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Kaufvideo
Erhältlich seit:
15.10.2008
Deutschland 1997
Laufzeit: 86 Min.
FSK: ab 12
Uwe Ochsenknecht
Barbara Auer
Chin Meyer
Regie: Paul Harather
Concorde Home Entertainment

Ein frohes Fest dürfte das emsige Concorde-Team mit Paul Harathers Komödie "Weihnachtsfieber" feiern können, wenn die Besucher des November-Starters ausgezählt sind: Bei der ersten Kinoproduktion von Hofmann & Voges kann ausgiebig gelacht und geweint werden, es menschelt an den richtigen Stellen, und die Hauptdarsteller Barbara Auer und Uwe Ochsenknecht zeigen schauspielerische Karriere-Höhen.
Mit "Indien"-Regisseur Paul Harather haben die "Weihnachtsfieber"-Produzenten Mischa Hofmann und Philip Voges ins Schwarze getroffen: Der schräge Humor des Österreichers gibt dem Film, der stark an John Hughes' modernen US-Komödienklassiker "Ticket für Zwei" (mit Steve Martin und John Candy in ihren stärksten Rollen) von 1981 erinnert, einen gelungen schrägen Schlag, der deutschen Komödien so oft fehlt. Die Mischung aus Harathers herrlichem Anarcho-Humor und der amerikanisch anmutenden Plotpoint-Perfektion, die vor allem im gelungenen Storybeat-Wechselbad von Lachern, ernsten Momenten und nachdenklich-tränigen Verschnaufspausen deutlich wird, unterscheidet "Weihnachtsfieber" deutlich von der oft beklagten deutschen Massenware: Dies ist keine flache Plotte mit Slapstick und dummen Sprüchen, sondern durchdachte Komödien-Dramaturgie mit dreidimensionalen Figuren, die durch echte Probleme zu echten Lösungen gelangen. Auch ist dies kein verkapptes TV-Movie, sondern eine sichtbar auf Kinostandards angelegte Produktion: Handwerkliche Highlights wie Gernot Rolls Kamera und die Kostüme von Natascha Curtius-Noss verhelfen zum entscheidenden Sprung über das Mittelmaß.
Die Glanzlichter liefern aber die beiden Hauptdarsteller in Rollen, die sie mit Bravour füllen: Barbara Auer als coole TV-Moderatorin im Erfolgsfrau-Kostümchen (die farbenfrohen Innenansichten ihrer schönen, heilen Wirkungsstätte lieferte Co-Produzent Pro Sieben) und Uwe Ochsenknecht - der hier seine karrieremachenden Idioten aus "Männer" und "Schtonk!" noch toppt - als köstlich depperter, aber höchst liebenswerter Verlierertyp, der anfangs nervt, dann aber schwer zu Herzen geht. Auers vermeintlich kaltschnäuziges TV-Frauchen ist auf der Flucht vor Weihnachten, Ochsenknechts vermeintlich spießiger Vertreter auf dem Weg ins weihnachtliche Familienglück. Daß sie nur vor Single-Depressionen flieht, ist klar - daß er auch nicht besser dran ist, ist der Twist, der dem unfreiwilligen, ungleichen Paar das Happy End ermöglicht. Klar, daß sie im Grunde weich und lieblich ist und er nicht so dumm und ungehobelt, wie er wirkt. Auf dem Weg zu dieser Erkenntnis müssen sie sich aber erst kennenlernen, angiften, anfreunden und verlieben - dabei unter anderem behindert von der Deutschen Bahn, einer Autopanne, einem Scheintoten und der Polizei - und am Ende hat man sie beide so ins Herz geschlossen, wie das bei guten Komödien eben sein muß. dd.
Die erfolgreich-dynamische Moderatorin Charlotte Becker (Barbara Auer) hasst Weihnachten wie die Pest - der ungeschickte und ziemlich nervtötende Vertreter Fritz Mauser liebt die Festtage und alles, was dazu gehört, über alles. Als sich die Wege der beiden zufällig am Tag vor Heiligabend kreuzen, reiht sich eine Katastrophe an die andere. Und dabei wollte Charlotte doch eigentlich nur dem alljährlichen Weihnachts-Wahnsinn entfliehen ...
Schon bei dem Gedanken an Weihnachtgebäck, Weihnachtslieder und Weihnachtsbaum wird der taffen Fernsehmoderatorin Charlotte Becker speiübel - und für die Sentimentalitäten, die das Fest der Liebe jedes Jahr mit sich bringt, fehlt ihr ohnehin jedes Verständnis. Überflüssige Gefühlsduselei! Um dem Weihnachtsrummel über die Feiertage zu entfliehen, hat sie für sich und ihren Freund daher folgerichtig schon vor einiger Zeit einen Urlaub auf den Malediven gebucht, das sollte weit genug von Berlin entfernt sein. Sobald die Sendung vorbei ist, geht es direkt an den Flughafen, den gepackten Koffer hat sie heute mit ins Studio gebracht. Dass sie nun doch alleine in die Südsee fliegen muss - auf dem Parkplatz erfährt Charlotte zwei Stunden vor Abflug von ihrem Freund, dass er sich in ihre eigene Assistentin verliebt hat - stört sie nach einem maximal fünfminütigen Tränenausbruch nicht sonderlich.
Auf dem Weg zum Flughafen ruft sie noch kurz bei ihrer Mutter an, der Akku ihres Mobiltelefons ist leer, so dass ihr nichts anderes übrig bleibt, als kurz an einer Telefonzelle anzuhalten. Noch während sie in ihrer Handtasche nach der Telefonkarte fischt, drängt sich ein Mann an ihr vorbei, um in der Telefonzelle nun seinerseits nach einer Karte zu suchen. Als Charlotte ihn darauf hinweist, dass er sich vorgedrängt hat, bemerkt er gleich, dass er sie irgendwoher kennt. Möglicherweise aus einem Katalog für Sanitäreinrichtungen? Charlotte ist entrüstet, aber den Mann, der sich ihr als Fritz Mauser vorstellt, stört das nicht weiter. Fröhlich redet er auf die völlig entnervte Charlotte ein und erzählt ihr, dass er über Weihnachten zu Frau und Kind fährt. Prompt verpasst sie ihren Flieger, der Flughafen-mitarbeiter schafft es aber, sie auf eine Maschine, die am Abend ab München fliegt, zu reservieren.
Mit dem Zug geht es nun in den Süden der Republik. Im Speisewagen entdeckt sie zufällig Mauser wieder, der begeistert auf sie zustürmt - da hilft es auch nicht, sich hinter der Speisekarte zu verstecken. Mit ihrer Abneigung gegen den etwas schusseligen Dauerquassler steht sie hier aber alleine da, die Bedienung, die auf Charlottes Sonderwünsche recht zickig reagiert hatte, behandelt Mauser äußerst zuvorkommend. Als der Zug auf offener Strecke stehenbleibt und so schnell nicht weiterfahren kann, steigt Mauser aus. Ein Kunde von ihm wohnt im nächsten Ort und kann ihm ein Fahrzeug leihen, nur so kommt er pünktlich zu seiner Familie. Charlotte beschließt, mit ihm zu gehen, der Flieger darf dieses Mal auf gar keinen Fall ohne sie abheben.
Das versprochene Fahrzeug entpuppt sich als kleine Kehrmaschine, die auch schon wenige Kilometer später ihren Geist aufgibt. Charlotte stöhnt laut auf. Das darf doch nicht wahr sein! Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als in den nächsten Ort zu trampen. Allerdings ist der einzige Autofahrer, der sich ihrer erbarmt, stark alkoholisiert und nach zwei durchzechten Tagen und Nächten auch extrem übermüdet. Es kommt wie es kommen musste - nur viel schlimmer. Die Polizei hält die drei an, verhaftet Mauser und Charlotte und kettet sie mit Handschellen aneinander.
Als der Betrunkene davonrennt, nutzen die Beiden die Gunst der Stunde und türmen. Doch schon wieder hängen sie in einem Provinzkaff fest: Der nächste Bus nach München fährt am nächsten Tag! Im Pfarrhaus wird den Beiden zwar Obdach gewährt und es gelingt ihnen auch, ihre Zwangsverbindung mittels eines Bolzenschneiders wieder zu lösen, aber dafür müssen sie bei dem Krippenspiel in der Kirche mitmachen. Die Stimmung hebt sich erst deutlich, als Mauser und Charlotte den Messwein stehlen und trinken, was schließlich dazu führt, dass sie sich mehr als nur gut verstehen.
In München angekommen, stellt Charlotte erstaunt fest, dass sie Mauser, so unmöglich er auch sein mag, wirklich lieb gewonnen hat. Aber der ist nun schon unterwegs zu seiner Familie. Doch dann entdeckt Charlotte, dass Mausers Familienleben längst nicht mehr so glücklich ist ... und einem Happy End (fast) nichts mehr im Weg steht ...
"Indien"-Regisseur Paul Harather schickt Uwe Ochsenknecht und Barbara Bauer als ungleiches Duo wider Willen auf eine aberwitzige Odyssee durch die deutsche Provinz!
Quelle: Concorde
| Darsteller: | Uwe Ochsenknecht | als Mauser | |
|---|---|---|---|
| Barbara Auer | als Charlotte Becker | ||
| Chin Meyer | als Guido Blum | ||
| Sophie Rois | als Frau Brecht | ||
| Frank Dommel | als Aufnahmeleiter NBTV | ||
| Jaschka Lämmert | als Tini | ||
| Bruno Cathomas | als Fahrer | ||
| Alfred Kleinheinz | als Victor | ||
| Jaecki Schwarz | als Unfallfahrer | ||
| Thomas Neumann | |||
| Kathrin Angerer | |||
| Bernd Stichler | |||
| Heike Hanold-Lynch | |||
| Bernd Raucamp | |||
| Norbert Wartha | |||
| Maddalena Kerrh | |||
| Alexander Liegl | |||
| Regie: | Paul Harather | ||
| Buch: | Paul Harather | ||
| Kamera: | Gernot Roll | ||
| Produzent: | Mischa Hofmann | ||
| Philip Voges | |||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 2.0
Tonformat: Dolby Digital 2.0
Bildformat: 1:1,33/4:3
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