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Vorstadtkrokodile

Jugendbuchverfilmung über eine Bande von Jugendlichen und deren Abenteuer.


Vorstadtkrokodile

Leihvideo

Erhältlich seit:
08.10.2009

Abenteuer/ Jugend

Deutschland 2009
Laufzeit: 93 Min.
FSK: ab 6

Nick Romeo Reimann
Fabian Halbig
Manuel Steitz

Regie: Christian Ditter
Highlight Communications (Deutschland)

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Gefährliche Mutproben, kriminelle Proleten und jede Menge explosive Action sind angesagt in der spannungsgeladenen Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers nach Max von der Grün.

Die Vorstadtkrokodile führen immer was im Schilde (Foto: Constantin) Großansicht

Die Vorstadtkrokodile führen immer was im Schilde (Foto: Constantin)

Nachdem sich die Jugendgangs gerade geschlossen aus den Kinos verabschiedet haben - die "Wilden Kerle" nach dem fünften Teil schon im letzten Jahr und die "Wilden Hühner" gerade eben mit dem dritten Teil - ist es Zeit für eine Bande, die die Leinwand bisher so noch nicht gesehen hat - die "Vorstadtkrokodile".

Und die haben, man glaubt es kaum, schon über 30 Jahre auf dem Buckel. Basiert der aktuelle Film doch auf dem gleichnamigen Jugendbuchbestseller von Max von der Grün, der 1977 erstmals veröffentlicht und seitdem stolze 800.000 Mal verkauft wurde. Und wie es sich für ein ordentliches Gang Movie gehört, beginnt Christian Ditters Action-Abenteuer gleich mit einer lebensgefährlichen Mutprobe: Um Mitglied bei den Vorstadtkrokodilen zu werden, soll der zehnjährige Hannes (Nick Romeo Reimann, der Nerv aus "DWK 3 bis 5") nämlich die rostige Leiter eines schwindelerregend hohen Fabrikgebäudes erklimmen.

Eine echte Bande kommt auch mal mit der Polizei in Konflikt (Foto: Constantin) Großansicht

Eine echte Bande kommt auch mal mit der Polizei in Konflikt (Foto: Constantin)

Letzte Rettung

Doch das Unterfangen misslingt gründlich. Nur der Geistesgegenwart von Kai (Fabian Halbig, Schlagzeuger der Killerpilze) ist es zu verdanken, dass Hannes von der Feuerwehr gerade noch gerettet wird. Am Ende des Tages ist Hannes trotzdem Mitglied der "coolsten Bande der Welt", nur Kai immer noch nicht, denn der sitzt im Rollstuhl, und ein "Spasti" - wie er verächtlich genannt wird - hat bei den "Krokodilen" nichts verloren. Diese Einstellung ändert sich allerdings, als die Gang einen gemeinen Einbruch aufklären will und dabei dringend auf Kais Know-How angewiesen ist ...

Dieser Film ist wahrlich nichts für Weicheier, denn "Vorstadtkrokodile" hat alles, was ein spannungsgeladenes Jugendabenteuer braucht: abgefackelte Baumhäuser und rasante Stuntshow mit dem Turbo-Rolli, eine finale Mega-Sprengung und Riesenärger mit drei wirklich fiesen Proleten.

Im Baumhaus wird die Lage besprochen (Foto: Constantin) Großansicht

Im Baumhaus wird die Lage besprochen (Foto: Constantin)

Alles drin

Dazu erfährt man ganz unaufgeregt wie Rollstuhlfahrer eigentlich pinkeln, dass "Keinohrhase" Nora Tschirner auch als alleinerziehende Mutter eine gute Figur macht und Smudo von den Fantastischen Vier ihr als Vater von Kai in nichts nachsteht.

Am Schluss gibt's als Kürprogramm eine richtig tolle "Rififi"-Nummer voll technischer Finessen, bei der das Halbstarken-Trio endlich seiner gerechten Strafe zugeführt wird.

Vorstadtkrokodile

Christian Ditters originelle, actiongeladene Adaption des Jugendbuchklassikers macht gute Laune, ist hochspannend und auch ein bisschen lehrreich.

Es wird Zeit für neue jugendliche Helden. Denn nach dem Abdanken der "Wilden Kerle" im letzten Jahr und dem Abschluss der "Wilden Hühner"-Trilogie in diesem Jahr muss unbedingt etwas gegen die "Banden-Armut" im Kino unternommen werden. Ein Glück, dass Christian Ditter, der vor kurzem mit dem Feelgood Movie "Französisch für Anfänger" ein recht ordentliches Regiedebüt hinlegte, nun "Vorstadtkrokodile" im wahrsten Sinne ausgegraben hat. Denn Max von der Grüns Jugendbuchbeststeller stammt bereits aus dem Jahre 1977. Das Alter der Vorlage, die immerhin 800.000 Mal verkauft wurde, ist dem Film allerdings in keiner Phase anzumerken. Und der beginnt nach einem schönen "Mauer"-Vorspann gleich fulminant, mit einer lebensgefährlichen Mutprobe: Um Mitglied bei den Vorstadtkrokodilen zu werden, soll der zehnjährige Hannes (Nick Romeo Reimann, der Nerv aus "DWK 3 bis 5") nämlich die rostige Leiter eines schwindelerregend hohen Fabrikgebäudes erklimmen. Doch das Unterfangen misslingt gründlich. Nur der Geistesgegenwart von Kai (Fabian Halbig, Schlagzeuger der "Killerpilze") ist es zu verdanken, dass Hannes von der Feuerwehr gerade noch gerettet wird. Am Ende des Tages ist Hannes trotzdem Mitglied der "coolsten Bande der Welt", nur Kai immer noch nicht, denn der sitzt im Rollstuhl, und ein "Spasti" - wie er verächtlich genannt wird - hat bei den "Krokodilen" nichts verloren. Diese Einstellung ändert sich allerdings, als die Gang einen gemeinen Einbruch aufklären will und dabei dringend auf Kais Know-how angewiesen ist.

"Vorstadtkrokodile" besitzt alles, was ein ordentliches Gang Movie braucht: Eine Bande, deren Mitglieder unterschiedlicher nicht sein könnten, - vom etwas unterbelichteten Türken über ein furchtloses Mädchen bis hin zum gutmütigen Übergewichtigen - die aber trotzdem füreinander die Hand ins Feuer legen. Drei richtig fiese Proleten, darunter Axel Stein als debiler Schläger und Jacob Matschenz aus "Die Welle" als furchteinflößender Oberbösewicht, die den Kleinen richtig Feuer unterm Hintern machen. Und eine ganze Reihe von actiongeladenen Sequenzen - eine originelle Rififi-Nummer zum Schluss inklusive -, die zwar jugendfrei sind, aber mit Abenteuern für Erwachsene locker mithalten können. Apropos Erwachsene. Neben den durch die Bank überzeugend agierenden Nachwuchsdarstellern setzen "Keinohrhase" Nora Tschirner als leicht überforderte alleinerziehende Mutter und Fanta-4-Mitglied Smudo als Kais melancholischer Papa schauspielerische Duftmarken. Und schließlich gelingt es Ditter vortrefflich, das sensible Thema Querschnittlähmung ganz unverkrampft in seinen Film einzubauen (unter anderem erfährt man wie Rollstuhlfahrer eigentlich pinkeln). Damit das Komische das Tragische dominiert, darf Kai eine witzige Stuntshow in seinem Super-Rolli hinlegen. Fazit: Die Renaissance des deutschen Banden-Films geht weiter - demnächst dann auch wieder mit den einstigen "wilden Kerlen" Jimi Blue und Wilson Gonzalez Ochsenknecht in Rainer Matsutanis "Gangs". lasso.

Darsteller:  Nick Romeo Reimann   als Hannes
  Fabian Halbig   als Kai
  Manuel Steitz   als Olli
  Leonie Tepe   als Maria
  Axel Stein   als Kevin
  Javidan Imani   als Jorgo
  Robin Walter   als Peter
  Nicolas Schinseck   als Elvis
  David Hürten   als Frank
  Jacob Matschenz   als Dennis
  Oktay Özdemir   als Achmed
  Nora Tschirner   als Hannes' Mutter
  Smudo   als Kais Vater
  Maria Schrader   als Kais Mutter
  Martin Semmelrogge   als Minigolfplatzbesitzer
  Ralf Richter   als Polizist
 
Regie:  Christian Ditter  
Buch:  Christian Ditter  
  Martin Ritzenhoff  
Musik:  Heiko Maile  
Kamera:  Christian Rein  
Produzent:  Christian Becker  
 

Vorstadtkrokodile in der Fotoshow

 

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