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Wer liebt, dem wachsen Flügel

Locker-leichte Liebesgeschichte mit Wiener Flair von Autor/Regisseur/Darsteller Gabriel Barylli.


Wer liebt, dem wachsen Flügel

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Erhältlich seit:
13.05.2000

Drama/ Komödie

Deutschland/Österreich 1999
Laufzeit: 94 Min.
FSK: ab 6

Lisa Martinek
Heio von Stetten
Maximilian Schell

Regie: Gabriel Barylli
Concorde Home Entertainment

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Wer liebt, dem wachsen Flügel

Der romantisch veranlagte Antiquitätenhändler Christian hat eigentlich keinen Grund zur Klage. Er hat einen Job, der ihn ausfüllt, keinerlei materielle Sorgen und er ist mit einer bildschönen Frau verheiratet. Das ändert sich, als Maria das Erbe ihres Vaters antritt und dessen Firma übernimmt. Denn plötzlich wird aus der Gattin eine knallharte Geschäftsfrau, für die der Beruf alles und das Liebesleben nichts bedeutet. Doch Christian denkt gar nicht daran, sich in sein Schicksal zu ergeben und versucht alles, um Maria wieder zurückzugewinnen.

Nach Leinwandadaptionen seiner Theaterstücke "Butterbrot" und "Honigmond" versucht sich der österreichische Schauspieler, Schriftsteller, Autor und Regisseur Gabriel Barylli nun an einer zeitgenössischen Beziehungskomödie. Doch ein durchschaubares Drehbuch, realitätsfremde Dialoge und schief sitzende Pointen werden dem sonst so populären Genre nur selten gerecht. Dank attraktiver Besetzung in den Nebenrollen - Gudrun Landgrebe als Psychiaterin, Ralf Bauer als Herzensbrecher und Ex-"Peep"-Moderatorin Verona Feldbusch als Femme fatale - dennoch nicht ohne Flair.

Wer liebt, dem wachsen Flügel

Gabriel Baryllis dritter Spielfilm, nach "Honigmond" und "Butterbrot", ist eine locker-flockige Beziehungskomödie nach bekanntem Muster mit einem sympathischen Darsteller-Duo Lisa Martinek ("Härtetest") und Heio von Stetten ("Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit").

Nach seinem eigenen Buch läßt sich der österreichische Schauspieler, Regisseur und Autor Barylli ganz auf die große Liebesgeschichte ein, die er in Rückblenden, von der Therapeuten-Couch aus, erzählt. Ohne dem Thema am Ende des zwanzigsten Jahrhunderts wirklich Neues abzugewinnen - was zweifellos auch nicht seiner Intention entspricht - sind seine im gemütlichen München und sehr österreichischen Wien angesiedelten Liebeswehen emotional überzeugend, eingängig und humorvoll geschildert. Er vertraut, und daran tut er gut, ganz seinem starken Liebes-Duett Martinek/von Stetten.

Als Maria und Christian sich Hals über Kopf verlieben und kurz darauf heiraten, ahnt keiner, daß der Himmel schon bald nicht mehr voller Geigen hängen wird. Denn das Hochzeitsgeschenk des Brautvaters (Maximilian Schell) entpuppt sich als große Herausforderung: er befördert seine Tochter zur Chefin seines expandierenden Software-Unternehmens. Von nun an sieht der verträumte Romantiker Christian sein Karriere-Weib nur noch von weitem. Die daraus resultierenden Komplikationen, deren attraktivste Verona Feldbusch in ihrem Kinodebüt als männerfressende Verführerin ist, werden auf der Couch der Hausfreundin und Psychotherapeutin Lisa beratschlagt. Gudrun Landgrebe verleiht ihr traumhaft Gestalt und zeigt einmal mehr, welch Ersteklasse-Schauspielerin in ihr steckt. Sie dürfte der durch Woody Allen filmsalon-fähig gewordenen Shrink-Innung neue Zuwächse bescheren.

Die Liebes-Irrungen und Wirrungen in einem Milieu, das zum Träumen verführt - vom romantischen Häuschen im Grünen, dem Antiquitätenladen "Alter Plunder" bis zur Sissi-Suite im Wiener Nobelhotel - sind zeitlos-unverbindlich und von einem Geist getragen, der sich nicht um die Probleme des ausgehenden Millenniums schert. Vielmehr schlägt viel österreichisches (Herz)Blut in der 5,2 Millionen Mark teuren Produktion, die Rikolt von Gagern ("Workaholic") für Tele München durchführte. Die Figuren, die selbst im hartem Business-Konkurrenzkampf nie ihre märchenhaft-schwebenden Züge verlieren, scheinen eher im Himmel über dem Prater zu wohnen, die Kommunikation per "e-mail" hat in dieser mit einem richtigen Happy End ausgestatteten Romanze keine filmtragende Funktion, sondern dient nur Gravitationsgesetzen: auch wenn sie über den Wolken schweben, stehen die Liebenden doch mit beiden Beinen auch irgendwo im Leben. Das sympathische Liebes-Gleichnis, das nichts anderes sein will als romantisches Kino der Gefühle, sollte, von seinem frühlingshaften Starttermin beflügelt, an der Kinokasse eine sanfte Landung hinlegen. boe.

Darsteller:  Lisa Martinek   als Maria
  Heio von Stetten   als Christian
  Maximilian Schell   als Marias Vater
  Gudrun Landgrebe   als Lisa
  Verona Pooth   als Ricarda
  Lambert Hamel   als Dr. Schneider
  Nina Ruge   als Clarissa
  Rudolf Wessely   als Prof. Unseld
  Mathieu Carrière   als Michael
  Gabriel Barylli   als Gerald
  Ralf Bauer   als Martin
 
Regie:  Gabriel Barylli  
Buch:  Gabriel Barylli  
Kamera:  Achim Poulheim  
Produzent:  Rikolt von Gagern  
 

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Features

 

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Lisa Martinek

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