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Was am Ende zählt

Drama, das überzeugend die Schwierigkeiten junger, armer Mütter aufzeigt.


Was am Ende zählt

Leihvideo

Erhältlich seit:
03.11.2008

Drama

Deutschland 2007
Laufzeit: 100 Min.
FSK: ab 12

Paula Kalenberg
Marie-Luise Schramm
Vinzenz Kiefer

Regie: Julia von Heinz
PRO-FUN MEDIA

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Was am Ende zählt

Eigentlich sollte es für Carla der Start in ein besseres Leben werden. Doch auf dem Weg nach Lyon zur Modeschule wird sie um Geld, Papiere und Koffer erleichtert. Durch Berlin driftend trifft sie Rico, der sie bei sich übernachten lässt. Sie wird schwanger. Nachdem ihr Rico die kalte Schulter zeigt, vertraut sie sich Lucie an, die ihr einen ungewöhnlichen Vorschlag macht: Lucie würde so tun, als ob sie schwanger sei und sich später des Babys annehmen, während Carla sich absetzen könne.

Regisseurin Julia von Heinz präsentiert ihr Kinodebüt, in dem sie die Geschichte ihres Kurzfilms "Lucie & Vera" erneut aufgreift und sich gleich mehreren schweren Themen, inklusive Armut, dem Leben auf der Straße, Drogenmissbrauch und Teenagerschwangerschaften widmet. Das mögen vielleicht ein paar Probleme zuviel sein für einen Film, doch die beiden Hauptdarstellerinnen und die unaufdringliche Inszenierung von Lucies Zuneigung zu Carla überzeugen allemal. Für experimentierfreudige Filmfreunde.

Was am Ende zählt

Drama, das sich anfangs schwer tut, seinen roten Faden zu finden, aber überzeugend die Schwierigkeiten junger, armer Mütter in der Anonymität der Großstadt aufzeigt.

Eigentlich sollte es für Carla der Start in ein besseres Leben werden. Doch wie so oft kommen die Dinge anders und als sie in den Zug nach Lyon steigt, um dort eine renommierte Modeschule zu besuchen, fällt sie einem Trickbetrüger zum Opfer. Ohne Geld, Papiere und Koffer treibt sie durch Berlin und trifft schließlich Rico, der sie nicht ganz uneigennützig bei sich übernachten lässt und ihr einen Job anbietet. Am nächsten morgen hilft Carla nicht nur beim Umbau eines Hausbootes in eine Kneipe, sondern ist auch von Rico schwanger, was sie allerdings erst später feststellt. Von Rico inzwischen mit der obligatorischen kalten Schulter geächtet, ist das Straßenmädchen Lucie, die ebenfalls beim Bau der schwimmenden Bar hilft, ihre einzige Bezugsperson. Nach einiger Zeit dämmert es auch Carla, dass sich in ihrem Bauch ein weiteres Leben regt. Allerdings passt dies nicht in ihre Zukunftspläne. Lucie bringt sie auf eine etwas absurde Idee: Man könnte der Umwelt vorgaukeln, dass Lucie schwanger und somit, nachdem sich Carla nach Lyon abgesetzt hätte, die offizielle Mutter wäre.

Regisseurin Julia von Heinz gibt mit "Was am Ende zählt" ihr Kinodebüt, in dem sie die Geschichte ihres Kurzfilms "Lucie & Vera" erneut aufgreift und sich gleich mehreren schweren Themen, inklusive Armut, dem Leben auf der Straße, Drogenmissbrauch und Teenagerschwangerschaften widmet. Hier wäre weniger mehr gewesen. So weiß der Film vor allem in der zweiten Hälfte, in der er sich zusehends auf die Probleme der jungen Mütter konzentriert, zu fesseln. Gerade da zeigt sich auch die Stärke der beiden Hauptdarstellerinnen, die weitgehend erfolgreich gegen die künstlich-naiven Dialoge des Drehbuchs anspielen. Etwas arg Klischee beladenen sind dagegen die Männerrollen ausgefallen. Zu Aktionen jenseits des Faulenzens, Keifens und Testosteronablassens scheinen sie nicht fähig zu sein. Sie wurden geboren, um den Frauen das Leben schwer zu machen. Angenehm unaufdringlich ist die zart angedeutete Liebe von Lucie zu Carla inszeniert. Und so empfiehlt sich der Film letztlich einem deutschen Arthouse-Publikum, das auf der Suche nach einer ehrlicheren, weniger gekünstelt frechen Alternative zum derzeitigen Indie-Hit "Juno" ist. mahe.

Darsteller:  Paula Kalenberg   als Carla
  Marie-Luise Schramm   als Lucie
  Vinzenz Kiefer   als Rico
  Martin Ontrop   als Dietmar
  Benjamin Kramme   als Michael
  Toni Arjeton Osmani   als Bert
  Clara Charlotte König   als Baby Martha Camille
 
Regie:  Julia von Heinz  
Buch:  John Quester  
  Julia von Heinz  
Musik:  Matthias Petsche  
Kamera:  Daniela Knapp  
Produzent:  Susann Schimk  
  Jörg Trentmann  
 

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Features

 

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