   als Gina Fois
  Daniel Fueter   als Konservatoriumsdirektor
  Livia S. Reinhard   als Kindergärtnerin
  Susanne Kunz   als Primarlehrerin
  Thomas Mathys   als Arzt
  Ursula Reiter   als Neurologin
  Annelore Sarbach   als Rektorin
  Adrian Fuhrer   als Mathematiklehrer
  Frank Demenga   als Dr. Knaak
  Stefan Witschi   als Vermieter
  Stefan Schertenleib   als Jens
  Andreas Krämer   als Flugzeugmechaniker
 
Regie:  Fredi M. Murer  
Buch:  Peter Luisi  
  Fredi M. Murer  
  Lukas B. Suter  
Musik:  Mario Beretta  
Kamera:  Pio Corradi  
Produzent:  Christian Davi  
  Christof Neracher  
  Fredi M. Murer  
 

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Bruno Ganz

Er ist einer der größten Schauspieler deutscher Sprache und seit 1996 Träger des Iffland-Ringes, der höchsten auf dem Theater vergebenen...