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Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken

Beide Geschlechter bekommen in dieser Bestseller-Adaption ihr Fett weg.


Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken

Leihvideo

Erhältlich seit:
29.05.2008

Komödie

Deutschland 2007
Laufzeit: 99 Min.
FSK: ab 12

Benno Fürmann
Jessica Schwarz
Matthias Matschke

Regie: Leander Haußmann
Highlight Communications (Deutschland)

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...schlecht einparken: Jessica Schwarz und Benno Fürmann beweisen in Leander Haußmanns Verfilmung des millionenfach verkauften, gleichnamigen Sachbuch-Bestsellers, dass Männlein und Weiblein einfach nicht zusammen passen. Schade eigentlich!

Jan und Katrin könnten das perfekte Paar sein (Foto: Constantin) Großansicht

Jan und Katrin könnten das perfekte Paar sein (Foto: Constantin)

Wenn Sie schon immer wissen wollten, warum sich Großstädter beim Paarungsverhalten - und nicht nur dort - nach wie vor stets merkwürdig verhalten, gibt jetzt ein Lehrfilm der besonderen Art eine höchst amüsante Antwort. "Sonnenallee"-Erfolgsregisseur Leander Haußmann hat sich das Sachbuch von Allan und Barbara Pease vorgeknöpft und zahlreiche wissenschaftliche Fakten über die Charakterunterschiede zwischen den Geschlechtern zum Schreien komisch aufbereitet.

Jan (Benno Fürmann) ist der Prototyp des Alpha-Männchens: Muskulös und beruflich erfolgreich, bietet der eingefleischte Hertha-Fan alles, was Frauenherzen begehren. Katrin (Jessica Schwarz) ist eine umwerfend schöne Powerfrau, selbstständig, aber auch unverbesserlich romantisch. Eigentlich wären die beiden ein Traumpaar, kämen nicht immer wieder die Rückfälle in die Steinzeit.

Etwa wenn der Unterleibsgesteuerte Jan den Atombusen seiner properen Sekretärin fixiert oder Katrin auf das Balzgehabe eines schriftstellernden Leitwolfs (zum Brüllen: Uwe Ochsenknecht) reinfällt.

Jan hätte sich besser nicht mit der Freundin von Muskelmann Sven einlassen sollen (Foto: Constantin) Großansicht

Jan hätte sich besser nicht mit der Freundin von Muskelmann Sven einlassen sollen (Foto: Constantin)

Nichts dazu gelernt

Fakt: Seit wir aufrecht gehen können, haben wir, trotz moderner Umwelteinflüsse und gesundem Menschenverstand, nichts dazu gelernt, leben Mann und Frau verhaltenspsychologisch in verschiedenen Universen.

Ein Beziehungsspaß, unterlegt mit einem kultigen Soundtrack von Big-Band-Legende James Last, den man unbedingt zu zweit auf seinen Wahrheitsgehalt überprüfen sollte.

Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken

Leander Haußmann hat aus dem Sachbuch-Bestseller einen stargespickten Mix aus amüsanter Aufklärungsrolle und kecker Geschlechterkampfkomödie gemacht.

Mit dem Sachbuch in der Bibliothek verhält es sich in etwa so wie mit der Dokumentation im Kino - beide werden immer beliebter. Während etwa Filme wie "Die Reise der Pinguine" oder Michael Moores "Fahrenheit 451" zu Blockbustern avancieren, mutieren Ratgeber zum Thema Zeitgeschehen und Gesundheit zu veritablen Bestsellern. Bestes Beispiel: die beiden Bände "Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken" und "Warum Männer lügen und Frauen immer Schuhe kaufen", die allein in Deutschland insgesamt fünf Millionen Mal über den Ladentisch gingen. Geschrieben hat sie das US-Ehepaar Allan und Barbara Pease, das aus der Versicherungsvertreterbranche kommt und dem böse Zungen nachsagen, es würde es mit den Fakten nicht so genau nehmen. Einen Nerv haben die beiden Kommunikationstrainer und Verhaltenforscher wohl dennoch getroffen und durch ihren Erfolg den Weg zu einer filmischen Adaption geebnet. Diese stammt kurioserweise aus Deutschland, vom "Sonnenallee"-Regisseur Leander Haußmann. Jetzt hat er aus der These der Peases, die besagt, dass Männlein und Weiblein einfach nicht zusammenpassen, einen nicht ganz ernst gemeinten Lehrfilm gemacht. So kommt man von Anfang an nicht aus dem Schmunzeln heraus, wenn die beiden Alphatierchen Jan (Benno Fürmann gibt mit Lust den Parade-Macho) und Katrin (optisch betörend, schauspielerisch solide: Jessica Schwarz), die sich mehr oder weniger per Zufall über den Weg laufen, ihre typisch männlichen bzw. weiblichen Schrullen, Grillen oder Marotten an den Tag legen. Zurück in die Steinzeit (durch Rückblenden recht drastisch verdeutlicht) versetzt fühlt man sich, wenn der Unterleibsgesteuerte Jan den Atombusen seiner properen Sekretärin fixiert oder Katrin ihrerseits auf das Balzgehabe des pseudointellektuellen Naturburschen Jonathan (Uwe Ochsenknecht müht sich mit seinem Schweizer Dialekt) reinfällt. Die Rache des eifersüchtigen Jan folgt auf dem Fuß, manipuliert er doch heimlich Katrins Pressetext über Jonathan und macht aus dem Weltenbummler kurzerhand einen Weltenfummler.

Gefummelt wird indes wenig, mehr diskutiert und referiert in diesem garantiert jugendfreien Beziehungsspaß über die mannigfaltigen Charakterunterschiede zwischen den Geschlechtern, die Haußmann, der auch als Erzähler/Dozent fungiert, formal wie eine Vorlesung (Folien auf einem Tageslichtprojektor leiten die jeweiligen Kapitel ein) und ansonsten wie einen Aufklärungsfilm aus den 1970ern aufbereitet hat. Und neben der prominenten Besetzung, der auch noch Tom Schilling, Katja Flint und Thomas Kretschmann angehören, setzen vor allem zwei Musiker Ausrufezeiten: Big-Band-Oldie James Last, der den ins Ohr gehenden Score besorgte, und Popstar Sasha (Schmitz), der als muskelbepackter Biker in jeder Hinsicht eine gute Figur macht. lasso.

Darsteller:  Benno Fürmann   als Jan
  Jessica Schwarz   als Katrin
  Matthias Matschke   als Rüdiger
  Annika Kuhl   als Melanie
  Uwe Ochsenknecht   als Jonathan
  Nadja Becker   als Angie
  Sascha Schmitz   als Sven
  Tom Schilling   als Krischl
  Lars Rudolph   als Udo
  Florentine Lahme   als Tanja
  Katja Flint   als Frau Kitzelbach
  Thomas Kretschmann   als Paul
  Peter Lohmeyer   als Co-Pilot
  Leander Haußmann   als Erzähler
 
Regie:  Leander Haußmann  
Buch:  Rochus Hahn  
  Alexander Stever  
Musik:  James Last  
Kamera:  Tilmann Büttner  
Produzent:  Oliver Berben  
  Herman Weigel  
 

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