
Vor Jahren kappte Jungschauspielerin Reese sämtliche Drähte zu ihren Eltern, dem prominenten Literatenpaar. Jetzt ist die Mutter verstorben, ohne sich mit Reese versöhnt zu haben, und die von Schuldgefühlen geplagte Tochter macht sich auf, um wenigstens mit dem Vater ins Reine zu kommen. Der lebt zurückgezogen auf einer Farm und ist gar nicht so leicht zu finden. Außerdem scheint er so etwas wie eine Ersatzfamilie gefunden zu haben in dem Möchtegern-Rockstar Corbit und seiner Ex-Studentin Deirdre.
Starke Schauspieler in mitunter gegen den Image-Strich gebürsteten Rollen prägen einen kaum sonderlich originellen oder spektakulären, dafür aber stets sympathischen und gemütlichen Familienversöhnungsfilm irgendwo auf halber Strecke zwischen großem Drama und verschrobener Kauzkomödie. Ed Harris gibt routiniert das beliebte Klischee vom trinkfreudigen Exzentriker, doch die Show stiehlt der sonst als Grobmotoriker verrufene Will "Weihnachtself" Ferrell als schüchterner Freak mit dem Herz aus Gold. Romantiker liegen richtig.