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Voll verarscht - Dabei sein ist alles

Bad Taste hat einen neuen Namen: In bester "Dodgeball"-Manier spielt Johnny Knoxville, der sich bei den Special Olympics einschleicht, um endlich einen Triumph einzufahren.


Voll verarscht - Dabei sein ist alles

Leihvideo

Erhältlich seit:
18.12.2006

Originaltitel: The Ringer

Komödie

USA 2005
Laufzeit: 90 Min.
FSK: ab 6

Johnny Knoxville
Brian Cox
Katherine Heigl

Regie: Barry W. Blaustein
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

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Bad Taste hat einen neuen Namen: Johnny Knoxville schleicht sich bei den Special Olympics ein, um endlich einen Triumph einzufahren.

Steve entdeckt beim Sport die Liebe (Foto: Fox) Großansicht

Steve entdeckt beim Sport die Liebe (Foto: Fox)

Dass sich bei Steve (Johnny Knoxville) Schulden angesammelt haben, kann niemanden überraschen, der sieht, wie inkompetent sich das vermeintliche Sportass bei der Ausübung seines Berufs anstellt. Man könnte meinen, er sei behindert.

Findet zumindest Steves bester Kumpel, der den rettenden Einfall hat: Steve soll sich als Sportler mit einem IQ von 38 ausgeben und bei den Special Olympics den großen Reibach machen. Wie nicht anders zu erwarten, fällt Steve diese Rolle nicht schwer. Doch dann melden sich die Liebe und das schlechte Gewissen.

Unter Behinderten rechnet sich Steve gute Chancen aus (Foto: Fox) Großansicht

Unter Behinderten rechnet sich Steve gute Chancen aus (Foto: Fox)

Gegen jeden Geschmack

Wenn man aus Völkerball eine Erfolgskomödie stricken konnte, warum nicht auch aus den Special Olympics? Das Subgenre der Bad-Taste-Komödie heißt den kleinen Bruder von "Voll auf die Nüsse" willkommen in seinem Kreis: Kein Gag ist geschmacklos oder niveaulos genug, um in diesem gnadenlosen Spaß mit Johnny Knoxville nicht gebracht zu werden.

Tatsächlich ist der Film sieben Jahre nach "Verrückt nach Mary" mit so viel Leidenschaft damit beschäftigt, jede Form von Anstand zu beleidigen und Tabus zu brechen, dass die kumulative Wirkung verblüffend charmant ist.

Voll verarscht - Dabei sein ist alles

Von den Farrelly Brüdern produzierte Komödie, in der sich "Jackass" Johnny Knoxville als Teilnehmer bei der Behindertenolympiade einschleicht, um seine Schulden zu begleichen.

Generell gibt es keine Gagzielscheibe, die von den Farrellys in der Vergangenheit noch nicht anvisiert wurde und krude Behindertenwitze bildeten keine Ausnahme. Dabei verstanden sie es allerdings stets leichtherzig mit ihren "Opfern" zu lachen, anstatt sich über sie lustig zu machen. Damit dürfte sich erklären, weshalb der Ausschuss der Special Olympics seinen offiziellen Segen gegeben hat. Die Story wurde von Ricky Blitt (TV-Serie "Family Guy") geskriptet, wobei abgesehen vom außergewöhnlichen Aufhänger strikt nach dem bewährten Schema "Losertyp wird durch herzerwärmende Lebenslektion geläutert" verfahren wird.

Als gutmütig-naive Niete vom Dienst fungiert Knoxville in der Rolle des Büroarbeiters Steve Barker. Als sein Gärtner sich die Finger abschneidet, muss Steve das Geld für die Operation zusammenkratzen. Sein Onkel Gary (Brian Cox) hat die rettende Idee: Steve soll so tun als wäre er geistig zurückgeblieben und bei der Behindertenolympiade mitmachen. Er würde dann auf ihn wetten und könnte so auch seine eigenen Schulden abzahlen. Gesagt, getan und unter dem Pseudonym Jeffey Dahmor qualifiziert er sich. Dies gibt Knoxville Gelegenheit, sich ausgiebig affig-albern aufzuführen, doch es dauert nicht lange bis Steves Konkurrenten (vorrangig von Behinderten mit teils herrlich trockenem Humor porträtiert) Lunte riechen. Sie wollen jedoch, dass er den arroganten Hürdenlauf-Champion Jimmy (Leonard Flowers) entthront und er lernt im Verlauf, seine neuen Freunde aufrichtig zu schätzen. Nebenbei verliebt sich Steve zudem in die süße Betreuerin Lynn (Katherine Heigl), deren ekelhaften Verlobten es auszustechen gilt. Dies führt zu seiner öffentlichen Enttarnung und bitteren Schmach, doch das Feelgood-Happy-End ist nicht weit.

Regisseur Barry W. Blaustein (Drehbuch für "Der verrückte Professor) lässt seinem Protagonisten freie Bahn, wild zu chargieren und am witzigsten sind seine Slapstickmomente in familienfreundlich entschärfter "Jackass"-Tradition, wenn er von Leitern fällt oder im Duschraum ausrutscht. Trotz der überschwenglichen Ulkerei werden Behinderte betont respektvoll behandelt und ein sympathischer Ton angeschlagen. "Jackass"-Fans in Erwartung eines krassen Anarchospaßes werden daher enttäuscht sein, denn hier wird vorrangig das Familienpublikum unterhalten. ara.

Darsteller:  Johnny Knoxville   als Steve Barker
  Brian Cox   als Gary Barker
  Katherine Heigl   als Lynn Sheridan
  Jed Rees   als Glen
  Bill Chott   als Thomas
  Edward Barbanell   als Billy
  Leonard Earl Howze   als Mark
  Geoffrey Arend   als Winston
  Luis Avalos   als Stavi
  John Taylor   als Rudy
  Leonard Flowers   als Jimmy Washington
  Zen Gesner   als David Patrick
 
Regie:  Barry W. Blaustein  
Buch:  Richard Blitt  
Musik:  Mark Mothersbaugh  
Kamera:  Mark Irwin  
Produzent:  Peter Farrelly  
  Bradley Thomas  
  John L. Jacobs  
  Bobby Farrelly  
 

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