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Kaufvideo
Erhältlich seit:
05.03.2010
USA 2005
Laufzeit: 106 Min.
FSK: ab 6
Joaquin Phoenix
Reese Witherspoon
Ginnifer Goodwin
Regie: James Mangold
ICESTORM Entertainment

Nach "Ray" kommt Johnny, und geht es nach den Qualitäten von James Mangolds Biografie, bedeutet dies eine vergleichbar positive Resonanz und an den Kassen auch eine Menge ...Cash. Ein Leben eben mit Hitgarantie.
Schon mit den ersten Bildern erobert der Film seine Zuschauer, überträgt die Spannung vor Johnnys legendärem Auftritt 1968 im Gefängnis von Folsom geradezu körperlich auf den Beobachter. Gut zwei Stunden muss man warten, bevor die aufgeheizte Stimmung unter den Sträflingen sich schließlich in Begeisterung entladen darf. Denn vor der Wiedergeburt des Country-Stars erzählt "Walk the Line" von seinem Aufstieg und unvermeidbarem Absturz. Das von Mangold mitverfasste, auf mehreren Biografien des "Man in Black" basierende Drehbuch folgt chronologisch und schnörkellos den wichtigsten Stationen dieses Lebens und endet 1968 mit der Hochzeit mit June Carter. Diese berührende Lovestory, die Eroberung einer gläubigen, konservativ geprägten, aber zweimal geschiedenen Mutter zweier Töchter, bildet das Fundament des Films. Parallelen zu Ray Charles sind unübersehbar und geben auch dieser Biografie dramatisches Gewicht. Das große Plus gegenüber Taylor Hackfords Piano-Man ist jedoch die noch größerere Authentizität der Auftritte, geben doch Joaquin Phoenix und Reese Witherspoon nicht nur überzeugend leidenschaftliche und nuancierte Darstellungen, sondern singen auch noch selbst- und dies mit erstaunlicher Qualität. Die Musiknummern der beiden, ob getrennt oder im Duett, sind das mitreißende musikalische Herzstück des Films. Angefangen von Cashs "Folsom Prison Blues", mit dem er zu Beginn seiner Karriere die zögernde Produzentenlegende Sam Phillips überzeugt, bis hin zum gemeinsam vorgetragenen Hit "Jackson", der in bester Hollywoodtradition in einem finalen öffentlichen Heiratsantrag gipfelt. Als Musikfilm gefällt "Walk the Line" mit Dynamik, Atmosphäre und Tempo, als Verdichtung eines ereignisreichen Lebens spart er zwangsläufig manches aus. Zu sehen ist Cashs Kindheit auf einer Farm in Arkansas, der tragische Unfalltod seines Bruders, die Verbitterung des distanzierten Vaters (der kommentiert, den falschen Sohn verloren zu haben), die Armeezeit in Landsberg, die erste kinderreiche Ehe mit Vivian Liberto, die erste Platte, der erste Kontakt mit seinem Idol June Carter, die Tourneen mit ihr, Elvis Presley, Jerry Lee Lewis oder Carl Perkins, die Affären mit Groupies, vor allem aber das lange Zeit vergebliche Werben um June, die zur großen Liebe wird. Sie fängt ihn nach jahrelangem Drogenkonsum auf, holt den Rebellen und Sympathisanten der Gescheiterten, Fehlgeleiteten, Verarmten und Abgestürzten wieder ins Leben zurück. Auch wenn der Film gerade in Carters Fall biografisch skizzenhaft bleiben muss, wird der Background der Hauptcharaktere deutlich, versteht man die Motive ihres Verhaltens, das konservative Milieu der Countryszene, des ländlichen Herzens Amerikas. Transparent wird schließlich damit das eigentlich Skandalöse dieser Beziehung, die sich aus den Trümmern zweier Familien erhob. Auch wenn der Film am Ende im Versöhnungsdruck zu viele Wunden zu schnell schließen will, präsentiert er sich als adäquate Würdigung einer großen Persönlichkeit, zu der man auch als Einsteiger musikalisch und dramaturgisch mühelos Zugang findet. "It's good to see you again", begrüßt June nach dem Entzug ihren Johnny. Für seine filmische Wiedergeburt gilt das auch. kob.
Als Johnny Cash, der "Man In Black", am 12. September 2003 in Nashville, Tennessee starb, bot sein Leben Stoff für mehr als nur einen Film. Regisseur James Mangold wirft in "Walk The Line" einen Blick auf die ersten dreißig Jahre einer amerikanischen Legende. Allein die Eröffnungsszene geht unter die Haut wie kein anderer Filmbeginn seit langem: 1968, Folsom State Prison. Während in der Halle die Wärter damit beschäftigt sind, die Gefangenen unter Kontrolle zu halten, steht ein emotional zerrissener Cash backstage und erinnert sich an alles. Es ist nur eine der Szenen aus "Walk The Line", die sich ins Gedächtnis einbrennen, denn selten hat ein Film so bleibende Bilder hinterlassen. Ein Verdienst des Hauptdarstellers Joaquin Phoenix, der den jungen Cash mit einer unglaublichen Intensität spielt, gerade so, als würden die Dämonen aus Cashs Jugend auf ihn übergegangen sein. An seiner Seite eine ebenso begeisternde Reese Witherspoon als June Carter, Cashs spätere Ehefrau. Wem Cash bislang nur durch "Ring Of Fire" ein Begriff war, wird diesen Film ebenso lieben wie echte Fans des Country-Rebellen - ein eindrucksvoller Film, der seine fünf Oscar-Nominierungen und den Preis für die "Beste Hauptdarstellerin" sowie drei Golden-Globe-Auszeichnungen mehr als zurecht verdient hat.
Quelle: Icestorm
| Darsteller: | Joaquin Phoenix | als Johnny Cash | |
|---|---|---|---|
| Reese Witherspoon | als June Carter | ||
| Ginnifer Goodwin | als Vivian Cash | ||
| Robert Patrick | als Ray Cash | ||
| Dallas Roberts | als Sam Philips | ||
| Dan John Miller | als Luther Perkins | ||
| Larry Bagby | als Marshall Grant | ||
| Shelby Lynne | als Carrie Cash | ||
| Tyler Hilton | als Elvis Presley | ||
| Waylon Payne | als Jerry Lee Lewis | ||
| Shooter Jennings | als Waylon Jennings | ||
| Sandra Lafferty | als Mabelle Carter | ||
| Dan Beene | als Ezra Carter | ||
| Clay Steakley | als W.S. Fluke Holland | ||
| Jonathan Rice | als Roy Orbinson | ||
| Johnny Holiday | als Carl Perkins | ||
| Regie: | James Mangold | ||
| Buch: | Gill Dennis | ||
| James Mangold | |||
| Musik: | T-Bone Burnett | ||
| Kamera: | Phedon Papamichael | ||
| Produzent: | Cathy Konrad | ||
| James Keach | |||
Walk the Line in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch dts, Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch
Bildformat: 16:9
Extras: Audiokommentar, Entfallene Szenen, Kinotrailer
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