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Volver - Zurückkehren

Neue Komödie von Pedro Almodovar, seine erste seit "Kika", über eine Mutter, die nach dem Tod nach Hause zurückkehrt, um alle losen Enden zu verknüpfen.


Volver - Zurückkehren

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Erhältlich seit:
17.09.2010

Originaltitel: Volver

Komödie/ Drama

Spanien 2006
Laufzeit: 121 Min.
FSK: ab 12

Penélope Cruz
Carmen Maura
Lola Dueñas

Regie: Pedro Almodóvar
Universum Film

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In Pedro Almodóvars Geniestreich versprühen drei Generationen von hinreißenden Frauen grenzenlose Lebenskraft - auch der sehr lebendige Geist der verstorbenen Mutter ...

Diese drei Ladies haben eine Erscheinung (Foto: Tobis) Großansicht

Diese drei Ladies haben eine Erscheinung (Foto: Tobis)

Keiner kann die Frauen besser feiern und in Szene setzen. Diesmal treibt es Spaniens Wunderregisseur Pedro Almodóvar besonders bunt: Da kann es schon mal passieren, dass eine Frau wie die willensstarke Raimunda den von der pubertierenden Tochter versehentlich erstochenen Gatten erst einmal in der Kühltruhe des Restaurants entsorgt, während vorne im Gastraum die Gläser klingen.

Damit nicht genug stirbt die Tante, verhält sich Schwesterherz Sole in ihrem schwarz betriebenen Frisiersalon seltsam und Tote scheinen wieder aufzuerstehen, jedenfalls taucht der Geist der Mutter putzmunter aus Fleisch und Blut im Kofferraum auf. Zu allem Übel muss noch nächtens die männliche Leiche irgendwo entsorgt werden. Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs!

Penélope Cruz durchlebt alles, bevor sie ihrer Mama in die Arme fällt (Foto: Tobis) Großansicht

Penélope Cruz durchlebt alles, bevor sie ihrer Mama in die Arme fällt (Foto: Tobis)

Zurück zur Komödie

Volver heißt zurückkehren, für Almodóvar heißt das auch die Rückkehr zur dramatischen Komödie, in die Stadt seiner Geburt und zur Zusammenarbeit mit Carmen Maura, die urkomisch die Mutter einer umwerfend schönen Penélope Cruz spielt.

Da musste es in Cannes für das gesamte weibliche Ensemble einfach die "Goldene Palme" geben.

Volver - Zurückkehren

Pedro Almodóvar kehrt ins weibliche Universum und zum surrealistischen Naturalismus zurück. Drei Frauen aus drei Generationen beweisen Stärke und Überlebenskraft. Ein Highlight im Wettbewerb von Cannes.

Spaniens Star-Regisseur nennt "Volver" eine Mischung aus "Solange ein Herz schlägt" von Michael Curtiz und Frank Capras "Arsen und Spitzenhäubchen" in Kombination mit dem surrealistischen Naturalismus seines vierten Films "Womit hab'ich das verdient?". Lebende und Tote, die vielleicht gar nicht tot sind, geraten in die aberwitzigsten Situationen, Tragik verbindet sich mit komödiantischen Elementen, manchmal funkelt es nur so vor schwarzem Humor, bevor es mit großer Lust wieder in die Niederungen einfacher Komik geht. Die Familie besteht aus Frauen - Raimunda, verheiratet mit einem Arbeitslosen, der es sich mit der Bierflasche vor dem Fernseher bequem macht und nachts Simpel-Sex will, ihre pubertierende Tochter, die den Vater (der nicht ihr leiblicher ist) bei der Abwehr einer Vergewaltigung versehentlich ersticht, Raimundas Schwester, die in ihrer kleinen Wohnung einen Friseursalon betreibt, die Mutter der beiden, die eigentlich bei einem Brand mit ihrem Mann ums Leben gekommen sein soll und plötzlich putzmunter im Kofferraum auftaucht und eine Nachbarin aus dem Heimatdorf, die ihre seit Jahren verschwundene Hippie-Mutter sucht. Jede der weiblichen Figuren trägt schlimme Erfahrungen und Enttäuschungen im Gepäck, ohne sich den Mut zum Kämpfen nehmen zu lassen. Da gibt es fast burleske Szenen, wenn Raimunda mit einer Freundin die Leiche am Ufer des Flusses im alten Eisschrank entsorgt, wo sie ihren Mann einst kennenlernte, die Mutter sich unters Bett versteckt, sobald sie ihre Stimme hört oder im "Salon" der anderen Tochter als "russische Friseuse" spanischen Hausfrauen die Locken wickelt. Im Mittelpunkt stellt Almodóvar den Umgang mit dem Tod und lässt sich dabei von seiner Heimat inspirieren, der Region La Mancha und deren Tradition. "Volver" heißt zurückkehren und bedeutet für ihn auch die Rückkehr zur dramatischen Komödie und in die Stadt seiner Geburt und zur Zusammenarbeit mit Carmen Maura, die hier die Mutter verkörpert. Bei aller Fröhlichkeit lässt er eine schmerzlose Trauer spüren, freut sich am fast kindlichen Hang zum Übernatürlichen und am geschickte Lavieren durch Himmel, Hölle und Fegefeuer auf Erden. Dabei bleibt Raum für das Groteske, das Überraschende und auch für Ironie (da fährt die Kamera tief in den Ausschnitt von Penélope Cruz, macht die Mutter eine flapsige Bemerkung über echte und falsche Brüste). Almodóvar geht an Grenzen und überschreitet sie, verwandelt das Schreckliche in Komisches, erlaubt Schönheit und Hoffnung auch in bitteren Momenten, eine Welle der Emotiononen trägt die Ratio davon. Ein Film, so prall wie das Leben. mk.

Volver - Zurückkehren

Tiefe Gefühle, inszeniert mit traumhafter Leichtigkeit und Volltreffer-Besetzung. Ganz großes Kino von Pedro Almodóvar mit einer herausragenden Penélope Cruz! Raimunda (Penélope Cruz) dreht gleich durch: Während vorne in ihrem Restaurant ein äußerst lebhaftes Filmteam eine ziemlich lautstarke Party feiert, lagert hinten in der Kühltruhe des Vorratsraumes ein äußerst lebloser und ziemlich schweigsamer Männerkörper: Der muss dringend da weg! Aber wie? Große Not mobilisiert Frauensolidarität und allerhand kriminelle Energie: Und so formiert sich spontan ein weibliches Leichenräumkommando, bestehend aus Raimunda, ihrer 15-jährigen Tochter Paula (Yohana Cobo), einer hilfsbereiten Hure von nebenan und einiger weiterer freundlicher Nachbarinnen. Der Kadaver ist bald fort, aber die Probleme - Santa Maria! - fangen jetzt erst an ...

Quelle: Universum Film

Audiokommentar (Pedro Almodóvar, Penélope Cruz)
Portrait Pedro Almodóvar
Interviews mit Cast & Crew
Internationale Filmfestspiele Cannes 2006
Making Of "Volver"
Cast & Crew
Bildergalerie

Quelle: Universum Film

Darsteller:  Penélope Cruz   als Raimunda
  Carmen Maura   als Irène
  Lola Dueñas   als Sole
  Blanca Portillo   als Agustina
  Yohana Cobo   als Paula
  Chus Lampreave   als Tante Paula
  Leonardo Rivera   als Auxiliar
  Antonio de la Torre   als Paco
  Yolanda Ramos   als Moderatorin
 
Regie:  Pedro Almodóvar  
Buch:  Pedro Almodóvar  
Musik:  Alberto Iglesias  
Kamera:  José Luis Alcaine  
Produzent:  Esther Garcia  

"Ich sehe im Tod nur eine andere Stufe unseres Daseins"

"Volver" war die größte Herausforderung in der Karriere von Penélope Cruz. Die 32-Jährige musste davor aber keine Angst haben - sie fürchtet ja nicht mal den Tod.

Als Raimunda im Sophia Loren-Look: Penélope Cruz in "Volver" (Foto: Tobis) Großansicht

Als Raimunda im Sophia Loren-Look: Penélope Cruz in "Volver" (Foto: Tobis)

» Wir dachten schon, wir hätten Sie an Hollywood verloren, aber mit "Volver" kehren Sie endlich ins europäische Kino zurück.

PENÉLOPE CRUZ: Ich bin nicht endgültig zurückgekehrt. Ich pendle zwischen Europa und den USA hin und her, und daran will ich nichts ändern. Filme wie "Sahara" oder "Bandidas" waren Erfahrungen, die ich nicht missen möchte. Wenn ich ein interessantes Angebot bekomme, ist es mir egal, in welchem Land und welcher Sprache das ist.

» Würden Sie denn für eine Rolle wie in "Volver" nicht alles stehen und liegen lassen?

Aber sicher. Da will ich Ihnen gar nichts vormachen. Es gibt keinen Regisseur, dem ich so vertraue wie Pedro Almodóvar. Und so eine komplexe Figur wie Raimunda in "Volver" konnte ich noch nie spielen. Diese Art von Kino ist meine wahre Liebe.

Raimunda trifft den Geist ihrer Mutter (Foto: Tobis) Großansicht

Raimunda trifft den Geist ihrer Mutter (Foto: Tobis)

» Manche Leute hätten Ihnen diesen Part nicht zugetraut. Waren Sie sicher, dass Sie ihn meistern würden?

Ich glaubte daran, trotzdem war ich jeden Tag sehr aufgeregt. Ich fürchtete, ich könnte Pedro enttäuschen. So versuchte ich mich von ihm formen zu lassen wie ein Stück Ton. Er war auch schonungslos. Wenn er etwas nicht mochte, sagte er es direkt.

» Eines der Leitmotive von "Volver" ist der Tod. Haben Sie sich schon mit diesem Thema auseinander gesetzt?

Und ob. Im letzten Jahr wäre ich beinahe mit dem Flugzeug abgestürzt. Aber in diesem Moment dachte ich weniger an mich selbst, sondern an meine Angehörigen und Freunde. Ich fragte mich, wie sie damit umgehen würden und ob ich ihnen gegenüber immer ehrlich war. Für mich selbst dagegen hatte ich keine Angst. Ich sehe im Tod nur eine andere Stufe unseres Daseins.

 

Volver - Zurückkehren in der Fotoshow

 

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Features

 

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