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Wallace & Gromit auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen

Spielfilmdebüt der populären Knetfiguren, die wertvolles Zuchtgemüse vor einem gefräßigen Monsterkarnickel schützen.


Wallace & Gromit auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen

Leihvideo

Erhältlich seit:
23.02.2006

Originaltitel: Wallace & Gromit - The Curse of the Were-Rabbit

Trickfilm/ Komödie

Großbritannien 2005
Laufzeit: 77 Min.
FSK: ab 6

Regie: Steve Box, ...
Universal Pictures Germany

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Alarm im Gemüsebeet! Wallace & Gromit müssen in ihrem ersten Spielfilm einem gefräßigen Monsterkarnickel die Ohren lang ziehen. Köstlich komisch!

Das S.W.A.T. Team im mutigen Einsatz: Wallace und Gromit verteidigen ihren Ruf als Häschenhäscher (Foto: UIP) Großansicht

Das S.W.A.T. Team im mutigen Einsatz: Wallace und Gromit verteidigen ihren Ruf als Häschenhäscher (Foto: UIP)

Der typische Kinoheld ist muskelbepackt und baumstark. Bei Wallace & Gromit sieht die Lage etwas anders aus. Zwar stehen ihre aufregenden Abenteuer denen eines Actionfilms in nichts nach. Immerhin bekamen sie es schon mit einem außerirdischen Geschirrspüler auf dem Mond zu tun. Überführten einen diebischen Pinguin. Und retteten eine Schafherde aus den Klauen eines Roboterhundes.

Doch der schrullige Erfinder und sein cleverer Hund sind im Gegensatz zu gewöhnlichen Leinwandheroen kaum handgroß, haben Körper aus Knete und werden mit Stop-Motion animiert.

1989 eroberten die putzigen Plastilinmännchen mit dem Kurzfilm "A Grand Day Out" die Herzen eines weltweiten Publikums. Das kleine Meisterwerk, von dem Animationskünstler Nick Park in sechsjähriger Tüftelei realisiert, erhielt prompt eine Oscar-Nominierung.

Dorf in Aufruhr: Hilfe, die Monster kommen (Foto: UIP) Großansicht

Dorf in Aufruhr: Hilfe, die Monster kommen (Foto: UIP)

Über kurz zu lang

Es folgten die Kurzfilme "Die Techno-Hose" (1993) und "Wallace und Gromit unter Schafen" (1995), die beide einen Oscar gewannen. 2000 legte Park dann mit dem Kinohit "Chicken Run" - ebenfalls Oscar-gekrönt - seinen ersten abendfüllenden Film vor. Von da an war es nur eine Frage der Zeit, bis es endlich auch einen Langspielfilm mit seinen berühmten Schützlingen Wallace & Gromit geben würde.

Das Warten hat sich gelohnt! In "Auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen" präsentieren sich die knuddeligen Knetmännchen mit noch skurrileren Details, mehr Tempo und einer spannend-pointierten Geschichte. Das Dorf, in dem Wallace & Gromit leben, fiebert der jährlichen Gemüse-Kür entgegen. Überall in den Gärten warten gigantische Gurken und stattliche Kürbisse darauf, einer Jury präsentiert zu werden.

Anwärterin auf den Preis der Kürbis-Königin (Foto: UIP) Großansicht

Anwärterin auf den Preis der Kürbis-Königin (Foto: UIP)

Monster-Nager

Klar, dass alle Dorfbewohner ihr Grünzeug mit Argusaugen bewachen. Für zuverlässige Schädlingsentsorgung sorgt obendrein eine gewiefte Erfindung von Wallace & Gromit: Mit ihrem "Anti-Pesto"-System pflücken sie hungrige Häschen ganz sanft aus Nachbars Garten. Zwar stapeln sich die eingefangenen Karnickel schon bald in ihrem Keller, doch dafür werden Wallace & Gromit im ganzen Dorf als Helden gefeiert.

Panik macht sich jedoch breit, als die Gemeinde von einem riesigen Monsterhasen attackiert wird. Ein klarer Fall für Wallace & Gromit, dem biestigen Nager das Handwerk zu legen!

Entsorgung leicht gemacht: Einsprühen, einsammeln (Foto: UIP) Großansicht

Entsorgung leicht gemacht: Einsprühen, einsammeln (Foto: UIP)

Eine Frage der Möhre

Unglaublich, was Nick Park und sein Team vollbracht haben! Mit überbordender Fantasie und schrägen Gags entführen sie die Zuschauer in eine wundersame Welt, in der es nur so wimmelt von kauzigen Figuren und verrückten Vorfällen. Ein Riesenspaß für die ganze Familie, der keine Fragen offen lässt. Außer einer vielleicht: Hattu Möhrchen?

Wallace & Gromit auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen

Das Gemüse ist in größter Gefahr. Einen "vegetarischen Horrorfilm" nennt Regisseur Nick Park konsequenterweise das erste Langfilm-Knetabenteuer von Cracker- und Tee-Spießer Wallace und seinem smarten Hund Gromit. In etwas über 90 charmant-amüsanten Minuten jagt das Duo ein in Gemüsebeeten wilderndes Monsterkarnickel und zwangsläufig auch "Hennen rennen", das mit 1,9 Millionen Zuschauern erfolgreiche Kinodebüt der Plastilinschmiede Aardman.

Nachdem die in nostalgischer Stop-Motion-Technik animierten Knethelden trotz dreier populärer Kurzfilme von traumatisierten Hühnern um ihr Kinodebüt gebracht wurden, erfahren sie jetzt Genugtuung. Die kreativen Kräfte, die auch schon für die Kurzfilme verantwortlich zeichneten, stehen auch hinter diesem Abenteuer, das weniger bedrohlich als "Hennen rennen" eine kindgerechte Geschichte erzählt, die auch Erwachsenen genügend witzige Anreize bietet. Geradlinig entfalten sich die dramatischen Ereignisse um einen im tiefsten Britannien abgehaltenen Wettbewerb, bei dem Gemüsezuchtexzesse prämiert werden. Damit diese Prachtprodukte nicht von übermütigen Karnickeln vernichtet werden, wird das wertvolle Erdgut mit Hi-Tech-Gewächshäusern und einem Wachdienst geschützt. Hier tritt Daniel Düsentrieb Wallace auf den Plan, um mit seinen schrägen Erfindungen lästige Nager zu jagen. Die neueste Kreation saugt alle Karnickel von Lady Tottingtons Besitz aus den Erdlöchern in einen Behälter, wo sie dann schwere- und verständnislos schweben, bis sie im Haus von Wallace & Gromit deponiert werden. Weil das Duo und auch Lady Tottington Tierfreunde sind, verliert kein Langohr sein Leben, wohl aber die Freiheit. Das daraus resultierende Platzproblem glaubt Wallace nur mit einer drastischen Maßnahme beheben zu können. Vermutlich inspiriert von Klassikern wie "Die Fliege" oder "Uhrwerk Orange" wagt er die Umprogrammierung des Karnickelverstands, der durch Verbindung menschlich-animalischer Gehirnströme auf einen "Keine-Macht-den-Karotten-Kurs " gebracht werden soll. Bedauerlicherweise geht das Experiment schief, mutiert das Versuchskaninchen allmählich zu Wallace und selbiger bei Vollmond zum monströsen Karnickel, das in den Gemüsegärten Twister spielt und eine Spur der Verwüstung zurücklässt. Was immer der Fan von einem Wer-Karnickel-Stoff erwartet, wird erfüllt. Es gibt spektakuläre ober- und unterirdische Verfolgungsjagden inklusive eines Luftkampfs zwischen zwei Hunden, der den Terminus "Dogfight" auf seine wahren Wurzeln zurückführt. Erwartet werden dürfen auch eine haarige Verwandlungsszene, eine flammende, vom Orgelspieler zusätzlich dramatisierte Priester-Ansprache und eine zarte Lovestory, bei der Wallace Lady Tottington und deren schießwütigen Verehrer auf Distanz halten muss. Eine Aura von sympathischer Unschuld durchdringt den Film, selbst wenn Gottesdiener in Zeitungen wie "Nun-Wrestling" inneren Frieden suchen. Wie viele Aardman-Produktionen surft auch dieses professionell und liebevoll inszenierte Projekt durch die Filmgeschichte, findet man Zitate von "Hatari", "Frankenstein" bis hin zu "King Kong". Auch wenn die Dramatik der Story nicht an "Hennen rennen" heranreicht und die Macher ihr Potenzial an schwarzem Humor mit Rücksicht auf jüngeres Publikum nicht ausschöpfen, entzieht sich ein Held jeglicher Kritik. Vierbeiner Gromit hat die besten Szenen, setzt mit komischer, minimalistischer Mimik immer wieder Höhepunkte. Ob er nun entnervt die Augen verdreht, als im Radio "Bright Eyes" (das Thema der Hasentragödie "Watership Down") angespielt wird, oder einen aggressiven Kampfhund stoisch seinem Schicksal überlässt. Marcel Marceau hat seinen Meister gefunden. kob.

Sprecher:  Peter Sallis   als Wallace
  Helena Bonham Carter   als Lady Tottington
  Ralph Fiennes   als Lord Victor Quatermaine
  Peter Kay   als PC McIntosh
 
Regie:  Steve Box  
  Nick Park  
Buch:  Nick Park  
  Mark Burton  
Produzent:  Jeffrey Katzenberg  
  Peter Lord  
  Nick Park  
  David Sproxton  

Fiennes plant Club für Nachtschwärmer

Wer nichts wird, wird Wirt!

Neugastronom mit Ideen: Ralph Fiennes (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Neugastronom mit Ideen: Ralph Fiennes (Foto: Kurt Krieger)

In diesem Jahr war Hollywoodstar Ralph Fiennes besonders eifrig. Unter anderem war er in "Wallace & Gromit auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen" zu hören und stand als Gärtner, Harry Potters Erzfeind, Bürgermeister und für seine Schwester vor der Kamera.

Zusätzlich spielte er für James Ivory in "The White Countess" einen Nachtclubbesitzer in Shanghai. Und das brachte ihn anscheinend auf eine Idee. Erstens will Fiennes nun eine kleine Pause von der Schauspielerei einlegen, und zweitens möchte er unter die Gastronomen gehen.

Refugium für Tageslichtallergiker

Allerdings schwebt ihm nicht ein Luxusrestaurant oder eine Promidisko vor, wie sie andere Schauspielgrößen eröffnet haben, nein, Ralph Fiennes hat ganz besondere Pläne: "Ich möchte einen 'After Club'-Club eröffnen. Einen Laden, in den die Leute gehen, wenn sie schon getrunken haben und von den Drogen wieder runter sind", gab Fiennes bekannt, "Bei mir kriegen sie dann am Morgen ein ordentliches Frühstück, können die Zeitung lesen, eine Dusche nehmen oder sich massieren lassen."

Den Club will Fiennes natürlich in seiner Londoner Heimat eröffnen, und er plant auch, die eine oder andere Frühmorgenschicht dort selbst zu arbeiten. Ob als Koch, Zeitungsjunge oder Masseur, ließ er allerdings offen ...

 

Wallace & Gromit auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen in der Fotoshow

 

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