DVD Kaufvideo

We Need to Talk About Kevin

Drama um eine Frau, die damit zurechtkommen muss, dass ihr Teenagersohn ein Amokläufer ist.


We Need to Talk About Kevin

Kaufvideo

Erhältlich seit:
08.11.2012

Drama/ Thriller

Großbritannien 2011
Laufzeit: 106 Min.
FSK: ab 16

Tilda Swinton
John C. Reilly
Ezra Miller

Regie: Lynne Ramsay
Bavaria Media GmbH

Videoplayer wird geladen ...

Filmbewertung


(0 Bewertungen)
Die Ausstattung

Die Technik

Haben Sie den Film schon gesehen?

Jetzt bewerten!


 
We Need to Talk About Kevin

Als sich die Geburt ihres Sohnes ankündigt, ziehen Eva und ihr Mann von New York in die Vorstadt, wirken wie eine Vorzeigefamilie. Von Anfang an wehrt sich das Schreikind gegen Zuneigung, verwüstet sein Zimmer und spielt später die Eltern gegeneinander aus. Als Sechzehnjähriger richtet er in der Schule ein Blutbad an. Während der Vater und die jüngere Tochter wegziehen, bleibt Eva vor Ort, erleidet Demütigungen und Aggressionen. Auch im neuen Job holen sie die Schrecken der Vergangenheit wieder ein.

Nach neunjähriger Pause beeindruckt Lynne Ramsey durch eine Tragödie biblischen Ausmaßes mit Oscar-Preisträgerin Tilda Swinton in einer Aufsehen erregenden Performance als Mutter, die sich mit der Wahnsinnstat ihres Sohnes auseinandersetzen und Trauerarbeit leisten muss, sich rigoros die Frage nach der Schuld stellt. In expressiver Bildsprache und außergewöhnlicher Parallelmontage wird der kompromisslose Film zur Herausforderung für den Zuschauer, der sich der psychologischen Wucht kaum entziehen kann.

We Need to Talk About Kevin

Tilda Swinton überzeugt in dieser bewegenden Romanverfilmung als Mutter eines Massenmörders und stellt sich ohne Wenn und Aber der Schuldfrage.

Was geht in einem Jugendlichen vor, der Gleichaltrige bei einem Amoklauf sinnlos tötet? Was habe ich als Mutter falsch gemacht? Ist mein Kind ein Monster? Welche Verantwortung trage ich? Fragen, die sich Tilda Swinton als Eva Katchadourian täglich stellt. Für ihren Sohn Kevin hat sie Karriereambitionen aufgeben und ist mit ihrem Mann von New York in die Vorstadt gezogen, aber schon von Anfang an verhält sich das Schreikind auffällig, wehrt sich gegen Zärtlichkeit und Zuneigung, ein richtig böser Bube, der sein Zimmer verwüstet und die Eltern gegeneinander aufhetzt und manipuliert. Mit 16 Jahren richtet er ein Blutbad in der Schule an, nicht mit einer Pumpgun, sondern mit Pfeil und Bogen - wie einer, der wie selbstverständlich auf die Jagd geht und Wild niederstreckt. Während ihr Mann mit der Tochter einen Neuanfang fernab des Geschehen beginnt, bleibt sie vor Ort, erträgt Demütigungen, Aggressionen und Vorwürfe. Auch ihr neuer Job schützt nicht vor den schrecklichen Erinnerungen.

Nach neun Jahren Pause kehrt Lynne Ramsey ("Ratcatcher", "Morvern Callar") auf die Leinwand zurück und führt nicht nur ihre Protagonistin, sondern auch den Zuschauer durch die Hölle. Was als scheinbar übliches Sozialdrama beginnt, endet in einer Tragödie biblischen Ausmaßes. Oscar-Preisträgerin Swinton geht in ihrer Rigorosität der Darstellung als Mutter, die sich mit der Wahnsinnstat ihres Sohnes auseinandersetzen und Trauerarbeit leisten muss, an die Grenzen. Eine Performance, die ihr den Europäischen Filmpreis einbrachte. Mal wird sie auf der Straße geohrfeigt, ihr Haus und Auto mit roter Farbe beschmiert oder sie durchlebt das Grauen in Albträumen. Rückblenden zeichnen die Stationen der Familiengeschichte bis zur finalen Katastrophe auf, fordern Aufmerksamkeit. Der assoziative Schnitt (Joe Bini) spielt mit Gegensätzen - da geht die schwangere Eva einen Flur entlang umgeben von netten Mädchen in Ballettröckchen, im Gegenschnitt sieht man die leid gebeugte Mutter Jahre später schweren Schrittes auf dem Flur des Gefängnisses. In Ramseys expressiver Bildsprache dient die Farbe rot in allen Nuancen als Leitmotiv, schon in der ersten Einstellung dominieren rote zermatschte Tomaten über sich windenden Körpern in einer Traumsequenz, später findet sich die Farbe im Kleid wider und setzt über den Film hinweg immer wieder Akzente. "We have to talk about Kevin" ist eine psychische und physische Zumutung, ist hart und kompromisslos. Aber einfach grandios. mk.

We Need to Talk About Kevin

Evas (Tilda Swinton) Welt bricht mit einem Knall in sich zusammen, als ihr Sohn Kevin (Ezra Miller, u.a.) kurz vor seinem sechzehnten Geburtstag in seiner Schule ein grausames Blutbad anrichtet. Völlig be - nommen steht sie vor dem Scherbenhaufen ihres Lebens, während ihre Gedanken um die Frage kreisen, wie es so weit kommen konnte. Verzweifelt versucht sie irgendwo Halt zu finden in einer Welt, die ihr als Mutter Kevins Vermächtnis anlastet und ihren Alltag zur Hölle werden lässt. Ihre Erinnerungen zeichnen das beängstigende Bild eines unheilvollen Sprösslings, der sich unaufhaltsam zum Monster entwickelt.

Virtuos legt Regisseurin Lynne Ramsay Evas Lebensweg bis zu dem schrecklichen Vorfall frei. Sie enthüllt in grandiosen Cinemascope-Bildern Schicht um Schicht eines immer packenderen Erinnerungsgeflechtes aus irritierenden Vorfällen um ein Familienleben, das von Anfang an eine Zerreissprobe war, zwischen bedingungsloser mütterlicher Liebe und der Fassungslosigkeit gegenüber Kevins Taten.

Quelle: Bavaria Media

Darsteller:  Tilda Swinton   als Eva
  John C. Reilly   als Franklin
  Ezra Miller   als Kevin, Jugendlicher
  Jasper Newell   als Kevin, jung
  Rocky Duer   als Kevin, Kleinkind
  Ashley Gerasimovich   als Celia
  Siobhan Fallon   als Wanda
  Alex Manette   als Colin
  Kenneth Franklin   als Soweto
  Paul Diomede   als Al
  Mark Elliot Wilson   als Evas Anwalt
  James Chen   als Dr. Foulkes
  Lauren Fox   als Dr. Goldblatt
  Erin Maya Darke   als Rose
  Polly Adams   als Mary Woolford
  Ursula Parker   als Lucy
 
Regie:  Lynne Ramsay  
Buch:  Lynne Ramsay  
  Rory Kinnear  
Musik:  Jonny Greenwood  
Kamera:  Seamus McGarvey  
Produzent:  Luc Roeg  
  Jennifer Fox  
  Robert Salerno  
  Steven Soderbergh  
  Christine Langan  
  Paula Jalfon  
 

We Need to Talk About Kevin in der Fotoshow

 

Fassungen

 

facebook

 

Features

 

Weitere Videos

Hoch Runter
 

Star

Tilda Swinton

Über 15 Jahre war sie die Gallionsfigur der englischen Avantgarde, Muse des britischen Regisseurs Derek Jarman und erklärter Liebling...

 

Star

John C. Reilly

Amerikanischer Charakterdarsteller mit stets windgeschüttelt zerzaustem Kraushaar, der "Gene Hackman seiner Generation", knarzig bis...