
Romantische Komödie mit Stadtneurotikerin Diane Keaton als dominanter Mutter, die ihrer Filmtochter Mandy Moore endlich den richtigen Macker aufs Auge drücken will.
Nach einem Drehbuch des "Seite an Seite"-Autorenteams Karen Leigh Hopkins und Jessie Nelson inszeniert "Heathers"-Regisseur Michael Lehmann Woody Allens einstige Muse in gewohnter Manier zumeist überschwänglich quirlig. Die ansatzweise tragikomische Story zeigt Keatons alleinstehende Matriarchin Daphne Wilder in drolliger, auch konfliktgeladener Kommunikation mit ihren drei erwachsenen Töchtern. Unweigerlich fühlt man sich daher an Frauenkomödien wie "Der Club der Teufelinnen" und "Aufgelegt!" erinnert. Auch hier werden beherzt eine Vielzahl von Klischees des Genres zum Einsatz gebracht, die von sitcomhafter Situationskomik, Rendezvous- und Shopping-Montagen, Oldies-Gesangseinlagen, dem beliebten Slapstick-Standard des Tortenwerfens und wiederholten Reaktions-Einblenden des niedlichen Wauwaus reichen.
Zwei der frank und frei ihre Sexualität diskutierenden Schwestern (Piper Perabo und Lauren Graham) sind bereits unter der Haube, Nesthäkchen Milly (Moore) jedoch sucht sich grundsätzlich die falschen Männer aus. Daher beschließt Daphne ungefragt und heimlich den Internet-Datingpool anzuzapfen und findet nach den obligatorischen Nieten in dem Architekten Jason (Tom Scott Everett) den absoluten Traum-Schwiegersohn. Der sympathische Musiker Johnny, (Gabriel Macht) den Mama bei ihren "Interviews" zufällig kennenlernt, macht sich schließlich auch an Milly heran. Die nichts ahnende Milly kann ihr Glück, gleich zwei tolle Männer an der Angel zu haben, kaum fassen und beginnt parallel mit beiden eine Beziehung. Auf Dauer kann das natürlich nicht gutgehen und eine Entscheidung muss getroffen werden.
Keatons stets in jugendlich-flotte Kostüme gehüllte Figur, die zunächst als attraktiv-aktive, in romantischer Hinsicht jedoch einsame Frau gesetzten Alters eingeführt wird ("Was das Herz begehrt" lässt grüßen), bekommt in Gestalt von Stephen Collins (der ironischerweise in "Teufelinnen" ihren untreuen Gatten spielte) ebenfalls einen schneidigen Love Interest verpasst. Ihre Emotionsskala pendelt von putzig-überdreht über besinnlich bis hin zur Grenze der Hysterie und ist damit (zumindest für das männliche Publikum mit "Schwiegermonster"-Phobien) teils hart an der Grenze des Verdaulichen. Ohnehin handelt es sich weniger um ein romantisches Datemovie, denn um ein Chick Flick voller Esprit für Damen aller Altersgruppen. ara.