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Während eine Clique von jungen Berlinern nach den "richtigen" Lebensentwürfen sucht, verliert einer von ihnen den Boden unter den Füßen...


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Erhältlich seit:
02.03.2009

Drama

Deutschland 2003
Laufzeit: 99 Min.
FSK: ab 12

Oliver Bokern
Rike Schmid
Jannek Petri

Regie: Martin Gypkens
epiX Media AG

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Während eine Clique von jungen Berlinern nach den "richtigen" Lebensentwürfen sucht, verliert einer von ihnen den Boden unter den Füßen.

Die Zeit der ewigen Partys ist langsam vorbei (Foto: Zauberland (Neue Visionen)) Großansicht

Die Zeit der ewigen Partys ist langsam vorbei (Foto: Zauberland (Neue Visionen))

Alte Freunde in Berlin, man kennt sich seit der Schulzeit. Mittlerweile sind die Protagonisten zwischen 20 und 25, haben mit gescheiterten Beziehungen, Liebeskummer und fehlenden beruflichen Perspektiven genauso zu kämpfen wie mit defekten Zigarettenautomaten und nicht bezahlten Telefonrechnungen.

Im Laufe eines Sommers müssen sie feststellen, dass die Verantwortung für ihr eigenes Leben sie mittlerweile mehr in Anspruch nimmt als ihre Freundschaft.

Dem Potsdamer Filmstudenten Martin Gypkens gelang mit seinem Abschlussfilm ein bestechendes, sehr zeitgemäßes und vor allem melancholisches Porträt einer Gruppe Mittzwanziger auf dem Weg ins Erwachsenenleben.

Die Liebe fürs Leben will erst gefunden werden (Foto: Zauberland (Neue Visionen)) Großansicht

Die Liebe fürs Leben will erst gefunden werden (Foto: Zauberland (Neue Visionen))

Die große Suche

Mit seinem Ensemblefilm porträtiert Gypkens einen Freundeskreis von zehn unterschiedlichen Charakteren, die sich einige Jahre nach dem Schulabschluss auf der Suche nach dem richtigen Job, dem richtigen Studienfach und der Liebe befinden.

Wir

Nach seiner Auswertung auf diversen nationalen (Saarbrücken, Berlin) und internationalen (Brüssel, Hongkong) Festivals im letzten Jahr erhält nun das Spielfilmdebüt von Martin Gypkens einen regulären Kinostart. Mit "Wir" zeichnet der Absolvent der Potsdamer Filmhochschule Konrad Wolf das realitätsnahe Porträt einer Gruppe von Mittzwanzigern und begleitet sie bei deren Suche, ihren Platz im Leben zu finden. In Programmkinos der Schlüsselstädte sollte der noch junge Verleih Zauberland, der nach "Mein Russland" nun seine zweite Produktion herausbringt und dafür vom BKM 17.000 Euro Förderungshilfe erhielt, ein interessiertes Publikum finden.

Etwa zehn Jahre älter als seine Protagonisten ist ihr Regisseur Martin Gypkens, der über Jobs als Innenrequisiteur und eine Theaterinszenierung zum Filmstudium fand. Für "Wir" hat er sich denn auch in seinem "Freundeskreis umgeschaut und umgehört" und die verschiedenen Geschichten in einem Drehbuch zusammengefasst. Insgesamt zehn Figuren werden vorgestellt und sie alle haben etwas gemeinsam: sie sind Mitte 20, haben Abitur, wohnen in Berlin und suchen nach dem richtigen Job, dem richtigen Partner und was man sonst so braucht im Leben. Da ist zum Beispiel der Architekturstudent Florian (Oliver Bokern), der mit der hübschen Künstlerin Petronella (Rike Schmid), seit vier Jahren mit dem Filmstudenten Till (Sebastian Reiß) zusammen, eine Affäre anfängt. Oder Florians bester Freund Pit (Jannek Petri), der sich ausgerechnet in Carsten (Knut Berger), der eigentlich mit Judith (Karina Plachetka) zusammen ist, verliebt.

Gypkens hat hier mit einer Handvoll talentierter Jungdarsteller, die zum Teil erste Nebenrollen in Kino- oder Fernsehproduktionen absolviert haben, die Momentaufnahme einer jungen Generation skizziert, die am Scheideweg zum Erwachsenwerden steht. Dabei lag sein Interesse weniger an einer geradlinigen Story, er versuchte vielmehr, das Innere seiner Figuren nach außen zu kehren. Deshalb plätschert "Wir" auch ohne große dramaturgische Höhepunkte vor sich hin und verliert sich in Dialogen, die man alle schon mal irgendwo und irgendwie gehört hat. Das verleiht dem Ensemblefilm Authentizität, die durch den Einsatz der nah an den Personen "klebenden" Handkamera noch verstärkt wird, doch es scheint, als habe der Regisseur hier lediglich Selbsterlebtes abgebildet, anstatt diese persönlichen Ereignisse in Fiktion umzuwandeln. Die gute Schauspielführung, die handwerklich solide Regieleistung und das sichere Gespür für die schwierige "Short Cuts"-Erzählstruktur machen "Wir" dennoch zu einem ansprechenden Kinoerstling, dessen Inhalt hohen Wiedererkennungswert bei Abiturienten und Studenten besitzen dürfte. lasso.

Darsteller:  Oliver Bokern   als Florian
  Rike Schmid   als Petronella
  Jannek Petri   als Pit
  Knut Berger   als Carsten
  Karina Plachetka   als Judith
  Lilia Lehner   als Anke
  Brigitte Hobmeier   als Käthe
  Sebastian Songin   als Micky
  Sebastian Reiß   als Till
  Patrick Güldenberg   als Andreas
  Lars Löllmann   als Roland
  Rüdiger Rudolph   als Jens
  Tom Jahn   als Der Typ mit dem M
  Holger Handtke   als Supervisor
  Franziska Helmig   als Kassiererin
  Patrick Gorra   als Jens' Freund
  Johannes Oliver Hamm   als Käthes erster Mann
  Christoph Mory   als Käthes zweiter Mann
  Michael Evers   als Arzt
 
Regie:  Martin Gypkens  
Buch:  Martin Gypkens  
Musik:  Christian Conrad  
Kamera:  Eeva Fleig  
Produzent:  Jörg Trentmann  
  Susann Schimk  
 

Fassungen

 

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Features

 

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