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We Want Sex

Mit unwiderstehlichem Charme und britischem Humor inszeniert Nigel Cole den Streik von Ford-Arbeiterinnen 1968 mit Sally Hawkins in der Hauptrolle als Anführerin.


We Want Sex

Leihvideo

Erhältlich seit:
19.05.2011

Originaltitel: Made in Dagenham

Drama/ Komödie

Großbritannien 2010
Laufzeit: 113 Min.
FSK: ab 12

Sally Hawkins
Bob Hoskins
Miranda Richardson

Regie: Nigel Cole
Tobis Home Entertainment GmbH & Co. KG

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We Want Sex

England, 1968: Die Ford-Arbeiterinnen in Dagenham, Essex, nähen in brütender Hitze der Fabrik Autositzbezüge - und bekommen viel weniger Geld als die männlichen Kollegen. Irgendwann reicht es ihnen und sie streiken für gleichen Lohn. Die Ehefrau und Mutter Rita übernimmt die Führung, legt sich mit den Ford-Oberen ebenso an wie mit dem Gewerkschaftschef. Als die Ehemänner ausgesperrt werden, ist es vorbei mit der Solidarität. Den couragierten Streikenden bleibt nur eins, Unterstützung bei der Politik zu suchen.

Mit unwiderstehlichem Charme und britischem Humor im Stil von "Ganz oder gar nicht" schildert "Kalender Girls"-Regisseur Nigel Cole den Streik von Ford-Arbeiterinnen, der schließlich zum "Equal Pay Act" von 1970 führte. Dabei setzt er mehr auf die emotionale als auf die gesellschaftspolitische Seite. Der Film lebt von seinen hervorragenden DarstellerInnen, allen voran Sally Hawkins ("Happy-Go-Lucky"), die in die Fußstapfen von Filmfiguren wie "Norma Rae" tritt, und seinem Aktualitätsbezug.

We Want Sex

Mit unwiderstehlichem Charme und britischem Humor inszeniert Nigel Cole den Streik von Ford-Arbeiterinnen 1968 mit Sally Hawkins in der Hauptrolle als Anführerin.

Gleicher Lohn für Mann und Frau, auch 2010 oft nur ein frommer Wunsch. Als reine Utopie galt diese Idee jedoch im Jahr 1968 in Dagenham, Essex. Da ernährte der Mann die Familie, und wenn das Heimchen nicht nur am Herd, sondern auch in der Fabrikhalle hantierte, gab es als Zuverdienerin sowieso weniger Geld. Die Ford-Arbeiterinnen nähten in brütender und stickiger Hitze (und deshalb nicht selten in Unterwäsche) Autositzbezüge und wurden als ungelernte Arbeitskräfte bezahlt, bis ihnen der Kragen platzte und sie mitten in der Schicht die Fabrik verlassen. Die 187 Damen machten Geschichte mit ihrer Forderung nach "equal pay", gleichen Lohn für gleiche Arbeit. An ihrer Spitze kämpft Sally Hawkins als Ehefrau und Mutter, die mehr zufällig in die Rolle rutscht und an "Norma Rae" erinnert. Sie wagt es, den Ford-Oberen zu widersprechen und legt sich auch mit dem Gewerkschaftschef an, der sich seiner Kumpanei mit den Arbeitgebern nicht schämt und auf deren Kosten gerne luxuriös speist. Als die Ehemänner ausgesperrt werden, hängt der Haussegen schief, ist es vorbei mit der Solidarität. Den couragierten Streikenden bleibt nur eins, Unterstützung bei der Politik zu suchen. Der Titel täuscht, es geht nicht um Sex. Ein Transparent entfaltete sich nicht richtig und nur der erste Teil der Forderung "We want sexual equality" war zu lesen.

Nigel Cole ("Kalender Girls") trumpft mit einem großartigen Ensemble auf. Neben der brillanten Hawkins, die endlich mal so richtig ernsthaft überzeugen darf, glänzen Bob Hoskins, Miranda Richardson und Rosamund Pike. Trotz desThemas überwiegt ein leichter und heiterer Ton, geht es um das Menschliche, die kleinen Rückschläge, das Durchhalten, das Zähne-Zusammenbeißen, die Hoffnung - wann, wenn nicht jetzt. Witzig und pointiert resümiert Cole die Ereignisse, die zum Equal Pay Act von 1970 führten, durch den ungleiche Bezahlung illegal wurde. Dabei setzt er mehr auf die emotionale als auf die gesellschaftspolitische Seite. Der Film lebt nicht nur durch seine Darstellerinnen, sondern auch durch seinen Aktualitätsbezug. Wenn der Ford-Manager den Premier mit dem Abbau von Arbeitsplätzen erpresst und bei der couragierten Arbeitsministerin, genannt die "feurige Rote" (Miranda Richardson) dagegen auf Granit beißt, fühlt man sich wie im Jahr 2009/2010 unter etwas anderen Vorzeichen bei Opel. Eine witzige englische Sozialkomödie in der Tradition von "Billy Elliot", "Kinky Boots" oder Nigels "Kalendar Girls", ganz ohne Larmoyanz oder Gesellschaftskritik à la Ken Loach. Ein "Ganz oder gar nicht" für Frauen und Crowd Pleaser, bei dem uns das Herz aufgeht. mk.

Darsteller:  Sally Hawkins   als Rita O'Grady
  Bob Hoskins   als Albert Passingham
  Miranda Richardson   als Barbara Castle
  Geraldine James   als Connie
  Rosamund Pike   als Lisa Hopkins
  Andrea Riseborough   als Brenda
  Daniel Mays   als Eddie O'Grady
  Jaime Winstone   als Sandra
  Kenneth Cranham   als Monty Taylor
  Rupert Graves   als Peter Hopkins
  John Sessions   als Harold Wilson
  Roger Lloyd Pack   als George
  Richard Schiff   als Robert Tooley
  Lorraine Stanley   als Monica
  Nicola Duffett   als Eileen
  Matthew Aubrey   als Brian
 
Regie:  Nigel Cole  
Buch:  William Ivory  
Musik:  David Arnold  
Kamera:  John de Borman  
Produzent:  Elizabeth Karlsen  
  Stephen Woolley  
 

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