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Leihvideo
Erhältlich seit:
20.08.2004
Deutschland 2003
Laufzeit: 85 Min.
FSK: ab 16
Daniel Brühl
August Diehl
Anna Maria Mühe
Regie: Achim von Borries
Warner Home Video Germany

Auf sein traurig-schönes und ausgezeichnetes Roadmovie "England!" lässt Achim von Borries gemeinsam mit Autor Hendrik Handloegten, der zuletzt - ebenfalls unter dem X-Filme-Banner - "Liegen Lernen" inszenierte, ein Drama folgen, mit dem sich der Regisseur erneut als Poet unter Deutschlands Nachwuchstalenten beweist: Basierend auf der wahren "Steglitzer Schülertragödie" aus dem Jahr 1927 und mit August Diehl und Daniel Brühl in den Hauptrollen hervorragend besetzt, erzählt von Borries von Liebe und Rebellion, der Suche nach Glück, der Verwirrung der Gefühle und der Frage, ob und wie es sich leben lässt, wenn die eine große Liebe unerwidert bleibt.
Berlin in den zwanziger Jahren: Die Abiturienten Paul Krantz, introvertierter Arbeitersohn und Dichter, und Günther Scheller, selbstbewusster Draufgänger aus guten Verhältnissen, verbindet die Sehnsucht nach dem größten Glück, der größten Liebe, dem höchsten Punkt im Leben - und dem richtigen Moment, um dies zu beenden. An einem Wochenende beschließt man, den Sommer, die Jugend und sich selbst im Haus von Günthers Eltern im ländlichen Mahlow zu feiern. Im Lauf einer rauschhaften Nacht verfällt Paul dem koketten Charme von Günthers lebenshungriger Schwester Hilde (Anna Maria Mühe), die unter anderem eine Affäre mit Hans (Thure Lindhardt) hat, in den auch Paul verliebt ist. Und Hildes unschuldige Freundin Elli (Jana Pallaske) verguckt sich in Günther. Absinth und Musik tun ihr übriges, um in dem verwirrenden Gefühlsreigen Eifersucht und Begehren zu wecken, die auch am nächsten Morgen zurück in Berlin nicht gestillt sein wollen. Gemeinsam nehmen Paul und Günther ihr Schicksal selbst in die Hand.
1927 sorgte die "Steglitzer Schülertragödie" und der von Jugendlichen gegründete Selbstmörderclub für Schlagzeilen in den Gazetten. Das Auflehnen der Teenager gegenüber der Gedankenwelt der Erwachsenen ist das zeitlose Thema des Dramas von von Borries, der dieses zwar der Vorlage gemäß in den Zwanzigern ansiedelt, aber von jeglichem Staub und Klischees der Epoche befreit. Sprache und Selbstverständnis der Jugendlichen sind unserem Hier und Jetzt angepasst - auf dem Grammophon wird gescratcht, über Emanzipation nicht nur diskutiert und sexuelle Orientierungen werden nicht in Frage gestellt. Wobei all dies stets glaubwürdig, nie prätentiös daherkommt, sondern von leichter Hand inszeniert ist, die über die von Kamerafrau Jutta Pohlmann (ebenfalls "England!") in eine schaurig-schöne, neblige und geradezu hypnotische Spätsommer-Stimmung getauchten postkartengleichen Bilder streicht, die von einem Soundtrack mit Zwanziger-Jahre-Salonmusik zeitgemäß aufbereitet von Thomas Feiner ergänzt werden. Doch von Borries verharrt nicht an der Oberfläche seiner Aufnahmen, er taucht in die unergründlichen Tiefen der Seelen seiner Protagonisten, die vor allem mit August Diehl und Daniel Brühl fantastisch besetzt sind. Deren zerrissene Gefühlswelten und ihre Gegensätzlichkeit sind spannend und dramatisch und immer verständlich, lassen bisweilen einen Hauch von James Dean und "Denn sie wissen nicht, was sie tun" spüren und zeigen die stürmische und eindringliche die Zeit der Adoleszenz einmal anders - fernab konventioneller Teeniekomödien und amerikanischer Apfelkuchenträume. cm.
| Darsteller: | Daniel Brühl | als Paul | |
|---|---|---|---|
| August Diehl | als Günther | ||
| Anna Maria Mühe | als Hilde | ||
| Thure Lindhardt | als Hans | ||
| Jana Pallaske | als Elli | ||
| Verena Bukal | als Rosa | ||
| Julia Dietze | als Lotte | ||
| Christoph Luser | als Macke | ||
| Marius Frey | als Bittner | ||
| Fabian Oscar Wien | als Fritz | ||
| Tino Mewes | als Django | ||
| Jonas Jägermeyr | als Pit | ||
| Luc Feit | als Zipser | ||
| Holger Handtke | als Wieland | ||
| Jürgen Wink | als Lehrer Krähe | ||
| Thomas Neumann | als Kommissar Peters | ||
| Thomas Schendel | als Kommissar Kraus | ||
| Buddy Elias | als Dr. Frey | ||
| Roman Kaminski | als Vorsitzender Gericht | ||
| Regie: | Achim von Borries | ||
| Buch: | Achim von Borries | ||
| Hendrik Handloegten | |||
| Musik: | Thomas Feiner | ||
| Ingo Ludwig Frenzel | |||
| Kamera: | Jutta Pohlmann | ||
| Produzent: | Stefan Arndt | ||
| Christophe Mazodier | |||
| Manuela Stehr | |||
Was nützt die Liebe in Gedanken in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Deutsch DD 2.0
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Bildformat: 1:1,85/16:9
Extras: Audiokommentar, Making of, Bildergalerie, Nicht verwendete Szenen, Behind the Scenes
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