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Wir sind das Volk - Liebe kennt keine Grenzen

SAT.1-Zweiteiler über eine Mutter, die während der Flucht aus der DDR von ihrem sechsjährigen Sohn getrennt wird.


Wir sind das Volk - Liebe kennt keine Grenzen

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Erhältlich seit:
08.10.2008

Drama

Deutschland 2008
Laufzeit: 186 Min.
FSK: ab 12

Anja Kling
Hans-Werner Meyer
Lino Sliskovic

Regie: Thomas Berger
Highlight Communications (Deutschland)

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Wir sind das Volk - Liebe kennt keine Grenzen

Ein Fluchtversuch über die deutsch-deutsche Grenze im August 1983 endet für die Erzieherin Katja tragisch: Ihr Bruder Matthis wird erschossen und ihr Freund Andreas kann sich nur schwer verletzt in den Westen retten. Sie selbst bleibt schwanger in der DDR zurück. Sechs Jahre später wagt Katja mit Sohn Sven die Flucht über Ungarn. Doch sie wird bei einem Unfall von ihrem Kind getrennt und ins Gefängnis Hohenschönhausen gebracht. Während sie permanent vom Stasioffizier Schäfer verhört wird und nicht weiß, was aus Sven geworden ist, beginnen in Leipzig die Montagsdemonstrationen.

Zweiteilige SAT.1-Produktion, die sich um Realismus bemüht und mit einigen bekannten Darstellern aufwarten kann. Neben Anja Kling als Katja spielt Heiner Lauterbach überzeugend den "Untersuchungsführer", mit dem es Katja im Gefängnis zu tun bekommt. SAT.1 strahlte im Anschluss an den ersten Teil eine Dokumentation aus, in der zahlreiche Zeitzeugen zu Wort kamen. Darunter der "Kontraste"-Moderator Jürgen Engert, in dessen Sendung die ersten Bilder der Montagsdemonstrationen zu sehen waren.

Wir sind das Volk - Liebe kennt keine Grenzen

Zeitgeschichte wurde in den letzten Jahren vor allem emotional verpackt: Im Vordergrund standen stets Romanzen. In Thomas Bergers ausgezeichnetem Event-Film geht's vor allem um Fakten.

Die Feststellung wird Sat.1 nicht gefallen: Dieser Zweiteiler ist fast zu gut für das Programm. Seit Wochen reduzieren sich die Eigenproduktionen des Senders auf romantische Belanglosigkeiten. "Wir sind das Volk", ein zweiteiliger Film über die letzten Tage der DDR, knüpft hingegen an die große Tradition an, zeitgeschichtliche Themen in großer Qualität aufzubereiten: Werke wie "Der Tunnel" oder "Der Tanz mit dem Teufel" hätten auch ARD oder ZDF als Prestigeproduktionen geschmückt.

Und noch eins ist eine Erwähnung wert: Der Zweiteiler ist eine Produktion von Olga-Film. In den letzten Jahren war Zeitgeschichte ja weitgehend eine Domäne von Teamworx. Prägend für die "Event"-Filme der Berliner ist die Emotionalisierung historischer Ereignisse; die Hamburger Sturfmlut oder die Bombardierung Dresdens diente als Folie für eine melodramatische Liebesgeschichte. Zwar hat auch Autorin Silke Zertz ihre Geschichte rund um ein Paar komponiert, doch es dominiert die verschiedenen Erzählebenen nicht. Die Geschichte beginnt mit der Flucht von Andreas Wagner (Hans-Werner Meyer). Freundin Katja (Anja Kling) bleibt zurück; Andreas ahnt nicht, dass sie schwanger ist. Der sorgfältige komponierte Prolog (Bildgestaltung: Gero Steffen) endet mit einer ebenso kunstvollen wie grimmigen Einstellung: Andreas und sein Fluchtpartner liegen in gleicher Position links und rechts von der Mauer, Andreas schwer verletzt auf der westlichen Seite, sein erschossener Freund im Osten.

Die Handlung setzt Jahre später wieder ein. Im Sommer 1989 will Katja mit ihrem Sohn Sven über Ungarn zu Andreas fliehen, landet aber im Gegensatz zu Sven nicht im Westen, sondern im Krankenhaus. Nun beginnt eine kunstvolle Verknüpfung der diversen Handlungsstränge: Katja wird ins Ostberliner Gefängnis Hohenschönhausen verschleppt, Andreas berichtet im Westfernsehen über den Widerstand in der DDR; die entsprechenden Bilder besorgen ihm wagemutige Kameramänner (Matthias Koeberlin, Ronald Zehrfeld). Aus dem Umfeld der Dissidenten stammen auch die weiteren Hauptfiguren der Geschichte. Während das ständige Katz-und-Maus-Spiel zwischen den Kameramännern und den Stasi-Beamten dank diverser packender Verfolgungsjagden immer wieder für Spannung sorgt, sind die Szenen aus dem Zuchthaus von bedrückender Brutalität. Ähnlich intensiv sind Regisseur Thomas Berger naturgemäß die Schlussbilder von der Grenzöffnung an der Bornholmer Straße gelungen. Ein großer Film, dem Ereignis angemessen. tpg.

Wir sind das Volk - Liebe kennt keine Grenzen

Sommer 1989. Mehrmals hat die junge Mutter Katja (Anja Kling) die Herrschaft des Stasi-Regimes am eigenen Leib erfahren.
Einer ihrer Brüder wurde bei einem Fluchtversuch an der Mauer erschossen, und ihr Lebensgefährte Andreas (Hans-Werner
Meyer) überlebte seine Flucht in den Westen nur schwer verletzt. Um mit ihrem gemeinsamen Sohn Sven (Lino Sliskovic),
den Andreas noch nie gesehen hat, endlich die Familie zusammenzuführen, wagt auch Katja die Flucht über die ungarisch-
österreichische Grenze.

Ohne Erfolg. Sie wird verhaftet, während ihr Sohn allein im Westen landet. Für Katja beginnt ein verzweifelter Kampf um
die Freiheit und die Existenz ihrer Familie. Während sie sich den zermürbenden Verhörmethoden von dem Offizier Bert
Schäfer (Heiner Lauterbach) aussetzen muss, steuert die DDR auf den "heißen Herbst '89" zu. Eine Zeit, die bald alles
verändern wird.

WIR SIND DAS VOLK ist ein bewegender Film über die jüngste deutsche Geschichte, eindrucksvoll mit deutscher Star-
besetzung verfilmt: Anja Kling ("(T)Raumschiff Surprise: Periode 1"), Hans-Werner Meyer ("Mordshunger"), Matthias
Koeberlin ("Das Jesus-Video"), Heiner Lauterbach ("Die Sturmflut") und Felicitas Woll ("Berlin, Berlin").

Quelle: Highlight

Darsteller:  Anja Kling   als Katja Schell
  Hans-Werner Meyer   als Andreas Wagner
  Lino Sliskovic   als Sven Schell
  Matthias Koeberlin   als Micha Schell
  Ronald Zehrfeld   als Dirk Faber
  Heiner Lauterbach   als Bert Schäfer
  Felicitas Woll   als Mandy Knoop
  Anna Fischer   als Jule Hoffmann
  Lucas Gregorowicz   als Lutz Baumann
  Jörg Schüttauf   als Bernd Hoffmann
  Oliver Bröcker   als Götz Hoffmann
  Kirsten Block   als Gunda Hoffmann
  Mina Tander   als Esther Frings
  August Schmölzer   als Kurt Teufel
  Mirjam Weichselbraun   als Bonnie
  Oliver Scherz   als Matthis Schell
  Peter Benedict   als Bertold Krieger
  Martin Glade   als Kai Hattorf
 
Regie:  Thomas Berger  
Buch:  Silke Zertz  
Musik:  Dieter Schleip  
Kamera:  Gero Steffen  
Produzent:  Viola Jäger  
  Molly von Fürstenberg  
  Harry Kügler  
 

Fassungen

 

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Features

 

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