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Kaufvideo
Erhältlich seit:
08.10.2008
Deutschland 2008
Laufzeit: 186 Min.
FSK: ab 12
Anja Kling
Hans-Werner Meyer
Lino Sliskovic
Regie: Thomas Berger
Highlight Communications (Deutschland)

Zeitgeschichte wurde in den letzten Jahren vor allem emotional verpackt: Im Vordergrund standen stets Romanzen. In Thomas Bergers ausgezeichnetem Event-Film geht's vor allem um Fakten.
Die Feststellung wird Sat.1 nicht gefallen: Dieser Zweiteiler ist fast zu gut für das Programm. Seit Wochen reduzieren sich die Eigenproduktionen des Senders auf romantische Belanglosigkeiten. "Wir sind das Volk", ein zweiteiliger Film über die letzten Tage der DDR, knüpft hingegen an die große Tradition an, zeitgeschichtliche Themen in großer Qualität aufzubereiten: Werke wie "Der Tunnel" oder "Der Tanz mit dem Teufel" hätten auch ARD oder ZDF als Prestigeproduktionen geschmückt.
Und noch eins ist eine Erwähnung wert: Der Zweiteiler ist eine Produktion von Olga-Film. In den letzten Jahren war Zeitgeschichte ja weitgehend eine Domäne von Teamworx. Prägend für die "Event"-Filme der Berliner ist die Emotionalisierung historischer Ereignisse; die Hamburger Sturfmlut oder die Bombardierung Dresdens diente als Folie für eine melodramatische Liebesgeschichte. Zwar hat auch Autorin Silke Zertz ihre Geschichte rund um ein Paar komponiert, doch es dominiert die verschiedenen Erzählebenen nicht. Die Geschichte beginnt mit der Flucht von Andreas Wagner (Hans-Werner Meyer). Freundin Katja (Anja Kling) bleibt zurück; Andreas ahnt nicht, dass sie schwanger ist. Der sorgfältige komponierte Prolog (Bildgestaltung: Gero Steffen) endet mit einer ebenso kunstvollen wie grimmigen Einstellung: Andreas und sein Fluchtpartner liegen in gleicher Position links und rechts von der Mauer, Andreas schwer verletzt auf der westlichen Seite, sein erschossener Freund im Osten.
Die Handlung setzt Jahre später wieder ein. Im Sommer 1989 will Katja mit ihrem Sohn Sven über Ungarn zu Andreas fliehen, landet aber im Gegensatz zu Sven nicht im Westen, sondern im Krankenhaus. Nun beginnt eine kunstvolle Verknüpfung der diversen Handlungsstränge: Katja wird ins Ostberliner Gefängnis Hohenschönhausen verschleppt, Andreas berichtet im Westfernsehen über den Widerstand in der DDR; die entsprechenden Bilder besorgen ihm wagemutige Kameramänner (Matthias Koeberlin, Ronald Zehrfeld). Aus dem Umfeld der Dissidenten stammen auch die weiteren Hauptfiguren der Geschichte. Während das ständige Katz-und-Maus-Spiel zwischen den Kameramännern und den Stasi-Beamten dank diverser packender Verfolgungsjagden immer wieder für Spannung sorgt, sind die Szenen aus dem Zuchthaus von bedrückender Brutalität. Ähnlich intensiv sind Regisseur Thomas Berger naturgemäß die Schlussbilder von der Grenzöffnung an der Bornholmer Straße gelungen. Ein großer Film, dem Ereignis angemessen. tpg.
Sommer 1989. Mehrmals hat die junge Mutter Katja (Anja Kling) die Herrschaft des Stasi-Regimes am eigenen Leib erfahren.
Einer ihrer Brüder wurde bei einem Fluchtversuch an der Mauer erschossen, und ihr Lebensgefährte Andreas (Hans-Werner
Meyer) überlebte seine Flucht in den Westen nur schwer verletzt. Um mit ihrem gemeinsamen Sohn Sven (Lino Sliskovic),
den Andreas noch nie gesehen hat, endlich die Familie zusammenzuführen, wagt auch Katja die Flucht über die ungarisch-
österreichische Grenze.
Ohne Erfolg. Sie wird verhaftet, während ihr Sohn allein im Westen landet. Für Katja beginnt ein verzweifelter Kampf um
die Freiheit und die Existenz ihrer Familie. Während sie sich den zermürbenden Verhörmethoden von dem Offizier Bert
Schäfer (Heiner Lauterbach) aussetzen muss, steuert die DDR auf den "heißen Herbst '89" zu. Eine Zeit, die bald alles
verändern wird.
WIR SIND DAS VOLK ist ein bewegender Film über die jüngste deutsche Geschichte, eindrucksvoll mit deutscher Star-
besetzung verfilmt: Anja Kling ("(T)Raumschiff Surprise: Periode 1"), Hans-Werner Meyer ("Mordshunger"), Matthias
Koeberlin ("Das Jesus-Video"), Heiner Lauterbach ("Die Sturmflut") und Felicitas Woll ("Berlin, Berlin").
Quelle: Highlight
| Darsteller: | Anja Kling | als Katja Schell | |
|---|---|---|---|
| Hans-Werner Meyer | als Andreas Wagner | ||
| Lino Sliskovic | als Sven Schell | ||
| Matthias Koeberlin | als Micha Schell | ||
| Ronald Zehrfeld | als Dirk Faber | ||
| Heiner Lauterbach | als Bert Schäfer | ||
| Felicitas Woll | als Mandy Knoop | ||
| Anna Fischer | als Jule Hoffmann | ||
| Lucas Gregorowicz | als Lutz Baumann | ||
| Jörg Schüttauf | als Bernd Hoffmann | ||
| Oliver Bröcker | als Götz Hoffmann | ||
| Kirsten Block | als Gunda Hoffmann | ||
| Mina Tander | als Esther Frings | ||
| August Schmölzer | als Kurt Teufel | ||
| Mirjam Weichselbraun | als Bonnie | ||
| Oliver Scherz | als Matthis Schell | ||
| Peter Benedict | als Bertold Krieger | ||
| Martin Glade | als Kai Hattorf | ||
| Regie: | Thomas Berger | ||
| Buch: | Silke Zertz | ||
| Musik: | Dieter Schleip | ||
| Kamera: | Gero Steffen | ||
| Produzent: | Viola Jäger | ||
| Molly von Fürstenberg | |||
| Harry Kügler | |||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Bildformat: 1:1,78/16:9
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