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Was geht - Die Fantastischen Vier

Aufschlussreiches Porträt der vier Hiphopper, die ihrem Namen alle Ehre gemacht haben.


Was geht - Die Fantastischen Vier

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Erhältlich seit:
21.02.2002

Dokumentarfilm/ Musik

Deutschland 2001
Laufzeit: 83 Min.
FSK: ab 6

Thomas D.
Smudo
Hausmarke Beck

Regie: Dieter Zimmermann
Warner Home Video Germany

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Was geht - Die Fantastischen Vier

Der Blick hinter die Kulissen der deutschen HipHop-Kultband, die fast zwei Jahre lang "on Tour" begleitet wurde, ist ein Potpourri aus O-Tönen von Band-Mitgliedern, Tourbegleitern, Eltern und Freunden. Diese Elemente werden durch kurze, Stakkato-artige Einschübe von Live-Auftritten bzw. Studio-Mitschnitten unterbrochen. Dabei erfährt man eine Menge über die - extrem konträren - Charaktere von Thomas D, Smudo, And.Y und Hausmarke, ihre Live-Präsenz und deren größten Hits wie "Die Da", "Sie ist Weg" oder "MfG".

Mit seinem Porträt des schwäbischen Rap-Quartetts versucht der Dokumentarist Dieter Zimmermann in Interviews, Konzertmitschnitten, Archivbildern und Momentaufnahmen dem Phänomen "Fanta 4" gerecht zu werden. Allerdings wird das Prinzip der "Talking Heads" ein wenig überstrapaziert, da sich nahezu pausenlos ein Interview ans nächste reiht. Dabei kommt die Musik, der eigentliche Kernpunkt des Films, viel zu kurz. Den Fankreis der Deutsch-Rapper dürfte dieser Umstand aber kaum stören.

Was geht - Die Fantastischen Vier

Es gibt kaum eine internationale und schon gar keine nationale HipHop-Band, die es geschafft hat, sich zehn Jahre lang ganz oben zu halten. Hierzulande existiert eine Ausnahme von dieser Regel, und die heißt "Die Fantastischen Vier". Dem schwäbischen Rap-Quartett, das der Pop-Sprache Deutsch neue Dimensionen verleihen konnte, wurde nun von dem Dokumentaristen Dieter Zimmermann ein filmisches Denkmal gesetzt. In Interviewauszügen, Konzertmitschnitten. Archivbildern und Momentaufnahmen versucht er dem Phänomen "Fanta 4" gerecht zu werden. Ob "Was geht - Die Fantastischen Vier", nach "Blackbox BRD" der zweite Dokumentarfilm des Berliner X Verleihs, allerdings mehr als den Fankreis der Deutsch-Rapper in seinen Bann ziehen wird, ist eher fraglich.

Regisseur Zimmermann hatte nach zwei Jahren "on Tour" mit dem Problem eines jeden Dokumentarfilmers zu kämpfen: Wie schneide ich aus 50 Stunden Material ein in sich schlüssiges Porträt ohne Überlänge zusammen? Er schaffte es zwar, seine Dokumentation auf schlanke 85 Minuten zu trimmen, doch fehlt es dem Werk an Struktur und Stringenz. Der Blick hinter die Kulissen einer Kultband entpuppt sich als zusammengewürfeltes Potpourri aus O-Tönen von Band-Mitgliedern, Tourbegleitern, Eltern und Freunden, die durch kurze, Stakkato-artige Einschübe von Live-Auftritten oder Studio-Mitschnitten unterbrochen werden. Zwar erfährt man eine Menge über die - extrem konträren - Charaktere der Viererbande, doch Zimmermann überstrapaziert das Prinzip der Talking Heads, in dem er ein Interview ans nächste schneidet und den Rest der Zeit mit Off-Kommentaren "zukleistert". Natürlich ist es bei einem Porträt über eine Rap-Band, die fast ausschließlich über Sprache funktioniert, äußerst schwierig, ruhige Momente einzustreuen. Da der Regisseur obendrein seinen Bildern nicht vertraut, bleiben textfreie Erholungsphasen fürs Publikum Mangelware.

Ein weiteres Manko von "Was geht - Die Fantastischen Vier" ist der Umgang mit der Musik. Denn im Gegensatz zu Wim Wenders, der in "Buena Vista Social Club" die unglaubliche Energie der kubanische Songs für seine Dokumentation zu nutzen wusste, spielt Zimmermann die nicht minder kraftvollen Hits von And.Y, Michi, Smudo und Thomas D immer nur an und steigt schon nach wenigen Takten wieder aus. So hört man letztlich nur Fragmente von "Fanta 4"-Klassikern wie "Die da", "Sie ist weg" oder "MfG". Anhänger der Fantastischen Vier wird dies nicht weiter stören, schließlich kennen sie deren Oeuvre in- und auswendig.

PS: Im Vorprogramm zu "Was geht" läuft der Kurzfilm "afro deutsch" mit Ex-VIVA-Moderator Tyron Ricketts. In dem zehnminütigen Spielfilm geht der Schauspieler ("Kanak Attack") und Musiker der Frage nach, wie es ist, ein Deutscher mit schwarzer Hautfarbe zu sein. lasso.

Darsteller:  Thomas D.  
  Smudo  
  Hausmarke Beck  
  Andreas Rieke  
 
Regie:  Dieter Zimmermann  
Buch:  Dieter Zimmermann  
Produzent:  Christian Drewing  
  Roland Pellegrino  
 

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