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Was Mädchen wollen

Teenie-Version der "Cinderella"-Story, in der eine 17-jährige Amerikanerin das Leben ihres adeligen, britischen Vaters auf den Kopf stellt.


Was Mädchen wollen

Leihvideo

Erhältlich seit:
09.01.2004

Originaltitel: What a Girl Wants

Komödie

USA 2003
Laufzeit: 101 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Amanda Bynes
Colin Firth
Kelly Preston

Regie: Dennie Gordon
Warner Home Video Germany

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In einem sommerlichen Gute-Laune-Märchen erobert US-Teenstar Amanda Bynes ihren Promi-Vater und andere Inselbewohner.

Daphne bringt das Leben ihres Vaters durcheinander (Foto: Warner) Großansicht

Daphne bringt das Leben ihres Vaters durcheinander (Foto: Warner)

"London Calling", singen The Clash - und das sagt alles. In Englands Metropole spielt dieser Hollywoodhit über den Clash von Generationen und Kulturen. Jungstar Amanda Bynes, ein Kameratalent mit quirligem Blubber-Charme, fegt als amerikanischer Wirbelwind Daphne über das verstaubte englische Mutterland.

Dort sucht sie ihren Dad, Lord Dashwood (Colin Firth), der keine Ahnung hat, warum ihn seine große Liebe (Kelly Preston) noch vor der Hochzeit verließ und ihm die gemeinsame Tochter verheimlichte. Als Daphne im Schloss des Vaters auftaucht, wirkt dort schon das Gift seiner Status-geilen Verlobten und deren Tochter.

Ein kleiner Outfitwechsel wirkt Wunder (Foto: Warner) Großansicht

Ein kleiner Outfitwechsel wirkt Wunder (Foto: Warner)

Aschenputtel mit Power

Wie in "Cinderella" intrigieren die bald stiefverwandten Biester gegen Daphne, die unverklemmt und unkonventionell erst einen, von der Musikkarriere träumenden Rockboy, dann auch die versnobte Society erobert.

Aber das Klima schlägt um und Omas Warnung ("Zuneigung zeigen wir nur Hunden und Pferden") droht wahr zu werden. Doch natürlich ist es auch in diesem Zaubermärchen wie im Leben: Was süße Mädchen wollen, werden sie auch bekommen.

Was Mädchen wollen

Was kleine (und große) Mädchen unter anderem wollen, sind offenkundig moderne Märchen mit natürlichem Charme, harmlosem Humor und sympathischen Herzensbrechern. Die romantische Cinderellastory-Variation von "Joe Dreck"-Regisseur Dennie Gordon bietet von allem etwas: mit Amanda Bynes ("Big Fat Liar") eine erfrischend niedliche Protagonistin; brave, wenn auch äußerst vorhersehbare Gags und mit Newcomer Oliver James und Colin Firth ("Bridget Jones") zwei männliche Darsteller, um die Herzen von Töchtern und gleichermaßen ihren Müttern höher schlagen zu lassen.

Das Drehbuch basiert lose auf der vergnüglichen Familienkomödie "Was weiß Mama von Liebe?" (1958) und wurde von Jenny Bricks ("Sex and the City") und Elizabeth Chandler ("Männerzirkus") als vorwiegend realitätsfernes Fantasiekonstrukt adaptiert. Märchenhaft klingt auch die Geschichte, die Libby (Kelly Preston) ihrer 17-jährigen Tochter Daphne (Bynes) ihr Leben lang über ihren Vater Henry erzählt hat. Ihr Daddy ist Lord Henry Dashwood (Firth), den Libby in Marokko geheiratet, aber auf Drängen seiner versnobten Familie und seines Ratgebers verlassen hatte. Da sich Daphne nichts sehnlicher wünscht, als endlich ihren Vater kennenzulernen, jettet sie allein von New York nach London und klettert über die Gartenmauer der väterlichen Villa. Henry ist überrascht: Bis dato hatte er von Daphnes Existenz keine Ahnung. Doch er bittet sie den Sommer mit ihm zu verbringen - sehr zur Unbill seiner biestigen Verlobten Glyniss (Anna Chancellor) und deren zickigen Tochter. Glyniss' und Henrys Berater sind besorgt, dass ein Skandal um Daphne womöglich die Wahlaussichten von Henry als neuem Premierminister beeinträchtigen könnte. So fällt die amerikanische Teenagerin mit ihrer unbekümmert-freimütigen Art bei der steifen englischen Adelsgesellschaft erwartungsgemäß aus dem Rahmen. Und dann verliebt sie sich auch noch in den süßen Musiker Ian (Oliver James), der zufällig bei jeder großen Gesellschaftsverantstaltung zu jobben scheint. Ein herziges Happy End ist selbstverständlich vorprogrammiert, bei dem alle Beteiligten ihr Leben in die glückliche Bahnen lenken können.

Firth, der einmal mehr einen steif-konservativen Gentleman mimt, verfügt mit Bynes über hervorragende Vater-Tochter-Chemie, was beträchtlich dabei hilft, etliche Schwächen der Inszenierung, wie wiederholte zeitschindende Montagen und mangelnde Kontinuität, übersehen zu lassen. Positiv ins Ohr fällt der peppige Soundtrack mit Songs von The Clash und The Donnas, womit die passende Riot-Grrrlie-Beschallung für die Fisch-aus-dem-Wasser-Komödie beigesteuert wird. Der Humor wird in erster Linie aus der Veräpplung der klischeehaft dargestellten britischen Versnobtheit und Verklemmtheit gezogen, die vom frisch-fröhlichen Yankee-Charme der Protagonistin mühelos wie Cocktaileis geschmolzen wird. Insgesamt ein zuckersüßes Kinokonfekt der altbewährten Garry-Marshall-Schule ohne die Erschwernis jeglicher lästiger Realitätskalorien. Ganz junge Mädchen werden das zu schätzen wissen. ara.

Darsteller:  Amanda Bynes   als Daphne Reynolds
  Colin Firth   als Lord Henry Dashwood
  Kelly Preston   als Libby Reynolds
  Eileen Atkins   als Lady Jocelyn
  Anna Chancellor   als Glynnis
  Jonathan Pryce   als Alistair Payne
  Oliver James   als Ian Wallace
  Christina Cole   als Clarissa Payne
  Sylvia Syms   als Prinzessin Charlotte
  Ben Scholfield   als Armistead Stuart
  Roger Ashton-Griffiths   als Lord Orwood
 
Regie:  Dennie Gordon  
Buch:  Jenny Bicks  
  Elizabeth Chandler  
Musik:  Rupert Gregson-Williams  
Kamera:  Andrew Dunn  
Produzent:  Denise Di Novi  
  Bill Gerber  
  Hunt Lowry  
 

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