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Wilbur Wants to Kill Himself

Schwarze Tragikomödie, in dem ein selbstmordgefährdeter junger Mann, sein lebensfroher Bruder und eine junge alleinerziehende Mutter ein kurzes gemeinsames Glück erleben.


Wilbur Wants to Kill Himself

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Erhältlich seit:
22.06.2004

Drama/ Komödie

Dänemark 2002
Laufzeit: 105 Min.
FSK: ab 12

Jamie Sives
Adrian Rawlins
Shirley Henderson

Regie: Lone Scherfig
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

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Schwarze Tragikomödie, in dem ein selbstmordgefährdeter junger Mann, sein lebensfroher Bruder und eine junge alleinerziehende Mutter ein kurzes gemeinsames Glück erleben.

Nah am Abgrund... (Foto: ottfilm) Großansicht

Nah am Abgrund... (Foto: ottfilm)

Sterben. Genau dieses hat sich der höchst attraktive und höchst selbstmordgefährdete Wilbur zum Ziel gesetzt. Wegen Entmutigung der Mitglieder seiner Therapiegruppe wurde er aus eben dieser verbannt - und noch dazu wegen seines nachlässigen Umgangs mit dem Gasherd aus seiner Wohnung verwiesen.

Also zieht der egozentrische Womanizer zu seinem Bruder Harbour in die Second-Hand-Buchhandlung, die sie von ihrem Vater geerbt haben.

Harbours Lebensaufgabe wiederum ist es, dem Bruder Freude in jeglicher Form zu verschaffen. Doch diese will erst mit dem schicksalhaften Erscheinen der schüchternen Alice eintreten.

Wilbur hat eine neue Aufgabe gefunden: Märchen vorlesen (Foto: ottfilm) Großansicht

Wilbur hat eine neue Aufgabe gefunden: Märchen vorlesen (Foto: ottfilm)

Der Lauf des Lebens

Die allein erziehende Mutter der höchst praktisch veranlagten achtjährigen Mary ist Reinigungsfrau in Wilburs Stammkrankenhaus und rettet Wilbur das Leben, als dieser an einem Strick von der Decke des Buchladens baumelt.

Und obwohl es eigentlich Ziel war, eine Freundin für Wilbur zu finden, ist es Harbour, der sich in Alice verliebt. Schnell werden alle vier Charaktere einschließlich Mary unzertrennlich - und unerwartet glücklich. Bis sich das Schicksal nochmals wendet und beschließt, dass nicht Wilburs, sondern Harbours Tage gezählt sind.

Man trifft sich im Buchladen (Foto: ottfilm) Großansicht

Man trifft sich im Buchladen (Foto: ottfilm)

Sterben für Fortgeschrittene

Nach dem weltweiten Kritiker- und Publikumserfolg "Italienisch für Anfänger" inszenierte Regisseurin und Autorin Lone Scherfig eine einfühlsame Tragikomödie in englischer Sprache erneut mit einem beeindruckenden Gespür für Humor und Tragik. Auch hier finden die Themen Tod und Leben, Glück und Unglück eine hinreißende Balance, die das Hauptdarstellertrio Jamie Sives, Adrian Rawlins und Shirley Henderson auf äußerst sensible Weise umzusetzen weiß.

Die traurige Geschichte des für dänische Verhältnisse gewohnt skurrilen Charakterquartetts ist wunderschön geschrieben und mit leichter, komischer Hand inszeniert, die zugleich die schmerzhaften Selbstmordversuche des Protagonisten mit erstaunlicher Ernsthaftigkeit und viel Gefühl für die richtige Balance in einen glaubwürdigen Rahmen und den Mittelpunkt stellt.

Wilbur Wants to Kill Himself

Die dänische Regisseurin und Autorin Lone Scherfig schenkte der Kinowelt 2002 das von Kritikern wie Publikum gefeierte Phänomen "Italienisch für Anfänger". Auch mit dem Nachfolger, mit dem sich nun auch Scherfig von der Dogma-Bewegung verabschiedet und den sie gemeinsam mit ihrem Kollegen Anders Thomas Jensen schrieb, beweist sich dänischer Humor in konventioneller Form als nicht weniger natürlich im Umgang mit den Themen Tod und Leben, die in der tragischen Komödie mit dem bezeichnenden Titel "Wilbur Wants to Kill Himself" erneut eine hinreißende Balance finden: In der dänisch-schottischen Koproduktion, die in englischer Sprache in Glasgow gedreht wurde, üben sich Jamie Sives und Adrian Rawlins neben der wunderbaren Shirley Henderson und dem in weiteren Rollen nicht weniger brillant besetztem Cast im "Sterben für Fortgeschrittene".

Genau dieses hat sich der höchst attraktive und höchst selbstmordgefährdete Wilbur (Jamie Sives) zum Ziel gesetzt. Wegen Entmutigung der Mitglieder seiner Therapiegruppe aus derselben und wegen seines nachlässigen Umgangs mit dem Gasherd aus seiner Wohnung verwiesen, zieht der egozentrische Womanizer zu seinem Bruder Harbour (Adrian Rawlins) in die gemeinsam von ihrem Vater geerbte Second-Hand-Buchhandlung. Harbours Lebensaufgabe wiederum ist es, dem Bruder Freude in jeglicher Form zu verschaffen. Doch diese will erst mit dem schicksalshaften Erscheinen der schüchternen Alice (Shirley Henderson) eintreten: Diese - allein erziehende Mutter der höchst praktisch veranlagten achtjährigen Mary (Lisa McKinlay) und Reinigungsfrau in Wilburs Stammkrankenhaus - rettet Wilbur das Leben, als dieser an einem Strick von der Decke des Ladens baumelt. Und obwohl es eigentlich Ziel war, eine Freundin für Wilbur zu finden, ist es Harbour, der sich in Alice verliebt. Schnell werden alle vier Charaktere einschließlich Mary unzertrennlich - und unerwartet glücklich. Bis sich das Schicksal nochmals wendet und beschließt, dass nicht Wilburs, sondern Harbours Tage gezählt sind.

Die traurige Geschichte des für dänische Verhältnisse gewohnt skurrilen Charakterquartetts ist wunderschön geschrieben und mit leichter, komischer Hand inszeniert, die zugleich die schmerzhaften Selbstmordversuche des Protagonisten mit erstaunlicher Ernsthaftigkeit und viel Gefühl für die richtige Balance in einen glaubwürdigen Rahmen und den Mittelpunkt stellt. Lone Scherfig nahm sich dank der Unterstützung der schottischen Filmproduktion Sigma und dem im Vergleich zu ihren vorangegangenen Filmen großzügigeren Budget viel Zeit für die Vorbereitung, die notwendigen Mittel für das antidogmatische Drehen im Widescreen-Format und einen tragenden sensiblen Score, der das Melodram stets in die richtige Richtung lenkt.

Das schottisch-dänische Ensemble trägt all diesen Voraussetzungen Rechnung: Jamie Sives' Wilbur ist auf selbstzerstörerische Weise egozentrisch, ohne dass man den Gründen für seine Lebensverzweiflung näher kommen muss; Adrian Rawlins älterer Bruder dagegen in selbem Maße selbstlos und liebenswert mütterlich, und Shirley Henderson trifft nicht ein einziges Mal den falschen Ton als unsichere und scheue, sich vorsichtig öffnende Singlemutter, die beide Brüder zugleich mit ihrer Stärke und ihrer Verletztheit verzaubert. Mads Mikkelsens Psychiater Dr. Horst ist zynisch und dänisch wie nur möglich, und Julia Davis eine hinreißend verrückte Krankenschwester, deren "beinahe hundertprozentig organischer Lifestyle" so spektakulär ist wie ihr Hang, in Fettnäpfchen zu treten. Scherfigs Fortgeschrittenenkurs steht damit ihrem vorangegangenen Erfolg in Sachen Charme in nichts nach. Dennoch dürfte es "Wilbur Wants to Kill Himself", der die schwierigen Kapitel Schuld, Opferbereitschaft, Einsamkeit und Traurigkeit sehr viel weiter vertieft, gerade deshalb den Sprachschülern an der Kinokasse vermutlich nicht ganz so leicht fallen. cm.

Darsteller:  Jamie Sives   als Wilbur
  Adrian Rawlins   als Harbour
  Shirley Henderson   als Alice
  Lisa McKinlay   als Mary
  Mads Mikkelsen   als Horst
  Julia Davis   als Moira
  Susan Vidler   als Sophie
  Robert McIntosh   als Taylor
  Lorraine McIntosh   als Ruby
  Gordon Broem   als Wayne
  Mhairi Steenbock   als Claire
  Andy Townsley   als Arzt
  Coral Preston   als Jenny
  Colin McAllister   als Aufseher
  Owen Gorman   als Pförtner
  Anne Marie Timoney   als Nachtschwester
 
Regie:  Lone Scherfig  
Buch:  Lone Scherfig  
  Anders Thomas Jensen  
Musik:  Joachim Holbek  
Kamera:  Jørgen Johansson  
Produzent:  Sisse Graum Jørgensen  
 

Wilbur Wants to Kill Himself in der Fotoshow

 

Fassungen

 

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Features

 

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Jamie Sives

Als Wilbur steht seine Anziehungskraft auf Frauen in direktem Gegensatz zur Erfolglosigkeit seiner wiederholten Selbstmordversuche: Mit der...

 

Star

Mads Mikkelsen

In seiner Heimat Dänemark seit Mitte der 90er-Jahre ein populärer Schauspieler, übernahm Mads Mikkelsen 2006 als Erzbösewicht und Spieler...