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Kaufvideo
Erhältlich seit:
13.11.2009
Originaltitel: The Theory of Flight
Großbritannien 1998
Laufzeit: 97 Min.
FSK: ab 12
Helena Bonham Carter
Kenneth Branagh
Gemma Jones
Regie: Paul Greengrass
Universum Film

In "Mary Shelley's Frankenstein" zerriß es Kenneth Branaghs Arzt das Herz, als seiner von Helena Bonham Carter gespielten Geliebten selbiges von De Niros Monster brutal entfernt wurde. Auch in "The Theory of Flight", der zweiten Zusammenarbeit der seitdem liierten Darsteller, stehen die Chancen für eine gemeinsame Zukunft nicht viel besser. Denn diese zärtliche, humorvolle, aber unauffällige Liebesgeschichte wider Willen, deren kommerzielles Schicksal von der Zugkraft ihrer beiden Stars bestimmt werden wird, führt einen todunglücklichen und einen todkranken Menschen nicht gerade unter den besten Vorzeichen zusammen.
Britisch exzentrisch beginnt diese BBC-Ko-Produktion, die wohl ohne ihre Kinostars auch als einer respektablen TV-Filme des Senders Akzeptanz finden könnte. Kenneth Branagh, der nach "The Theory of Flight" (Start: 1. April) mit Woody Allens "Celebrity" (Start: 8. April) zwei Filme innerhalb einer Woche als Hauptdarsteller in die deutschen Kinos führen muß, spielt den scheuen Künstler Richard, der aus privater und beruflicher Enttäuschung seine gesammelten Werke zu einem Flugdrachen verarbeitet, um sich, vom Dach einer Bank stürzend, in die Hände des Schicksals zu begeben. Statt im Fegefeuer landet er vor Gericht und wird zu 120 Stunden Sozialarbeit verdonnert, die er als Betreuer der todkranken, an den Rollstuhl gefesselten Jane (Bonham Carter) zunächst wie die Hölle empfindet. Bis er hinter Janes brüsk-vorlauten Art einen Menschen entdeckt, der den kurzen Rest seines Lebens ungeachtet aller Risiken auskosten will. Wozu auch der Verlust der Unschuld gehört - eine Aufgabe, der sich Richard nicht, wohl aber ein teurer Gigolo gewachsen sieht. Janes sexuelle Neugier ist das unkonventionellste, im Kino sonst oft tabuisierte Element in dieser Dramödie des ehemaligen Journalisten und Dokumentarfilmers Paul Greengrass, die unschwer als parabelhaftes Plädoyer gegen die Ausgrenzung Behinderter zu erkennen ist. Die leicht deformierte Körperhaltung und Sprachbehinderung ihrer, sich nie ins Selbstmitleid flüchtenden Figur realisiert Bonham Carter ohne überdramatische Ausrufezeichen, sorgt darüber hinaus auch maßgeblich für den Verbal-Humor, der den per se tragischen Ton des Films brechen soll. Wie schon in "Celebrity" gibt Branagh auch hier den sympathischen Stotterer, dessen biografischer Background (wie auch jener Bonham Carters) im Dunkeln bleibt. Denn Vergangenheit und Zukunft spielen in diesem charmanten, zärtlichen, aber unauffälligen Film über den Wert des Jetzt keine Rolle. kob.
Richard (Kenneth Branagh) sieht keinen anderen Ausweg aus seiner Lage. Sein Leben ist einfach zu schlimm, als das er weitermachen könnte. Doch sein Versuch, durch einen Sprung mit selbst gebastelten Flügeln möglichst dramatisch aus dem Leben zu scheiden scheitert und ein Gericht verurteilt ihn wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses zu 120 Sozialstunden. Sein erster "Fall" ist die schwer behinderte und im Rollstuhl sitzende Jane (Helena Bonham Carter), die ihm jedoch mit Sarkasmus und Argwohn gegenüber tritt. Beide haben es gelernt, ihre Gefühl hinter einer Maske zu verstecken. Zwischen den beiden so ungleichen Menschen entwickelt sich eine Freundschaft und Jane bittet Richard ihr bei der Erfüllung ihres größten Traums zu helfen - einen Mann zu finden, an den sie vor ihrem Tod noch ihre Unschuld verlieren kann.
Quelle: Universum Film
Laufzeit Bonusmaterial: 16 Minuten
Original dt. Kinotrailer
Interviews (Kenneth Branagh, Helena Bonham-Carter, Paul Greengrass)
Quelle: Universum Film
| Darsteller: | Helena Bonham Carter | als Jane Hatchard | |
|---|---|---|---|
| Kenneth Branagh | als Richard | ||
| Gemma Jones | als Anne | ||
| Holly Aird | als Julie | ||
| Ray Stevenson | als Gigolo | ||
| Sue Jones-Davies | als Catharine | ||
| Aneirin Hughes | als Arzt | ||
| Jill James | als Mrs. Allen | ||
| Ruth Jones | als Becky | ||
| Dilys Price | als Mrs. Williams | ||
| Natasha Williams | als Pflegerin | ||
| Regie: | Paul Greengrass | ||
| Buch: | Richard Hawkins | ||
| Musik: | Rolfe Kent | ||
| Kamera: | Ivan Strasburg | ||
| Produzent: | Anant Singh | ||
| Helena Spring | |||
| Ruth Caleb | |||
| David M. Thompson | |||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 1:1,78/16:9
Extras: Trailer, Interviews
Laufzeit Bonusmaterial: 16 Minuten
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Interviews (Kenneth Branagh, Helena Bonham-Carter, Paul Greengrass)
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