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Werner - Gekotzt wird später!

Vierter Kinofilm des Komikhelden Werner, der hier zusammen mit seinen Freunden eine ereignisreiche Reise in einem amerikanischen Straßenkreuzer unternimmt.


Werner - Gekotzt wird später!

Leihvideo

Erhältlich seit:
08.01.2004

Zeichentrick/ Komödie

Deutschland 2003
Laufzeit: 80 Min.
FSK: ab 6

Regie: Michael Schaack, ...
Highlight Communications (Deutschland)

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Die Würfel sind gefallen: Werner ist Könich, und Seine Majestät wollen verreisen - mit Stil versteht sich!

Jeder darf mal Könich sein - für einen Tach (Foto: Constantin) Großansicht

Jeder darf mal Könich sein - für einen Tach (Foto: Constantin)

Gekotzt wird später - nach der Philosophie von Werner-Erfinder Rötger Feldmann alias Brösel bedeutet das: "Keine Zeit zum Jammern - Mach Dein Ding!" Machen der Zeichner und sein Alter Ego sowieso, und wer das Motto ihres neuen Abenteuers wörtlich nimmt, liegt auch nicht daneben:

Angesichts straßenverkehrsordnungverachtender Kurvenlagen, bierseliger Rocker und unverdrossen gegen Fäkalienstau anrennender Klempner gehört ein gepflegter Würfelhusten bei den Kult-Comic-Helden aus dem Norden einfach dazu.

Apropos Klempner und Würfel: Meister Röhrich muss zu seinem Leidwesen bei Frau Glör ganz allein der Installation an den Flansch gehen, denn Werner und Eckat sind nicht zum Dienst erschienen. Die Jungs haben gemeinsam mit Andi gewürfelt und einen Mordseinsatz ausbaldowert: Der Sieger ist "Könich", die anderen geloben bedingungslose Unterwerfung.

Lilo Wanders alias Frau Glör braucht Meister Röhrich (Foto: Constantin) Großansicht

Lilo Wanders alias Frau Glör braucht Meister Röhrich (Foto: Constantin)

Reif für die Insel

Werner gewinnt das Spiel, und sein Befehl ist Gesetz: Der Könich will Urlaub machen, und zwar sofort und auf Korsika - Flachköpper machen. Natürlich entwickelt sich die Reise in den Süden zu einem Roadmovie mit derben Gags, herrlichen Dialogen bar jeglicher Fremdsprachenkenntnisse und spektakulären Blechschäden.

Des Könichs Karosse, ein alter Taunus, ist das erste Opfer: Vollgepackt mit allerlei Belustigungsutensilien bricht er zusammen. Einer der könichstreuen Vasallen "organisiert" Ersatz, ein Oldsmobile, was die beiden schmerzfreien Wachtmeister Bruno und Helmut auf den Plan ruft. Sie hetzen unverdrossen die vermeintlichen Autodiebe durch Europa und geraten unter anderem dem "Präsi" in die Quere, der seine Motoradgang ebenfalls gen Süden führt.

Jetzt sind Flachköpper angesagt: Könich Werner am Ziel (Foto: Constantin) Großansicht

Jetzt sind Flachköpper angesagt: Könich Werner am Ziel (Foto: Constantin)

Mobil ans Ziel

Ausgefeilte Fahrzeugtechnik tut bei Werner immer Not, und als Könich darf er ein angemessenes Reisetempo erwarten. Ergo erfährt das Oldmobile ein Tuning, das bei Werner-Fans vor Vergnügen den Bleifuß zucken lässt - und das verbeamtete Verfolgerduo aus dem Windschatten kegelt. Unterdessen kommt es in der Heimat zu einem ungleichen Duell: Meister Röhrich und seine Sanierungsideen gegen das Friesenhaus...

Mit viel Liebe zum Detail und modernster Trickfilmtechnik bitten Brösel und Regisseur Michael Schaack Werner zum vierten Abenteuer auf die Leinwand und zitieren könichlich aus dem eigenen Kult. Ein Highlight: Am korsischen Strand wird die "zweite Halbzeit" des legendären Fußballspiels aus dem ersten Werner-Film angepfiffen.

Lachen Sie ab - gekotzt wird später!

Werner - Gekotzt wird später!

Bereits zum vierten Mal schickt Nordlicht Rötger Feldmann seine knödelnasigen Kreaturen auf ein haarsträubendes Kinoabenteuer. Regie führte wieder Zeichentrick-Experte Michael Schaack, der schon den zweiten "Werner - Das muß kesseln!!!" auf die Leinwand gebracht hatte. Um auch ja sicher in der Erfolgsspur zu bleiben, verlassen sich Feldmann und Schaack bei dem knallbunten Road-Trip zwischen Knöllerup und Korsika auf altbekannte Gags, vertraute Figuren und den längst Kult gewordenen Prolo-Charme der Strichmännchen. Animationstechnisch sichtlich weiter entwickelt und mit einem eingängig-witzigen Soundtrack ausgestattet, sollte "Werner - Gekotzt wird später" nicht nur bei seinen beinharten Fans reüssieren.

22 Jahre auf dem Bock, 15 Millionen verkaufte Comics und Sprachbereicherungen wie "Bölkstoff" und "Goil": So könnte man die Erfolgsgeschichte des gezeichneten Installateurslehrlings mit der Vorliebe für rustikales Freizeitvergnügen und frisierte Motorräder zusammenfassen. Oder: Drei Filme, mehr als 12,5 Millionen deutsche Kinobesucher in 14 Jahren und ein Bogey für zwei Millionen Kinobesucher in 20 Tagen, die "Werner - Volles Rooäää!!!" 1999 für sich verbuchte. Keine Frage, Werner, der Cowboy-bestiefelte Rocker aus dem hohen Norden, ist Deutschlands erfolgreichste Comic-Figur. Als sich Zeichner und Erfinder Rötger Feldmann 1990 zusammen mit seiner Kreatur erstmals auf die Kinoleinwand wagte, landete er mit "Werner - Beinhart!" einen waschechten Kassenknüller. Die nächsten Werke "Werner - Das muß kesseln!!!" (1996) und "Werner - Volles Rooäää!!!" kamen ohne Feldmanns alias Brösels Leinwandauftritt aus, lockten aber immer noch zusammen mehr als sieben Millionen Werner-Fans in die Lichtspielhäuser. Nun stehen die Anarcho-Helden von der Waterkant zum vierten Mal in den Startlöchern, um mit "Werner - Gekotzt wird später!!!" auch im neuen Millennium Kinogeschichte zu schreiben.

Dieses Mal lassen der frischgekrönte Würfel-Könich Werner (gesprochen von Klaus Büchner), Andi (Andi Feldmann) und Eckat (Kulle Westphal) ihre frisierten Krafträder aber zuhause, denn schließlich nehmen sie das Luftboot mit. Die drei wollen nach Korsika - Flachköpper machen. Weil ihnen aber bald nach Reiseantritt der alte Taunus verreckt, annektieren sie kurzerhand ein ultralässiges Oldsmobile, dem sie in der nächsten Werkstatt auch gleich ein unverkennbares Werner-Styling verpassen. Mit dem geht es anschließend auf große Fahrt - dicht gefolgt von zwei unbeirrbaren Streifenpolizisten, die dem anarchistischen Dreiergespann so gar nichts abgewinnen können. Derweil muss Meister Röhrich ohne seine Angestellten daheim das Friesenhaus renovieren - eine Aufgabe, die er mit gewohnter Sorgfalt und Fachkenntnis erledigt.

Alle Wernersens sind wieder versammelt, der nette Werner, der planlose Eckat, der schroffe Andi, Meister Röhrich hilflos wie eh und je - kurzum, Werner-Enthusiasten werden sich sofort wieder zurechtfinden, wenn es im Taunus (die Karosse, nicht das Mittelgebirge) auf große Fahrt geht. Für Abwechslung sorgen diesmal prominente Gast-Sprecher wie der legendäre "Blaue Bock"-Moderator Heinz Schenk als Tankstellenomi, Miss "Wa(h)re Liebe" Lilo Wanders als Frau Glör oder Michael Lott (Herbert), der sich zuletzt als Hauptdarsteller in der Ralf-König-Adaption "Wie die Karnickel" versuchte. Freuen darf man sich auch auf die zweite Halbzeit des von Werner professionell moderierten Fußballspiels FC Chemoklo gegen TUS Isomatte und auf jede Menge Dialekte aus Bayern über Hessen bis nach Sachsen und zurück. Ansonsten alles wie gehabt im Werner-Land, die Sprüche sind derb, der (Fäkal-)Humor ist einfach und die Story mit einem Satz zu umschreiben. All das passiert dank Michael Schaacks renommierter TFC Trickompany auf animationstechnisch höchstem Niveau, so dass man den Untertitel des Films durchaus wörtlich nehmen und Constantin auf satte Erträge hoffen darf. lasso.

 
Regie:  Michael Schaack  
  Toby Genkel  
Buch:  Rötger Feldmann  
  Andi Feldmann  
Musik:  Jan Peter Genkel  
Produzent:  Bernd Eichinger  
  Herman Weigel  

Volle Pulle

Baujahr 1950, Benzin und Bölkstoff im Blut, anarchische Gags im Kopf und ein neues Abenteuer im Kino: "Brösel" Rötger Feldmann scheucht seinen Kult-Chaoten Werner zum bereits vierten Mal über die Leinwand. Gekotzt wird später!

"Brösel" Rötger Feldmann Großansicht

"Brösel" Rötger Feldmann

» Nach "Beinhart", "Das muß kesseln" und "Volles Rooäää!!" haben Sie sich für den neuen Werner-Film ein reizendes Motto einfallen lassen.

RÖTGER FELDMANN: Das ist meine Philosophie: Verschwende deine Zeit bloß nicht mit rumjammern, denn das Leben ist kurz. Mach' lieber dein Ding. Gekotzt wird später!

» Werner erlebt bekanntlich Dinge aus Ihrem wahren Leben. Wie kam es zum Roadtrip nach Korsika?

Die Grundstory basiert auf unserem Urlaub von 1986. Da fuhren mein Bruder Andi, ein Kumpel und ich mit einem Oldsmobile nach Korsika inklusive Unfall. Das haben wir in einem Comic festgehalten und jetzt den Film daraus gemacht.

Die Brüder Andi und Rötger Feldmann bilden das ruhige Zentrum im rasanten Werner-Kosmos Großansicht

Die Brüder Andi und Rötger Feldmann bilden das ruhige Zentrum im rasanten Werner-Kosmos

» Jedes Werner-Gefährt wird von Ihnen höchstpersönlich gebaut. Wann bekommen wir das frisierte Oldsmobile zu sehen?

Wir haben gerade mächtig Stress, um den Wagen zum Filmstart fertigzubekommen. Aber den bauen wir mit allen Extras, versteht sich.

» Superstars kommen und gehen, Werner dagegen bleibt auf der Überholspur. Wie erklären Sie sich den anhaltenden Erfolg?

Er ist sich immer treu geblieben, das mögen die Leute. Außerdem lässt er sich nichts gefallen. Und als eine Figur aus den 70er-Jahren ist er sogar modisch topaktuell: Die Kiddies laufen doch gerade wieder in Schlaghosen rum.

Beim ersten Werner-Film sprang Brösel sogar selbst mit auf die Leinwand Großansicht

Beim ersten Werner-Film sprang Brösel sogar selbst mit auf die Leinwand

» Trotzdem birgt eine teure Kinoproduktion ein großes finanzielles Risiko. Lastet da nicht sehr viel Druck auf dem Lebenskünstler Brösel?

Überhaupt nicht. Beim ersten Film hatten einige Leute Bammel. Aber die Bücher waren unheimlich gefragt, und 1988 kamen zum Rennen zwischen Porsche und Motorrad 250.000 Leute. Ich war mir damals sicher, dass der Film erfolgreich läuft und glaube das auch heute.

» Wieviel von Brösels Handarbeit steckt im neuen "Werner"-Film?

Wir haben auf dem neuesten Stand der Technik produziert, es ist also sehr viel mit Computern gearbeitet worden. Ich selbst habe alle Figuren entwickelt, das Drehbuch geschrieben und die Arbeiten überwacht. Ich kümmere mich um die Storyboards, Sprachaufnahmen, sämtliche Geräusche - eben alles.

Diesmal geht es zwecks deutschem Kulturexport nach Korsika Großansicht

Diesmal geht es zwecks deutschem Kulturexport nach Korsika

» Werner macht seit über 20 Jahren eine Lehre zum Sanitär- und Heizungsbauer. Bekommen Sie selbst ein verstopftes Klo frei?

Na klar: Knie abschrauben und die Rohre saubermachen, kein Problem. Einfach Chemie reinkippen wäre nicht meine Art.

» Den Gesellenbrief kriegt Werner wohl nie. Aber in dem Alter sollte doch mal eine Freundin drin sein?

Werner hat nichts gegen Frauen - das habe ich im Band "Volle Latte" bewiesen. Eigentlich ein gutes Thema für den nächsten Film.

Das stets wachsame Auge des Gesetzes ist auch hier nicht weit Großansicht

Das stets wachsame Auge des Gesetzes ist auch hier nicht weit

» Sie rauchen und lieben Autos mit viel Hubraum. Ihr Kommentar zu Tabak- und Ökosteuer?

Steuern sind was ganz schlimmes! Die Tabaksteuer umgehe ich, indem ich nur noch schnorre und mich mit einem Bier revanchiere. Was den Benzinpreis betrifft: Ich träume von einem Freistaat mit eigener Ölbohrplattform und Privat-Tankstelle.

» Rund um Werner gibt es eine Unzahl Fan-Artikel. Haben Sie einen Favoriten?

Es ist richtig klasse, dass es unsere verrückten Fahrzeuge auch als Modellbausätze gibt.

» Politisch korrekter alkoholfreier Bölkstoff fehlt noch.

Igitt! Da soll man doch lieber was anderes trinken. Aber so ein Bölkmalzbier für die Kinder wäre mal eine Idee.

 

Werner - Gekotzt wird später! in der Fotoshow

 

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