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Kaufvideo
Erhältlich seit:
04.11.2005
Originaltitel: Lalechet al hamaijm
Israel 2004
FSK: ab 12
Lior Louie Ashkenazi
Knut Berger
Caroline Peters
Regie: Eytan Fox
good!movies

Ein desillusionierter, machohafter israelischer Geheimagent und ein homosexueller, gemütvoller deutscher Twen auf unfreiwilliger Sinn- und Spurensuche - Vergangenheitsbewältigung in ihren vielfältigen (und oft zweideutigen) Ausprägungen ist der Grundbaustein in Eytan Fox' Film. Dabei steht weniger die familiäre Rückschau der (männlichen) Protagonisten im Vordergrund als vielmehr die fragwürdige Präsenz vor allem mediterraner Geschlechterrollen.
Vor dem Hintergrund permanenter palästinensischer Selbstmordattentate als Folge der zweiten Intifada hat der Israeli Eytan Fox ("Yossi & Jagger") auf tragikomische Weise deutsch-israelische Befindlichkeiten inszeniert. Der israelische Geheimagent Eyal, gerade von einem "erfolgreichen" Killerauftrag an einem Hamas-Aktivisten aus Istanbul zurück, muss den Selbstmord seiner Lebensgefährtin verkraften. Gleichsam als Therapie setzt ihn sein väterlicher Vorgesetzter auf ein deutsches Geschwisterpaar an. Als vorgeblicher Reiseführer soll Eyal den linkischen Axel während dessen ersten Israelbesuchs begleiten. Axels ältere Schwester Pia arbeitet dort in einem Kibbuz, und der Sicherheitsdienst vermutet, dass beide etwas über den Verbleib ihres untergetauchten Nazi-Großvaters wissen. Als Eyal aber erfährt, dass Axel homosexuell ist und eine Affäre mit einem Palästinenser hat, ist die anfänglich eher spöttische Freundschaft schnell zerbrochen. Auf Befehl seines Vorgesetzten folgt er dem Jungen aber bald darauf nach Berlin, da Axels reicher Fabrikantenvater seinen Geburtstag feiert und man den lang gesuchten Kriegsverbrecher dort vermutet. Während Eyal sich widerwillig daran macht, einen weiteren Killerauftrag per Giftspritze auszuführen, entwickelt der sensible Axel ungeahnte Energien, um seine Vergangenheitsbewältigung zu entwickeln.
Viele Themen verquickt der als "Spionagedrama und Buddymovie" ausgewiesene Spielfilm von Eytan Fox, dessen korrekt übersetzter Originaltitel augenzwinkernd an das Wasserlauf-Wunder Jesu über den Kinneret (See Genezareth) erinnert. "To Walk on Water" verarbeitet den israelisch-palästinensischen Konflikt und die deutsch-jüdischen Animositäten gleichermaßen. Hinzu kommt ein "schwules Element", das zwar nicht wie im Vorgänger "Yossi & Jagger" ständige Konflikte zeitigt, aber in eine ähnlich konzipierten Konstellation aus Machismo und Empfindlichkeit eingewoben ist. Für den unvorbereiteten Betrachter mögen diese vielen Grundelemente verwirrend sein. Während die teutonische Sehnsucht nach dem (jüdischen) Heiligen Land mit seiner Kibbuzheimeligkeit noch einigermaßen glaubwürdig und amüsant umgesetzt erscheint, wirkt die israelische Nazi-Suche auf deutschem Spießer-Boden an den Haaren herbeigezogen. Der Antagonismus "Harter Cop & weicher Bursche" hätte auch ohne Nazi-Hintergrund funktioniert, denn es gibt mittlerweile genügend Hinweise darauf, dass mancher israelischen "Tötungsmaschine" die Lust an ihrem Handwerk vergangen ist. Daher bleibt diese israelische Produktion zwar ein mutiges Unterfangen, da dieses Tabu mit viel Gefühl aufgeweicht wird. Gleichzeitig aber enttäuscht die gut gemeinte Vielfalt der unterschiedlichen Handlungsebenen und macht die Verbrüderung zwischen "hart" und "weich" unglaubwürdig. Schade. aw.
Eyal ist Auftragskiller des israelischen Geheimdienstes Mossad. Um den untergetauchten ehemaligen Nazi-Offizier Alfred Himmelmann aufzuspüren, wird er auf dessen Enkel Axel angesetzt, der seine Schwester in Israel besucht. Eyal gibt sich als persönlicher Fremdenführer aus und führt Axel zu historischen Stätten und ans Tote Meer. Trotz ihrer gegensätzlichen Persönlichkeiten beginnt sich Eyal für Axels liberale Sichtweise und seinen intelligenten Enthusiasmus zu interessieren. Doch der konservative Macho wird von Axels offenem Umgang mit seiner Homosexualität herausgefordert. Eine unangenehme Spannung entsteht zwischen den beiden jungen Männern.
Nach "Yossi und Jagger" widmet sich Regisseur Eytan Fox mit "Walk On Water" erneut einer schwierigen Männerfreundschaft. Er verwebt komplexe Themen geschickt zu einer packenden, bisweilen überaus humorvollen Geschichte - und einer zeitgenössischen Reise von Jerusalem nach Berlin. In ihrem Verlauf werden die Hauptfiguren bis an die äußersten Grenzen ihrer Überzeugungen geführt, während Fox zu verstehen versucht, welche Rolle die Vergangenheit im Leben junger Israelis und Deutscher immer noch spielt.
Quelle: good!movies
| Darsteller: | Lior Louie Ashkenazi | als Eyal | |
|---|---|---|---|
| Knut Berger | als Axel | ||
| Caroline Peters | als Pia | ||
| Gidon Shemer | als Menachem | ||
| Carola Regnier | als Mutter | ||
| Hanns Zischler | als Vater | ||
| Ernest Lenart | als Alfred Himmelman | ||
| Eyal Rozales | als Jello | ||
| Yousef Sweid | als Rafik | ||
| Imad Jabarin | als Rafiks Onkel | ||
| Sivan Sasson | als Schusswaffen-Ausbilderin | ||
| Nataly Szylman | als Iris | ||
| Hugo Yarden | als Kibbuz-Direktor | ||
| Joshua Simon | als Kibbuz-Sänger | ||
| Tom Rahav | als Kibbuz-Sänger | ||
| Imke Barnstedt | als Helga | ||
| Adi Eisenman | als Mossad-Agent | ||
| Mahir Tuocu | als Arabischer Vater | ||
| Nesrin Cevadzade | als Arabische Mutter | ||
| Ahmet Saydam | als Arabisches Kind | ||
| Shay Rokach | als Tel Aviv-Barkeeper | ||
| Sascha Remkuf | als Berliner Barkeeper | ||
| Hubertus Regout | als Tunte | ||
| Paysley Dalton | als Tunte | ||
| Biggy van Blond | als Tunte | ||
| Regie: | Eytan Fox | ||
| Buch: | Gal Uchovsky | ||
| Musik: | Ivri Lider | ||
| Kamera: | Tobias Hochstein | ||
| Produzent: | Amir Harel | ||
| Gal Uchovsky | |||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 2.0, Englisch DD 2.0, Hebräisch
Tonformat: Dolby Digital 2.0
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 16:9
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