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Wes Craven präsentiert Dracula

Moderne Fortsetzung der altbekannten Bram-Stoker-Geschichte, die als Leckerbissen eine Antwort auf Fragen nach der Herkunft des legendären Vampirfürsten bietet.


Wes Craven präsentiert Dracula

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Erhältlich seit:
10.01.2002

Originaltitel: Dracula 2000

Horror

USA 2000
Laufzeit: 95 Min.
FSK: ab 16

Christopher Plummer
Gerard Butler
Jonny Lee Miller

Regie: Patrick Lussier
Highlight Communications (Deutschland)

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Wes Craven präsentiert Dracula

Im London der Gegenwart lebt der mittlerweile 200-jährige Dr. Van Helsing als wohlhabender Antiquitätenhändler, und nicht einmal sein jugendlicher Azubi ahnt, dass der Alte im Keller seines Hauses den toten Graf Dracula hütet. Als angelockt von den monströsen Sicherheitsvorkehrungen eine Gaunerbande die Tresorgruft kapert und den Fürsten der Finsternis versehentlich reanimiert, nimmt Unheil seinen Lauf. Vorrangig, um Tochter Mary zu schützen, auf die es der Vampir abgesehen hat, zieht Van Helsing mit seinem jungen Assistenten in die Schlacht.

Wohlgeratenes, handwerklich sauber und effektvoll inszeniertes Update des klassischen Schauerromans von Bram Stoker vor den Kulissen des modernen Londons. Regisseur Patrick Lussier (Wes Cravens Verantwortung beschränkt sich einmal mehr auf die werbewirksame Titelnennung) zitiert in der ersten Halbzeit optisch wie inhaltlich fröhliche die alten Hammer-Klassiker mit Christopher Plummer als würdigem Peter-Cushing-Ersatz, und lässt in der zweiten der jungen Generation den Vortritt.

Wes Craven präsentiert Dracula

Manche Kinolegenden sind einfach nicht totzukriegen. So erfuhr im neuen Millennium nicht nur der japanischen Killerechse in "Godzilla 2000" ihre Wiederauferstehung, auch Blutsauger Dracula weilt anno 2000 nach wie vor unter den Untoten. Zum diesjährigen Schwarm von Vampirfilmen gesellt sich neben "Der kleine Vampir" und "Shadow of the Vampire" nun auch die von Horrormaestro Wes Craven präsentierte "Dracula 2000"-Version. In diesem Fall treibt der blutrünstige Graf sein bissiges Geschäft im New Orleans der Gegenwart, das auch schon Anne Rices Protagonisten Lestat aus "Interview mit dem Vampir" beherbergte.

Die etwas undankbare Aufgabe, den abgetragenen Mythos in ein neues cineastisches Cape zu stecken, fiel an Regieneuling Patrick Lussier. Er übernahm den Schnitt für Cravens "Scream"-Trilogie und inszenierte die Videopremiere "Prophecy III: The Ascent". Der Prolog beginnt recht vielversprechend, stellenweise macht sich jedoch die Unerfahrenheit des Regisseurs bemerkbar. Dies schlägt sich im anämischen Gehalt einer zuträglich düsteren Atmosphäre nieder. Einiger Aufwand hingegen wurde betrieben, um der altbekannten Legende neue Details abzugewinnen, um eingefleischten Genrefans den neuaufgegossenen Blutcocktail möglichst schmackhaft zu machen.

Zunächst gibt es ein Wiedersehen mit dem erprobten Vampirjäger Van Helsing (Christopher Plummer), der als Antiquitätenhändler in London die versargten Überreste seiner Nemesis in einer hermetisch abgeriegelten Gruft aufbewahrt. Eine Bande von Einbrechern (darunter Omar Epps und Jennifer Esposito) vermutet reiche Beute im Sarg und transportiert ihn in Richtung Karibik. Dracula schmaust alsbald an den Hälsen der Diebe und schlägt regeneriert in Gestalt von Newcomer Gerard Butler (dieser verlässt sich ausschließlich auf seine schmachtend-sexy Ausstrahlung) in New Orleans sein Quartier auf. Dort hat er es auf Van Helsings Tochter Mary (Justine Waddall) abgesehen, da sein Blut in ihren Adern fließt. Doch Papa Helsing und sein Assistent (ein farblos-fader Jonny Lee Miller) schreiten zur traditionellen Rettungsaktion.

Hinsichtlich Draculas Abneigung für Sonnenlicht, Silber und Weihwasser gelingt es den Filmemachern mit einer neuen Idee aufzuwarten, die in ihrer Umsetzung Erinnerungen an "Die letzte Versuchung Christi" wach werden lässt. Auch Van Helsing wird mit einem dunklen Geheimnis ausgestattet. Originelle Lichtblicke wie diese werden jedoch von aufdringlichem Product Placement überschattet, etwa die wiederholten Szenen in einem grell ausgeleuchteten Virgin Megastore. Vampirismus wird hier in erster Linie in erotischen Kontext gesetzt, wobei dieser auf eine Sexszene beschränkt wurde. ara.

Darsteller:  Christopher Plummer   als Van Helsing
  Gerard Butler   als Dracula/Judas
  Jonny Lee Miller   als Simon Sheppard
  Justine Waddell   als Mary Heller
  Jennifer Esposito   als Solina
  Omar Epps   als Marcus
  Colleen Fitzpatrick   als Lucy
  Sean Patrick Thomas   als Trick
  Danny Masterson   als Nightshade
  Lochlyn Munro   als Eddie
  Tig Fong   als Dax
  Jeri Ryan   als Valerie Sharp
  Shane West   als J.T.
  Tony Munch   als Charlie
  Jonathan Whittaker   als Gautreaux
  Robert Verlaque   als Dr. Seward
  Nathan Fillion   als Vater David
 
Regie:  Patrick Lussier  
Buch:  Joel Soisson  
  Patrick Lussier  
Musik:  Marco Beltrami  
Kamera:  Peter Pau  
Produzent:  W. K. Border  
  Joel Soisson  
 

Wes Craven präsentiert Dracula in der Fotoshow

 

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