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Wie im Himmel

Ein Dirigent findet in einem ländlichen Kirchenchor in der schwedischen Provinz seine Berufung und sein Glück.


Wie im Himmel

Leihvideo

Erhältlich seit:
01.09.2006

Originaltitel: Så som i himmelen

Drama

Schweden 2004
Laufzeit: 127 Min.
FSK: ab 12

Michael Nyqvist
Frida Hallgren
Helen Sjöholm

Regie: Kay Pollak
Paramount Home Entertainment

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Ein Dirigent findet in einem ländlichen Kirchenchor in der schwedischen Provinz seine Berufung und sein Glück.

Daniel bringt Lena das Singen bei (Foto: Prokino (Fox)) Großansicht

Daniel bringt Lena das Singen bei (Foto: Prokino (Fox))

Der international renommierte Dirigent Daniel (Michael Nyqvist) beendet nach einem körperlichen Zusammenbruch vorzeitig seine Karriere und und geht zurück in das kleine Dorf in Nordschweden, in dem er als Kind gewohnt hat.

Dort will er sich eigentlich von der Welt zurückziehen, doch schon bald lässt er sich dazu überreden, den ortsansässigen Kirchenchor zu leiten. Und tatsächlich steckt er nach und nach die Dorfbewohner, vor allem die Frauen, mit seiner musikalischen Begeisterung an.

Die Begeisterung springt auf die Sänger über (Foto: Prokino (Fox)) Großansicht

Die Begeisterung springt auf die Sänger über (Foto: Prokino (Fox))

Allseits beliebt

"Wie im Himmel" wurde für den Oscar als bester ausländischer Film nominiert und avancierte zum Publikumsliebling der Berlinale. Kay Pollaks kleines Meisterwerk ist einer der schönsten und erfolgreichsten skandinavischen Filme des Jahres:

Ein bittersüßes, humorvolles Drama, das in seinem Ursprungsland bereits über zwei Millionen Zuschauer in die Kinos lockte und damit zu den drei einspielstärksten schwedischen Filmen der letzten zehn Jahre gehört.

Wie im Himmel

Schwedens diesjähriger Kandidat für den Auslands-"Oscar" ist ein warmherziges Drama über die Heimkehr zu sich selbst.

Nach einer Schaffenspause von 18 Jahren legt Kay Pollak mit "Wie im Himmel" ein hochemotionales Werk vor, das an manchen Stellen haarscharf an der Grenze zum Kitsch laviert, jedoch niemals seicht wird. Trotz einer gewissen Vorhersehbarkeit entwickelt der Plot eine nachgerade hypnotische Sogwirkung. Sind es doch die archetypischen Motive der Suche nach sich selbst und der Heimkehr, die Pollak einerseits mit der nicht zu bändigenden Wucht der Musik, andererseits mit der Urwüchsigkeit der schwedischen Natur koppelt: Nach einem Herzinfarkt sucht der weltbekannte Dirigent Daniel Dareus in der Abgeschiedenheit vom hektischen Kulturbetrieb Ruhe und Erholung. Ausgerechnet sein nordschwedisches Heimatdorf hat er sich als Refugium ausgesucht, obwohl er einst alle Brücken dorthin abbrach, sogar seinen Namen änderte. In dem Provinzdorf erkennt man ergo in dem Musik-Star nicht mehr den kleinen Jungen, der vor Jahren stetes Opfer des Spottes und der Gewalt der anderen Kinder war. Behutsam, fast betulich schildert Pollak, wie sich der Neuankömmling und die Altvorderen beschnuppern. Die Gegensätzlichkeit des hochsensiblen Dirigenten und der schroffen Dorfbewohner baut eine sublime Spannung auf. Dieser Druck findet erst sein Ventil, als sich Dareus wieder mit Musik beschäftigt, die Stelle als Kantor antritt und damit das beschauliche Leben der Dorfgemeinschaft aus der Bahn schleudert. Liebe und Eifersucht, Neid und Missgunst, aber auch Treue und aufrichtige Freundschaft schlagen Schneisen in die starre Gemeinschaft. Und Daniel Dareus wird von den Mitgliedern seines Chores genau so geprägt wie umgekehrt. Wenn hier auch so mancher Konflikt zu plakativ und die Metaphorik zu aufdringlich gerät, so beweist der Regisseur dennoch sein untrügliches Gespür für die Zeichnung von Charakteren, wobei auch das außerordentliche Spiel seiner Akteure ihm zu Passe kommt. Hauptdarsteller Michael Nyqvist gelingt es, Daniel Dareus' Wandlung und Öffnung glaubwürdig darzustellen. Frida Hallgren überzeugt als seine große Liebe Lena, die - wie sollte es auch anders sein - für ihn Rettung und Anker auf der Suche nach sich selbst wird. So ist "Wie im Himmel" nicht nur die Heimkehr des Daniel Dareus, sondern sicher auch die Rückkehr Kay Pollaks zu seinen eigenen Wurzeln - in beiden Fällen mit einem Happy End. tw.

Darsteller:  Michael Nyqvist   als Daniel Daréus
  Frida Hallgren   als Lena
  Helen Sjöholm   als Gabriella
  Lennart Jähkel   als Arne
  Ingela Olsson   als Inger
  Niklas Falk   als Stig
  Per Morberg   als Conny
  Ylva Lööf   als Siv
  André Sjöberg   als Tore
  Mikael Rahm   als Holmfrid
  Barbro Kollberg   als Olga
  Axelle Axell   als Florence
  Lasse Pettersson   als Erik
  Ulla-Britt Norrman-Olsson   als Amanda
  Nils-Anders Wallgarda   als Gordon
  Lotten Wallgarda   als Jennifer
  Mircea Krishan   als Agent
  Kristina Törnqvist   als Mutter
 
Regie:  Kay Pollak  
Buch:  Kay Pollak  
  Anders Nyberg  
  Ola Olsson  
  Carin Pollak  
  Margaretha Pollak  
Musik:  Stefan Nilsson  
Kamera:  Harald Gunnar Paalgard  
Produzent:  Anders Birkeland  
  Goran Lindström  
 

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