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Wieder allein zu Haus

Kleiner Junge spielt Gaunern Streiche: Der dritte Teil der Familienkomödie.


Wieder allein zu Haus

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Erhältlich seit:
06.12.2001

Originaltitel: Home Alone 3

Komödie

USA 1997
Laufzeit: 98 Min.
FSK: ab 6

Alex D. Linz
Olek Krupa
Rya Kihlstedt

Regie: Raja Gosnell
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

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Wieder allein zu Haus

Der achtjährige Alex, der wegen Windpocken das Bett hüten muß, bekommt von seiner Nachbarin ein ferngesteuertes Spielzeugauto geschenkt. In dem rasanten Gefährt ist jedoch ein militärisch brisanter Mikrochip versteckt, auf den es vier gefürchtete Gangster abgesehen haben. Als der aufgeweckte Junge mehrere Einbrüche in seiner Straße beobachtet, die Polizei ihm jedoch diesbezüglich keinen Glauben schenkt, versucht er auf eigene Faust, das technisch hochgerüstete Gaunerquartett in die Flucht zu schlagen.

Eine passable Familienkomödie nach dem erfolgreichen Kevin-Schema ist dem Ex-Cutter Raja Gosnell mit seinem Regiedebüt geglückt. Gewitzte Einfälle wechseln sich mit zwar oft gesehenen, aber immer noch unterhaltsamen Stunteinlagen ab. Obwohl die Dialoge häufig durchaus komisch sind, ist der Wechsel des Hauptdarstellers deutlich als Manko bemerkbar. Alex D. Linz (Tage wie dieser) reicht an den frechen Charme von Macaulay Culkin bei weitem nicht heran.

Wieder allein zu Haus

Der dritte Teil der "Kevin"-Serie variiert die Front-Stellung des dritten Teils der "Krieg-der-Sterne"-Reihe. Die Rolle der gewitzten Ewoks übernimmt der achtjährige Alex, und an die Stelle des Imperiums treten vier technisch hochgerüstete Gangster. Der Kampf des Knirpses gegen seine übermächtig wirkenden Belagerer um einen brisanten Mikrochip zieht sich nach gemütlicher Ouvertüre über einen größeren Zeitraum hin. Non-Stop-Slapstick, die den Kids mit der Demütigung von Erwachsenen gemäßigt sadistische Erfolgserlebnisse, den Kinos aber nicht zwangsläufig überragende Einspielergebnisse garantieren. Denn trotz Abwesenheit von Macaulay Culkin schleichen sich beim dritten Mal beträchtliche Deja-vu-Gefühle ein.

Der Ersatz des von Pubertät und Elternhaus geplagten Culkin durch den knuddeligen Alex D. Linz (Michelle Pfeiffers Chaos-Sohn in "Tage wie dieser") ist die gravierendste Änderung in diesem abermals von Produzent John Hughes geschriebenen Sequel. Der Darsteller mag gewechselt haben, die Rolle jedoch nicht. Der achtjährige Alex ist das jüngste der drei Pruitt-Kids und wie schon Kevin ein hochbegabter Technik-Tüftler im Intelligenzbereich zwischen Daniel Düsentrieb und Albert Einstein. Als Alex von seiner Nachbarin ein fernsteuerbares Spielzeugauto geschenkt bekommt, dessen Qualitäten dieses Sequel gelegentlich in der Art eines 100-minütigen Werbefilms herausstellt, ahnt er nicht, daß das Gehäuse des Autos einen wertvollen Mikrochip in sich birgt. Vier Gangster haben ihn dort deponiert und nach einer Verwechslung aus den Augen verloren. Doch das Quartett, das trotz Personal-Verdoppelung den Charme der Original-Blödmänner Joe Pesci und Daniel Stern nicht erreichen kann, nimmt die Fährte des Chips auf, die sie zunächst in die Nachbarschaft von Alex und schließlich zu ihm selbst führt. Der dank Windpocken von der Schule befreite und dank berufstätiger Eltern allein im Haus zurückgelassene Knirps rüstet sich nach tagelanger Beobachtung seiner Gegner zum ausgedehnten Showdown, in dem die weitgehend von unbekannten Darstellern gespielten Eindringlinge mit Elektroschocks, Schlägen, Stürzen und diversen Kopftreffern wieder einmal als belastbare Punchingbälle herhalten müssen. Ausgeknockt ist am Ende vor allem mancher Zuschauer jenseits einer kaum über 14 Jahre anzusetzenden Schallmauer, der im dritten Aufguß eines einstmals kommerziell hochwertigen Rezepts einfach keinen Geschmack mehr entdecken kann. Mit seinem in sich unglaubwürdigen Plot und recht uninspirierten Inszenierung wendet sich diese Fortsetzung vorwiegend an ein Publikum, das mit dieser Art Film noch Neuland beschreitet. kob.

Darsteller:  Alex D. Linz   als Alex Pruitt
  Olek Krupa   als Beaupre
  Rya Kihlstedt   als Alice
  Lenny von Dohlen   als Jernigan
  David Thornton   als Unger
  Haviland Morris   als Karen Pruitt
  Kevin Kilner   als Jack Pruitt
  Marian Seldes   als Mrs. Hess
  Seth Smith   als Stan Pruitt
  Scarlett Johansson   als Molly Pruitt
  Christopher Curry   als Agent Stuckey
  Baxter Harris   als Police Captain
 
Regie:  Raja Gosnell  
Buch:  John Hughes  
Musik:  Nick Glennie-Smith  
Kamera:  Julio Macat  
Produzent:  John Hughes  
 

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