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Voces Inocentes - Unschuldige Stimmen

Luis Mandokis ausgezeichnetes Drama spielt vor dem Hintergrund der Zwangsrekrutierung von Kindern für den Bürgerkrieg in El Salvador.


Voces Inocentes - Unschuldige Stimmen

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Erhältlich seit:
06.04.2009

Originaltitel: Voces inocentes

Drama

Mexiko 2004
Laufzeit: 120 Min.
FSK: ab 16

Carlos Padilla
Leonor Varela
Gustavo Muñoz

Regie: Luis Mandoki
Ascot Elite Home Entertainment

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Voces Inocentes - Unschuldige Stimmen

Basierend auf den Kindheitserlebnissen des Drehbuchautors Oscar Torres erzählt der in Mexiko geborene Luis Mandoki vom Schicksal des elfjährigen Chava in El Salvador zu Zeiten des Bürgerkrieges, von Kindern, die in Uniform gesteckt und zum Töten abgerichtet werden, von der allgegenwärtigen Gewalt. Der Eröffnungsfilm der Sektion 14plus spielt zwar in den 80er Jahren, hat aber nichts von seiner Brisanz verloren. Auch heute kämpfen noch 300.000 Kinder in 40 verschiedenen Ländern für die Armee.

Er ist für seine romantischen, aber nie kitschigen Love-Storys wie "Frühstück bei ihr", "Eine fast perfekte Liebe" oder "Message in a Bottle" bekannt. Mit "Inncocent Voices" kehrt der seit 1990 in USA arbeitende Luis Mandoki zu seinen Wurzeln zurück, greift ein die Entwicklung Mittelamerikas prägendes Thema auf. In den 80er Jahren war El Salvador auch in Europa ein politisches Reizwort, der Kampf einer Armee gegen das eigene Volk (mit Unterstützung der USA) dauerte zwölf Jahre und forderte 75000 Tote, 8000 Menschen gelten als vermisst, fast eine Million Einwohner flüchteten ins Exil.

Die Geschichte fokussiert sich auf den elfjährigen Chava, einen aufgeweckten Jungen, der in der vaterlosen kleinen Familie die Rolle des Familienoberhauptes übernimmt, nicht nur fleißig zur Schule geht, sondern auch noch Geld verdient. Nur nicht zwölf Jahre alt werden! Denn dann werden ihn die Soldaten zwangsrekrutieren, und mit der Waffe in der Hand gegen die aufständischen Bauern einsetzen. Ihm bleibt noch ein Jahr der Unschuld, der Freiheit, des Kindseins.

Aus der naiven, aber unbestechlichen Sicht des Heranwachsenden, der mit seinen Freunden herumtollt und beim Anblick des Nachbarmädels Herzklopfen kriegt, blicken wir auf idyllisches Dorfleben, in das eine mordlustige Soldateska mit Schnellfeuergewehren, Granaten und Mörsern einbricht, kein Stein auf dem anderen lässt, weil der Ort strategisch wichtig zwischen den Fronten von Armee und Widerstandskämpfern der FMLN liegt.

Die Marge zwischen unbeschwerten Momenten der Kindheit und Tod ist schmal, wie auch die zwischen Spielplatz und Schlachtfeld. Aber Chava und seine Freunde kosten jedes Stück noch so winziger Normalität aus, und wenn die Häscher nach Kanonenfutter suchen, legen sie sich flach auf die Dächer, wo sie niemand entdeckt.

Luis Mandokis benötigt keine Polemik oder explizite Politik, die Bilder sprechen eine deutliche Sprache, wenn brutale Uniformträger die Zivilbevölkerung massakrieren, Frauen verschleppen und sogar vor dem Priester nicht Halt machen. "Innocent Voices" ist eine unüberhörbare Stimme gegen jeden Krieg, ein Plädoyer für Menschlichkeit und Menschenwürde. Und dazu noch voller Spannung und Intensität inszeniert. mk.

Voces Inocentes - Unschuldige Stimmen

In den 80er Jahren herrscht in El Salvador ein heftiger Bürgerkrieg. 75.000 Menschen sterben, 8000 "verschwinden" und eine knappe Million emigriert. Der elfjährige Chava lebt in dem umkämpften Dorf Cuscatazingo. Als sein Vater eines Tages fortgeht und sich sein Onkel den Guerillatruppen anschliesst, wird der Junge unversehens zum Familienvorstand. Da die Regierung nicht davor zurückschreckt, schon Zwölfjährige zum Militärdienst einzuziehen, steht das Ende seiner Kindheit möglicherweise unmittelbar bevor. Doch schon jetzt ist sein Alltag vom Kampf ums Überleben geprägt und sein Dorf quasi ein Ort zwischen Spielplatz und Schlachtfeld.

Quelle: Ascot Elite

Darsteller:  Carlos Padilla   als Chava
  Leonor Varela   als Kella
  Gustavo Muñoz   als Ancha
  José María Yazpik   als Onkel Beto
  Ofelia Medina   als Mama Toya
  Daniel Giménez Cacho   als Priester
  Jesús Ochoa   als Busfahrer
 
Regie:  Luis Mandoki  
Buch:  Oscar Orlando Torres  
Musik:  André Abujamra  
Kamera:  Juan Ruiz Anchía  
Produzent:  Lawrence Bender  
  Luis Mandoki  
  Alejandro Soberon  
 

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