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Wachgeküsst

Sensible Frauengeschichte um eine geschiedene Großstadtneurotikerin, die ihr angekratztes Selbstbewußtsein kittet und sich ihren langgehegten Lebenstraum verwirklicht.


Wachgeküsst

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Erhältlich seit:
10.01.2005

Originaltitel: Living Out Loud

Komödie

USA 1998
Laufzeit: 96 Min.
FSK: ab 12

Holly Hunter
Danny DeVito
Queen Latifah

Regie: Richard LaGravenese
Capelight Pictures

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Wachgeküsst

Judith Nelson, eine etwa 40jährige New Yorkerin und ehemalige Medizinstudentin, muß sich mit der Tatsache abfinden, daß ihr Mann, ein wohlhabender Arzt, sie wegen einer Jüngeren verlassen hat. Niedergeschlagen droht sie zu vereinsamen. Da weckt der zufällige Kuß eines Unbekannten in einer Musik-Bar wieder ihre Lebensfreude. Sie freundet sich mit Pat, dem Liftboy ihres noblen Wohnhauses, an, und auch zu der impulsiven Blues-Sängerin Liz kann Judith bald engeren Kontakt knüpfen. Und dann gesteht Pat ihr sogar noch seine Liebe...

Richard LaGravenese, der sich mit den Drehbüchern zu "Die Brücken am Fluß" und "Der Pferdeflüsterer" einen Namen gemacht hat, gibt mit diesem humorvoll-sensiblen Großstadt-Drama sein Debüt als Regisseur. Mit viel Sinn für glaubhafte Figuren entwickelt er die eher dem europäischen Kino verhaftete, optimistische Geschichte eines Neuanfangs. Oscar-Preisträgerin Holly Hunter ("Das Piano") und "Schnappt Shorty"-Star Danny De Vito beweisen mit ihrer präzisen Interpretation ganz gewöhnlicher Menschen, daß sie zu den besten Charakter-Darstellern Hollywoods gehören. Cineasten greifen zu!

Wachgeküsst

Richard La Gravanese verfügt dank seiner Drehbücher zu Filmen wie "The Fisher King" und "The Bridges of Madison County" über einen exzellenten Ruf als Drehbuchautor präzis-einfühlsamer Emotionsstoffe. Für sein Regiedebüt wählte er eine eloquente Komödie im Woody-Allen-Stil, deren zentrale Figur eine von Holly Hunter dargestellte frisch geschiedene Großstadtneurotikerin um die Vierzig ist, die sich in drolligen Kommentaren aus dem Off mit ihrem angekratztem Selbstbewußtsein, ihrer Sehnsucht nach Liebe, ihren Existenzängsten und ihrer Einsamkeit auseinandersetzt.

Die Krankenschwester Judith Nelson (Hunter) verbleibt nach der Scheidung von ihrem Arzt-Ehemann Bob (Martin Donovan) allein in dem gemeinsamen luxuriösen Fifth-Avenue-Apartment. Ihre Rivalin ist nicht nur jünger und ebenfalls Ärztin (Judith hatte ihr Studium Bob zuliebe abgebrochen), sondern obendrein auch noch schwanger, obwohl Bob angeblich nie Kinder wollte. Ohne eigenen Freundeskreis und auf der Suche nach ihrer Identität freundet sich Judith allmählich mit dem Portier Pat (gewohnt klasse: Danny DeVito) an, der sich trotz des tragischen Tods seiner Tochter und drückender Spielschulden seinen Traum von einem italienischen Importladen bewahrt hat. Ihm schwebt eine Romanze mit Judith vor, die in ihm jedoch nur einen guten Freund sieht. Trotz unerfüllter Liebesbeziehung motivieren sie sich letztlich gegenseitig, ihre Lebensträume trotz einiger Hindernisse zu verwirklichen.

Judith erlebt mehrere Fantasiemomente, wobei nicht immer ganz offensichtlich ist, ob es sich um Wunschtraum oder Realität handelt. So fällt das erste (fiktive) Gespräch mit ihrer angehenden Freundin, der glamourösen Nachtclubsängerin Liz (die talentierte Rapdiva Queen Latifah stiehlt mühelos jede ihrer Szenen) wesentlich positiver aus, als die sich kurz darauf zutragende tatsächliche Begebenheit. Weitere Fantasieepisoden umfassen einen leidenschaftlichen Kuß mit einem mysteriösen Unbekannten, eine exaltierte Tanzeinlage in einer brodelnden Frauendisco und ein erotisches Encounter mit einem adonishaften Masseur. La Gravanese nimmt sich Zeit: Recht gemächlich und ohne Eile entfaltet sich seine bewußt klein und intim gehaltene Geschichte, die mehr durch ihren Inhalt als die filmische Umsetzung involviert. Ob der fehlenden partnerschaftlichen Erfüllung könnte so manche Zuschauerin der weiblichen Zielgruppe trotz der positiven Botschaft von femininer Selbstverwirklichung allerdings doch ein wenig enttäuscht sein. Die musikalische Untermalung verläßt sich vornehmlich auf klassische romantische Standards, die die Sensibilität und Introspektive des Stoffes gut unterstützen und auch New York Citys pittoreske Nebenrolle bestens komplimentieren. ara.

Darsteller:  Holly Hunter   als Judith
  Danny DeVito   als Pat
  Queen Latifah   als Liz Bailey
  Martin Donovan   als Bob Nelson
  Richard Schiff   als Philly
  Elias Koteas   als The Kisser
 
Regie:  Richard LaGravenese  
Buch:  Richard LaGravenese  
Musik:  George Fenton  
Kamera:  John Bailey  
Produzent:  Danny DeVito  
  Michael Shamberg  
  Stacey Sher  
 

Fassungen

 

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Features

 

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Holly Hunter

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Danny DeVito

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