DVD Kaufvideo

Warum halb vier?

Im offiziellen Beitrag der Berlinale-Reihe "Perspektive Deutsches Kino" steht das runde Leder und seine Bedeutung für Millionen Deutsche im Vordergrund.


Warum halb vier?

Kaufvideo

Erhältlich seit:
02.07.2010

Dokumentarfilm/ Sport

Deutschland 2006
Laufzeit: 83 Min.
FSK: ab 0 (ohne Altersbeschränkung)

Joachim Król
Harry Baer

Regie: Lars Pape
Capelight Pictures

Bild 1 von 7

Filmbewertung


(0 Bewertungen)
Die Ausstattung

Die Technik

Haben Sie den Film schon gesehen?

Jetzt bewerten!


 
Im offiziellen Beitrag der Berlinale-Reihe "Perspektive Deutsches Kino" steht das runde Leder und seine Bedeutung für Millionen Deutsche im Vordergrund.

Da raucht die Fankurve (Foto: Central) Großansicht

Da raucht die Fankurve (Foto: Central)

Warum lockt der Fußball jeden Samstag Hunderttausende treuer Anhänger bei Wind und Wetter in die Stadien? Warum sitzen Millionen gebannt am Bildschirm, wenn Kahn und Co. gegen die Kugel treten?

Fans und Fanatiker, Profis und Funktionäre kommen dabei zu Wort und erläutern, was der Anpfiff um halb vier Woche für Woche für sie bedeutet, warum ihr Blut dabei in Wallung gerät und warum man sich der Anziehungskraft des Sports einfach nicht entziehen kann.

Lars Pape nimmt das Faszinosum "Fußball" aus Sicht der Fans unter die Lupe - und zwar bevor die Euphoriewelle um die Klinsmänner die ganze Nation ergriff.

Auch Joachim Król ist gerne live dabei (Foto: Central) Großansicht

Auch Joachim Król ist gerne live dabei (Foto: Central)

Verrückt nach dem Ball

Er lässt echte Fußball-Verrückte wie Joachim Król, Rudi Assauer, Reiner Calmund, aber auch die Rentner Manni und Heinz und andere eingefleischte Fans über skurrile, einzigartige und ganz persönliche Erfahrungen und Erlebnisse berichten.

Warum halb vier?

Großartiger Einblick in die Liebe und Leidenschaft für das Fußballspiel, erläutert von Liebhabern, Fans, Spielern und 1001 Fußballgeschichte.

Gleich der erste Satz ist ein Treffer, wenn Joachim Król mit "Das ist wie Sonne, Mond und Sterne. Fußball war immer da." und mit verklärtem Gesicht im Westfalia-Stadion seiner Heimatstadt Herne von den letzten ritualisierten Räumen, von der Veranlagung des Menschen, sich zu versammeln und von der Verbindung erzählt, die durch Fußball zu seinem Vater entstand. Den begleitete er als Junge ins Stadion und tröstete ihn später vom fernen New York aus per Telefon, als der alte Herr wegen Hernes Abstieg weinen musste. Wie Król, der schon im Bauch der Mutter ("im unfertigen Zustand") 1956 das Spiel Borussia Dortmund gegen Manchester United "erlebte", gehen in der humorvollen, bewegenden und fesselnden Dokumentation von Lars Pape und Axel Pape Liebhaber, Fans, Spieler, Manager, Hooligans, Ultras, Ärzte und Journalisten dem Wesen des Fußballs nach.

Da erzählt Harry Baer von Rainer Werner Fassbinder, da tobt Reiner Calmund durchs Stadion, da raucht Rudi Assauer gewohnt die dicke Zigarre, streitet sich Markus Kavka (von MTV) mit Baer über Bayern München und 1860 München, da hat Król BVB gegen Juventus Turin gespeichert, da gibt Rudi Völler Kommentare über WM-Sieger ab, berichtet Thomas Hitzlsperger vom "Schlafen auf dem Feld" und Fredi Bobic von seiner Flucht nach England, da wird an Momente erinnert, "die an Dramatik nicht zu überbieten sind" (Assauer) und vom Stadion als "einer machtvollen Architektur" berichtet, in der "man die Vergangenheit hören kann" (Król). Viele haben Nick Hornbys Bücher ("Fever Pitch") gelesen, alle kritisieren die mediale Bedienung im Fernsehen ("Stadion ohne Fans ist wie Theater ohne Zuschauer").

Neben den Promis werden Hooligans und deren verlorener Ehrenkodex ins Visier genommen, sehen sich die Ultras in den Nordkurven als Bündnis aktiver Fußballfans gegen den DFB und sind die Mädchen von "Girls United" sozusagen "Fünf Engel für Fortuna" (Düsseldorf). Neben Król, der Stadien als "die Opernhäuser des Ruhrgebiets" besingt, kommen vor allem zwei alte Freunde, ehemalige Spieler von FC Tannenhof (Manfred Pape) und TuS Gerresheim (Heinz Otten), zu Wort, die von Lokalkämpfen, Härte und von der dritten Halbzeit, wo sich alle wieder vertragen, schwärmen. Ein schöner kleiner, leicht melancholischer Nachklang zu Sönke Wortmanns "Sommermärchen", Muss für jeden Fußballfreund und Pflicht für die, die verstehen lernen wollen, warum man dem runden Leder nicht nur bei "Pro Evolution Soccer"-Games huldigt. ger.

Warum halb vier?

.

Quelle: Capelight

Outtakes, Making of, Groundhopper, Fan-Chor, Kino-Trailer

Quelle: Capelight

Darsteller:  Joachim Król  
  Harry Baer  
 
Regie:  Lars Pape  
Buch:  Lars Pape  
  Axel Pape  
Musik:  Susan DiBona  
Kamera:  Chris Griesemann  
  Christoph Große  
Produzent:  Axel Pape  
 

Fassungen

 

facebook

 

Features

 

Star

Joachim Król

Der bewegteste Mann des deutschen Films, seit er 1994 in Sönke Wortmanns Komödienhit durch die Liebe völlig aus dem Gleichgewicht gebracht...