VHS Leihvideo

Weißer Oleander

Während die Mutter für den Mord an ihrem Lebensgefährten eine Haftstrafe verbüßt, sucht ein 13-jähriger Teenager nach einer neuen Familie und nach sich selbst.


Weißer Oleander

Leihvideo

Erhältlich seit:
05.08.2003

Originaltitel: White Oleander

Drama

USA 2002
Laufzeit: 105 Min.
FSK: ab 12

Alison Lohman
Michelle Pfeiffer
Robin Wright

Regie: Peter Kosminsky
Universum Film

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Brisantes Mutter-Tochter-Drama: Hollywoods Frontfrauen Michelle Pfeiffer, Renée Zellweger und Robin Wright Penn garantieren grandioses Gefühlskino.

Erdrückende Liebe: Michelle Pfeiffer und Filmtochter Alison Lohman

Erdrückende Liebe: Michelle Pfeiffer und Filmtochter Alison Lohman

Mit ihren blonden langen Haaren erinnert sie an einen Engel, aber sie geht durch die Hölle. Die 15-jährige Astrid wächst bei ihrer exzentrischen Mutter, der Malerin Ingrid Magnussen auf, die sich nicht um den Kleinkram im Alltag kümmert, sondern radikal ihre Vorstellung von Leben durchsetzt. Eine normale Kindheit - Fehlanzeige. Als die Mama gar den unwilligen Liebhaber ermordet und in Handschellen abgeführt wird, muss das Mädchen innerhalb einer Viertelstunde seine Siebensachen packen. Auftakt zu einer Odyssee durch Pflegefamilien und Heime.

Die Pflegemütter wechseln, die Sehnsucht nach Zuneigung und einem festen Platz im Leben bleiben. Nach bitteren und wenig guten Erfahrungen entzieht sich Astrid dem Einfluss der Mutter, die auch aus dem Gefängnis jeden ihrer Schritte mit Argusaugen verfolgt. Sie tritt aus deren Schatten heraus, setzt die Bruchstücke des kaputten American Dream neu zusammen zu ihrem ureigenen Traum von Unabhängigkeit, wagt ein neues Leben und eine neue Liebe.

Aus Janet Fitchs Bestseller macht Peter Kosminsky ein aufregendes Mutter-Tochter-Drama, emotionsgeladen, verstörend, aber immer voll unterhaltend. Der Titel "Weißer Oleander" ist Programm. Denn diese Pflanze ist wunderschön, aber heimtückisch, produziert gefährliches Gift, um sich zu schützen. So wie Ingrid Magnussen, die mit Menschen umspringt wie mit Marionetten und erst sehr spät erkennt, dass sie Mutterliebe mit Machtlust verwechselt. Alle Figuren sind spannend und mit Psychologie erzählt.

Frisch verliebt: Astrid und der<br /> nette Paul

Frisch verliebt: Astrid und der<br /> nette Paul

Da strandet Astrid erst in der Pampa um Los Angeles bei einer Schlampe mit religiösem Fimmel (Robin Wright Penn), die eifersüchtig über ihren noch verheirateten Lover wacht und ausrastet, als sie merkt, dass sich zwischen ihm und Astrid etwas anbahnt. Dann schließt sie im feinen Malibu Freundschaft mit Claire (Renée Zellweger), einer Schauspielerin auf dem absteigenden Ast, deren Mann als Filmproduzent in der Welt herumjettet. Aber schnell kriegt sie die Eifersucht der Mutter zu spüren, die Claire bei einem Treffen im Knast so fertig macht, dass die nach einem Streit mit dem Ehemann Selbstmord begeht.

Trotz ihrer Verletzbarkeit gewinnt Astrid eine unglaubliche Stärke und innere Kraft - ob sie sich im Heim gegen gewalttätige Latinas behauptet oder bei einer russischstämmigen Heavy Metal-Anhängerin lernt, schnellen Reibach auf dem Flohmarkt zu machen. Ein Lichtblick: Der nette Paul (Patrick Fugit aus "Almost Famous") aus dem Heim, ein angehender Comic-Zeichner, in den sie sich zögerlich verliebt. Den Namen Alison Lohman sollten wir uns merken. Die Newcomerin nimmt es mühelos mit der geballten Starpower von Michelle Pfeiffer, Robin Wright Penn und Renée Zellweger auf, drei Hollywood Frontfrauen, die grandioses Gefühlskino garantieren.

Weißer Oleander

Mit der geballten weiblichen Starpower von Michelle Pfeiffer, Renee Zellweger und Robin Wright Penn rückt Doku- und TV-Spezialist Peter Kosminsky ("Stürmische Höhen") in seiner zweiten Spielfilmarbeit dem 450 Seiten starken Bestseller von Janet Fitch zuleibe: ein anrührendes und widerspenstiges Gedicht über das Überleben und Finden der eigenen Stimme auf der Schattenseite des American Dream, ein Poem aus zerbrochenen Familien, verlassenen Frauen, Einsamkeit, Selbstmord, Dysfunktionalität, Gewalt und Manipulation. Es beginnt wie ein federleichter kalifornischer Traum aus einem Fleetwood-Mac-Song, der sich bei der dornigen Reise einer sensiblen Teenagerin durch Pflegefamilien und -heime in der Los-Angeles-Gegend aber zunehmend zum Alb wandelt, der Taten herausfordert.

Ein Hauch von Magie und Wunder, etwas Märchenhaftes liegt in den frühen Nachtszenen von "White Oleander", als könne Astrid, die junge Heldin der Geschichte, feenhaft und unschuldig mit ihren langen blonden Haaren und wallenden weißen Gewändern, die heile Welt vor ihrem langen Leidensweg nur noch als idealisierte, schöngefärbte Erinnerung beschwören: Allein großgezogen von ihrer ebenso schönen wie starken Mutter Ingrid, einer begabten Malerin, die Michelle Pfeiffer mit großer Intelligenz und beachtlicher Kontrolle spielt, sieht Astrid die Welt zunächst mit großen Kinderaugen, aber doch entschieden aus der bisweilen harschen Sicht der Mutter, die ultimative Autonomie und Selbstverantwortung predigt. Schnell sieht sich Astrid gezwungen, diese Worte in die Tat umzusetzen, als Ingrid ihren Liebhaber tötet und ins Gefängnis kommt. Für Astrid beginnt ein Leidensweg durch die Instanzen: zum gestreng-religiösen Regiment einer White-Trash-Pflegefamilie, zu einem deprimierenden Pflegeheim, wo das Recht des Stärkeren zählt, zu einem harmonischen Malibu-Zuhause, in dem Astrid in einer Hollywoodschauspielerin eine gleichberechtigte Freundin findet, bis diese von ihrem Mann verlassen wird, zu einer gleichgültigen Lebenskünstlerin, die aufmüpfige Mädchen nur deshalb bei sich aufnimmt, um Geld vom Staat zu bekommen. Alldieweil wird Astrid von ihrer Mutter begleitet, deren Einfluss und destruktive Weltsicht sich wie ein Schatten über den Film legt. Anders als in der Vorlage, in der Fitch die einzelnen Stationen auf Astrids Weg als separate Fallstudien in vielen Details präzise durchdekliniert, will Kosminsky sie bestenfalls als Stimmungsbilder oder Katalysator für Astrids Entwicklung skizzieren. Und doch wirkt sein Film nie vage, nie oberflächlich: Denn die Wandlung seiner von Newcomerin Alison Lohman stets überraschend und echt gespielten Heldin ist überzeugend. Mit jeder neuen Begegnung mit einer der faszinierenden Randfiguren der Geschichte - die überkandidelte und paranoide Southern Belle Starr (Wright Penn), der verständnisvolle angehende Comic-Künstler Paul (Patrick Fugit aus "Almost Famous"), der Astrids Zerrissenheit mit seinen Zeichnungen Ausdruck verleiht, die liebevolle und unglückliche Schauspielerin Claire (Zellweger), die Pflegeväter, die Astrids Verlangen nach dem leiblichen Vater, den sie niemals kannte, verstärken - macht sie immer weiter Schritte in Richtung Unabhängigkeit. Gleichzeitig wandelt sich das Bild der Mutter, die Astrid als einzige Konstante in ihrem Leben regelmäßig im Gefängnis besucht: Sie entpuppt sich als wahrer Feind, dessen verheerenden Einfluss es zu konfrontieren gilt. Fast unmerklich stellt Kosminsky die Welt auf den Kopf und fordert den Zuschauer auf, die eigenen Überzeugungen in Frage zu stellen: In Schatten und Schmerz entdeckt er Schönheit und Solidarität, während die Gefahr vom vermeintlichen Hort der Harmonie ausgeht. "White Oleander" ist ein faszinierender, aber auch trügerischer Film, der die Essenz rebellischer Musikerinnen wie Fiona Apple oder Ani DiFranco in Bildern einfängt, die unsere Reaktion herausfordern, weil sich ihre Bedeutung oft erst auf den zweiten Blick erschließt. Spannend und aufregend ist das, ein purer Glücksfall für das Kino. ts.

Darsteller:  Alison Lohman   als Astrid Magnussen
  Michelle Pfeiffer   als Ingrid Magnussen
  Robin Wright   als Starr Thomas
  Renée Zellweger   als Claire Richards
  Svetlana Efremova   als Rena Crushenka
  Patrick Fugit   als Paul Trout
  Billy Connolly   als Barry Kolker
  Cole Hauser   als "Onkel" Ray
  Noah Wyle   als Mark Richards
  Amy Aquino   als Miss Martinez
  Liz Stauber   als Carolee
  Kali Rocha   als Susan Valeris
  Charles Constant   als Jerry
  Marc Donato   als Davey
  James Lashly   als Reverend Daniels
  Taryn Manning   als Nikki
  Allison Munn   als Hannah
  Samantha Shelton   als Yvonne
  M. Elizabeth Barrett   als Gebärdensprache- Übersetzter
  Brian Mulligan   als Gerichtsvollzieher
  Bree Michael Warner   als Mädchen in Apartment
 
Regie:  Peter Kosminsky  
Buch:  Mary Agnes Donoghue  
Musik:  Thomas Newman  
Kamera:  Elliot Davis  
Produzent:  Hunt Lowry  
  John Wells  

Michelle Pfeiffer will Hebamme werden

Michelle und Alison Lohman in "<a href="http://www.kino.de/kinofilm/weisser-oleander/66411.html">White Oleander</a>"

Michelle und Alison Lohman in "<a href="http://www.kino.de/kinofilm/weisser-oleander/66411.html">White Oleander</a>"

Das war eine Premiere der anderen Art für "Catwoman" Michelle Pfeiffer: Bei der Geburt ihres Neffen war sie mit im Kreißsaal - und schoss sogar einige Fotos. Michelle war so begeistert, dass sie jetzt sogar den Beruf wechseln will:

"Ich hatte vorher noch nie eine Geburt miterlebt. Es war so beeindruckend, dass ich mir dachte: 'Wow, das möchte ich jeden Tag tun: Leben in die Welt bringen' Ja, ich wollte wirklich Hebamme werden - was für eine schöne Art den Glauben an die Menschen wiederzugewinnen."

Falls Michelle ihren Traum in die Tat umsetzt: Am 19.12. kommt ihr letzter Film in die deutschen Kinos: In Peter Kosminskys Drama "White Oleander" spielt sie eine betrogene Liebhaberin, die ihren Ex mit einem Pflanzengift tötet. Ihre Tochter (Alison Lohman) wird daraufhin von Pflegeheim zu Pflegeheim gereicht. Mutter und Tochter entdecken in vielen Briefen nach und nach die Tiefe ihrer Bindung.

Regisseur Kosminsky stützte sich nach seiner bemerkenswerten Romanverfilmung von Emily Brontes "Wuthering Heights" mit Juliette Binoche und Ralph Fiennes auch diesmal wieder auf einen Roman: Als Vorlage diente der Bestseller "White Oleander" von Janet Fitch.

 

Weißer Oleander in der Fotoshow

 

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Michelle Pfeiffer

Michelle Pfeiffer, geboren in Santa Ana, Kalifornien, belegte schon in der Highschool "Drama" als Hauptfach. Als typisches...

 

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