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Wahre Lügen

Elegant erzähltes Drama über die Freund- und Partnerschaft zweier Entertainer, die nach einem mysteriösen Todesfall abrupt beendet wird.


Wahre Lügen

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Erhältlich seit:
06.07.2006

Originaltitel: Where the Truth Lies

Thriller/ Erotik

Kanada/Großbritannien 2005
Laufzeit: 103 Min.
FSK: ab 16

Kevin Bacon
Colin Firth
Alison Lohman

Regie: Atom Egoyan
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Kevin Bacon und Colin Firth erzählen vom aufregenden (Doppel-)Leben der Stars.

Heißes Liebesspiel zu Dritt mit katastrophalen Folgen (Foto: Concorde) Großansicht

Heißes Liebesspiel zu Dritt mit katastrophalen Folgen (Foto: Concorde)

Filmkunstfans wissen ihn schon lange zu schätzen, Regisseur Atom Egoyan, jenen armenischstämmigen Kanadier, der mit verstörenden Werken wie "Das süße Jenseits" und "Exotica" in gewissen Kreisen schon längst Kultstatus genießt.

Mit "Wahre Lügen" wandelt das Regie-Genie nun erstmals auf konventionelleren Pfaden und erzählt die Geschichte der beiden Entertainer Lanny und Vince (Kevin Bacon und Beinahe-Bond Colin Firth), die in den fünfziger Jahren als Komiker-Duo die TV-Szene aufmischten, sich aber dann nach einem äußerst mysteriösen Todesfall plötzlich trennten.

Ein mausetotes Mädchen, aber die Herren wissen von nichts (Foto: Concorde) Großansicht

Ein mausetotes Mädchen, aber die Herren wissen von nichts (Foto: Concorde)

Gourmets aufgepasst!

Eine hoch erotische und spannend gegen den Strich besetzte Verfilmung. Alison Lohman versucht als junge Reporterin 15 Jahre später Licht ins Dunkel zu bringen.

Dabei entdeckt sie nicht nur noch mehr Lügen, sie verstrickt sich auch selbst in ein gefährliches Intrigenspiel. Klasse Schauspieler, ein intelligenter Plot und betörende Bilder - der perfekte Film für Kino-Gourmets.

Wahre Lügen

Dass erotische Filme nicht gleichzeitig ambitionierte Inhalte, komplexe Charaktere, starke Darstellerleistungen und kommerzielle Tauglichkeit aufweisen können, ist eine Lüge. Die Wahrheit ist, dass Atom Egoyan genau diese seltene Synthese gelungen ist.

Auch wenn der Independentveteran mit einem größeren Budget als bisher operieren konnte, das sichtbar in eindrucksvolle, originelle Sets (ein TV-Studio der Fifties, die Erste-Klasse-Sektion eines Airliners der Seventies) eingeflossen ist, bleibt er seinem Kanon treu. Auch seine Verfilmung von Rupert Holmes' Roman beleuchtet die Fehleinschätzung von Menschen und Situationen, die abgründigen Aspekte von Sexualität und Moral, die persönliche Wahrheit hinter der Wahrnehmung einer Persönlichkeit - veredelt von Mychael Dannas magnetisch in die Gehörgänge kriechender Musik, die schon über die ersten Bilder eine Atmosphäre von Schwermut und Verhängnis legt. Die Story entfaltet sich mosaikartig über verschiedene Erzähler, springt zwischen dem konservativen Milieu der Fifties und der lockeren Hippiespätphase der Seventies hin und her. Alle Hauptfiguren demaskieren sich im Laufe der Handlung - ob körperlich, charakterlich oder seelisch.

Wohl inspiriert von der Trennung Dean Martins und Jerry Lewis 1956, begleitet der Film die Spurensuche der jungen Reporterin Karen (Alison Lohman), die eine Karriere fördernde Biografie über die einst populären Entertainer Lanny (Kevin Bacon) und Vince (Colin Firth) schreiben und dabei das Geheimnis ihrer abrupten Trennung enthüllen soll. Während Karen Vince interviewt, gelangt sie in den Besitz erster Kapitel von Lannys geplanter Autobiografie, womit die Vergangenheit aus zwei Perspektiven beleuchtet wird, bis schließlich eine dritte klärt, was wirklich mit dem Zimmermädchen geschah, das man tot in der Suite des Duos fand. Trotz dieses Mysteriums, das halbwegs plausibel aufgelöst wird, bezieht der Film seine Spannung vor allem aus seinen Figuren, die Grenzen überschreiten, andere manipulieren, die Sympathieträger und Teufel, Grenzgänger zwischen Gut und Böse sind. Die Sexszenen, darunter eine provokativ-ironische mit Lohman und einer Beauty im "Alice-in-Wonderland"-Outfit, sorgten in den USA für Aufsehen. So von Sünde geblendet, hatte man keine Auge mehr für die Eleganz von Inszenierung und Fotografie, vor allem nicht für die charismatischen Darstellungen von Firth und Bacon, die zu den besten ihrer Karriere gehören. kob.

Darsteller:  Kevin Bacon   als Lanny Morris
  Colin Firth   als Vince Collins
  Alison Lohman   als Karen O'Connor
  Rachel Blanchard   als Maureen O'Flaherty
  David Hayman   als Reuben
  Maury Chaykin   als Sally Sanmarco
  Kristin Adams   als Alice
  Sonja Bennett   als Bonnie Trout
  Deborah Grover   als Mrs. O'Flaherty
  Beau Starr   als Jack Scaglia
  Rebecca Davis   als Denise
  Shannon Lawson   als Rose Wannamaker
  Michael J. Reynolds   als John Hillman
  Anna Silk   als Gina
  Kathryn Winslow  
  Sean Cullen  
  Arsinée Khanjian  
  Don McKellar  
  Vee Vimolmal  
 
Regie:  Atom Egoyan  
Buch:  Atom Egoyan  
Musik:  Mychael Danna  
Kamera:  Paul Sarossy  
Produzent:  Robert Lantos  

"Sexszenen erfordern Fingerspitzengefühl"

Er zählt zu den renommiertesten internationalen Filmemachern: 1984 gab Atom Egoyan mit "Die nächsten Angehörigen" sein Regiedebüt, in den Neunzigern wurde er für "Exotica" und "Das süße Jenseits" vielfach ausgezeichnet. Nun liefert er mit "Wahre Lügen" einen elegant erzählten Thriller über Liebe und Verrat im Show-Biz.

Sorgten in den USA für Aufsehen: die Sexszenen zwischen Bacon, Blanchard und Firth (Foto: Concorde) Großansicht

Sorgten in den USA für Aufsehen: die Sexszenen zwischen Bacon, Blanchard und Firth (Foto: Concorde)

» "Wahre Lügen" ist Ihre dritte Literaturadaption. Wie gehen Sie mit Romanvorlagen um?

ATOM EGOYAN: Bei "Wahre Lügen" habe ich einiges an der Vorlage von Rupert Holmes geändert, unter anderem habe ich ein stärkeres Gewicht auf das Verhältnis zu Celebrities gelegt. Den ersten Entwurf schickte ich Rupert zu, und ihm gefiel der neue Ansatz. Ich folge immer meinem Instinkt, aber die Zustimmung des Autors ist wichtig.

» Warum musste die Figur des Vince Collins, die im Film von Colin Firth verkörpert wird, ein Engländer sein?

Mich reizte die Gegensätzlichkeit: Der distanzierte und lässige englische Gentleman, der den amerikanischen Buddy und dessen vulgäre Ausfälle unter Kontrolle hat. Das entspricht der klassischen Konfiguration wie bei Laurel und Hardy. Ich wollte nicht, dass der Zuschauer sofort auf Dean Martin und Jerry Lewis tippt. Mir war es wichtig, eigene fiktive Figuren zu schaffen. Alles andere hätte mich nur eingeschränkt.

Am Set: Regisseur Atom Egoyan (Mitte) mit Kevin Bacon und Alison Lohman (Foto: Concorde) Großansicht

Am Set: Regisseur Atom Egoyan (Mitte) mit Kevin Bacon und Alison Lohman (Foto: Concorde)

» "Wahre Lügen" wirkt wie Ihr kommerziellster Film.

Ich denke nie über die kommerzielle Seite nach, bevor der Film fertig ist und die Marketingstrategen ihre Kampagne entwerfen. Das ist nicht mein Job, ich bin in diesem Bereich ziemlich untalentiert.

1994 habe ich die Weinstein-Brüder angefleht, "Exotica" nicht als geheimnisvollen Sexthriller zu vermarkten. Natürlich hörten sie nicht auf mich. Sie hatten Recht, der Film funktionierte unter dem Label bestens an der Kinokasse. Meine Vorliebe für das Stilistische und Analytische kann ein Massenpublikum auch abschrecken. Da ist es gut, wenn jemand meine Ideen vereinfacht.

 

Wahre Lügen in der Fotoshow

 

Fassungen

 

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Features

 

Star

Kevin Bacon

Seine Fähigkeit, unsympathischen Charakteren freundliche Züge zu verleihen und faszinierende, von einer fixen Idee besessene Personen zu spielen...

 

Star

Colin Firth

Englands Mann für alle Jahreszeiten, Kostüme und Leidenschaften - der Brite Colin Firth ist mit zwei Rollen zu einem kulturellen Markenzeichen...