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Kaufvideo
Erhältlich seit:
17.10.2008
Originaltitel: Ni neibian jidian
Frankreich/Taiwan 2001
Laufzeit: 110 Min.
FSK: ab 6
Lee Kang-sheng
Chen Shiang-chyi
Yi-Ching Lu
Regie: Tsai Ming-liang
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

Dem Titel entsprechend spielt die Zeit die Hauptrolle in Tsai Ming-liangs absurder Komödie um Tod, Entfremdung, Trennung, Verlust und Liebe. Zwischen Taipeh und Paris arrangiert der Regisseur von "Vive l'amour" (Goldener Löwe Venedig 1994) und "Der Fluss" (1997), der in Cannes 2001 mit dem Technischen Preis ausgezeichnet wurde, ein mit Minimaldialog und strengen stilistischen Strategien faszinierendes und mit Verbeugungen vor Harold Lloyds Slapstick und der Nouvelle Vague spielendes Chronometerballett.
Hsia-kang (Lee Kang-sheng, Tsai Ming-liangs bevorzugter Hauptdarsteller) ist nach dem Tod des Vaters gezwungen, in den Straßen Taipehs Uhren zu verkaufen. Ungern verkauft er die eigene, die zwei Zeitzonen angibt, an die Studentin Shiang-chyi (Chen Shiang-chyi), die nach Paris fliegt. In den nächsten Tagen wir er von der Idee heimgesucht, alle Uhren auf Pariser Zeit umzustellen, was zu urkomischen Situationen u.a. auf einem Hochhaus (Harold Lloyds Wolkenkratzernummer) führt. Seine Mutter ist von der Idee der Wiedergeburt besessen, hält selbst eine Küchenschabe für eine mögliche Reinkarnation ihres Mannes und serviert mitternächtliche Mahlzeiten. Auf geheimnisvolle Weise scheinen beide mit Shiang in Paris verbunden, was in einer Parallelmontage kulminiert, in der alle ihre Einsamkeit in sexuellen Handlungen ohne echte Befriedigung kompensieren.
Die Gags um Hsias Uhrendelirium sind clever über den Film verteilt. Der wird zu einer Metapher, wie man, durchs Internet oder durch Spiritualismus, den Liebsten, selbst Verstorbenen nahe bleibt, was zu humorvollen und verzweifelten Versuchen führt, sich mit diesen Menschen außer Reichweite zu vereinigen. Darin verwoben sind filmhistorische Zitate von "Fantomas" und der Nouvelle Vague, deren Ikone Jean-Pierre Léaud im Video von "Sie küssten und sie schlugen ihn" auftaucht und Shiang leibhaftig auf einem Friedhof begegnet. Samt der minutenlangen letzten Einstellung, die den Schlüssel zu Film liefert, ist Tsai Ming-liangs rätselhaftes gelassenes, subtiles und untergründig spannendes Zeit-Spiel, dessen Bilder bis ins Letzte durchkomponiert sind, ein Gewinn für jedes Arthouse-Programm. ger.
Hsia-Kang ist nach dem Tod des Vaters gezwungen, in den Straßen Taipehs Uhren anzubieten. Nur ungern verkauft er die eigene, die zwei Zeitzonen angibt, an die Studentin Shiang-Chyi, die am nächsten Tag nach Paris fliegt. Von der Erinnerung an sie verfolgt, stellt Hsia-Kang alle Uhren auf mitteleuropäische Zeit. Bald ergeben sich seltsame Parallelen ...
Quelle: Studiocanal
Booklet mit exklusiven Texten zum Film, Alle Filme der Arthaus Collection im Überblick
Quelle: Studiocanal
| Darsteller: | Lee Kang-sheng | als Hsiao-kang | |
|---|---|---|---|
| Chen Shiang-chyi | als Shiang-chyi | ||
| Yi-Ching Lu | als Hsiao Kangs Mutter | ||
| Miao Tien | als Hsiao Kangs Vater | ||
| Cecilia Yip | als Frau in Paris | ||
| Jean-Pierre Léaud | als Mann am Friedhof | ||
| Chen Chao-jung | als Mann in U-Bahn | ||
| Tsai Guei | als Prostituierte | ||
| Arthur Nauzyciel | als Mann in Telefonhäuschen | ||
| David Ganansia | als Mann im Restaurant | ||
| Regie: | Tsai Ming-liang | ||
| Buch: | Tsai Ming-liang | ||
| Yang Pi-ying | |||
| Kamera: | Benoît Delhomme | ||
| Produzent: | Bruno Pésery | ||
| Chinlin Hsieh | |||
Sprachen: Englisch DD 2.0, Französisch DD 2.0, Mandarin DD 2.0, Taiwanisch DD 2.0
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 1:1,85/16:9
Extras: Booklet, Trailer
Booklet mit exklusiven Texten zum Film, Alle Filme der Arthaus Collection im Überblick
Das "Kind der Nouvelle Vague" des französischen Kinos, wurde der 1944 in Paris geborene Jean-Pierre Léaud mit seiner ersten Filmrolle...