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Wo dein Herz schlägt

Rührendes Americana über die Aufs und Abs im Leben eines Whtie-Trash-Mädchens, das unbeirrbar nach seinem Weg forscht.


Wo dein Herz schlägt

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Erhältlich seit:
28.05.2010

Originaltitel: Where the Heart Is

Drama/ Komödie

USA 2000
Laufzeit: 120 Min.
FSK: ab 6

Natalie Portman
James Frain
Ray Prewitt

Regie: Matt Williams
Capelight Pictures

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Wo dein Herz schlägt

Die 17-jährige Novalee aus Tennessee ist bezaubernd und charmant. Dennoch meint es das Schicksal nicht gut mit ihr. Sie hat weder Familie, Ausbildung noch Job - und zu allem Überfluss lässt ihr Freund, ein egoistischer Möchtegern-Musiker, sie auf ihrer gemeinsamen Reise bei einer Pinkelpause hochschwanger auf dem Wal-Mart-Parkplatz eines verschlafenen Städtchens in Oklahoma sitzen. Völlig auf sich allein gestellt und verzweifelt, lässt sich die Obdachlose mehrere Nächte lang im Supermarkt einschließen. Da setzen die Wehen ein...

Beseelt vom Traum, das ultimative Americana zu erschaffen, scheint nun auch Matt Williams, kreativer Kopf und Produzent von TV-Erfolgsserien wie "Hör' mal, wer da hämmert" oder "Roseanne". So adaptierte er in seinem Kinodebüt mit Billie Letts' gefühlvollem Bestseller "Where the Heart Is" die mehrjährige Suche eines einfachen Mädchens nach ihrem Stückchen vom Glück und konnte dafür die ansehnliche Damenriege Natalie Portman, Ashley Judd, Sally Field und Joan Cusack gewinnen. Besonders Frauen werden die kleinen Momente lieben.

Wo dein Herz schlägt

So wie Norman Mailer, John Updike oder Thomas Pynchon immer wieder versuchen, die great american novel zu Papier zu bringen, gibt es auch Filmemacher, denen der Sinn nach dem ultimativen Leinwand-americana steht. So Matt Williams, einst kreativer Kopf und ausführender Produzent von TV- Erfolgsserien wie "Hör mal, wer da hämmert" oder "Roseanne", der mit "Wo dein Herz schlägt" sein Leinwand-Debüt als Regisseur gibt und ganz auf sein starkes Damenduo Natalie Portman und Ashley Judd setzt.

Als Vorlage diente Billie Letts mehrfach ausgezeichneter Tränendrüsen-Bestseller aus dem Jahre 1996, "Where the Heart Is", der von Lowell Ganz und Babaloo Mandel ("Splash - Jungfrau am Haken "), zwei der renommiertesten und vor allem für herrliche Wortgefechte bekannte Drehbuchautoren, adaptiert wurde. Immer wieder gelingen ihnen witzige Szenen, aber an der episodischen, mehrere Jahre abdeckenden Struktur des Romans scheitern sie letztlich: Zu zerfahren ist die Handlung, als dass sich am Ende die große erhoffte Emotion einstellen würde.

Im Zentrum der Handlung steht eine junge, hochschwangere Dame aus ärmlichsten Verhältnissen, poor white trash nennt man jene Spezies jenseits des großen Teichs treffend, die auf den symbolträchtigen Namen Novalee Nation - "Star Wars"-Prinzessin Natalie Portman in ihrem bis dato wohl schwächsten Auftritt, weil man ihr die Rolle als Redneck-Engel einfach nicht abnehmen will - hört und während einer Pinkelpause von ihrem Loser-Freund Willy Jack (überzeugender Mistkerl: Dylan Bruno) auf dem Parkplatz eines Wal-Mart Supermarkts in Sequoyah, Oklahoma, sitzen gelassen wird. Aus Mangel an Geld nistet sich Novalee daraufhin in dem Megaladen ein und bringt dort ihr Kind, das sie Americus nennt, zur Welt. Dies bringt die junge Frau in die Schlagzeilen und ein paar Dollars in ihre Tasche. Aber nur kurz - denn schon bald werden ihr diese wieder von ihrer Rabenmutter (routinierte Cameo-Einlage von Sally Field) abgenommen. Des Weiteren treten auf: die stets souveräne Stockard Channing ("Smoke") als bibelfeste Schnapsdrossel mit Hang zu allzu häufigem Sex - für den sie brav bei jedem Tischgebet um Vergebung bittet -, die Nation Heim und Wärme gibt, die etwas unterforderte Ashley Judd ("Heat") als Novalees Busenfreundin, deren vier, später fünf Kinder nach Schokoriegeln heißen, das einzige echte Glanzlicht Joan Cusack ("High Fidelity") als ultra-taffe Musikagentin und ein paar Männer, die bevorzugterweise als Trottel herhalten müssen.

Von einer stringenten Geschichte, von einem wirklichen Spannungsbogen ist wenig zu sehen. Dafür sorgt der Filmemacher bei seinem in handwerklicher Hinsicht jederzeit sauberen Werk für jede Menge dramatische Einzelepisoden im Seifenopern-Stil, die jeder Talkshow zu Ehre gereichen würden. Für die Action-Gemeinde wiederum hält das zeitweise vom Winde verwehte Epos einen tricktechnisch hervorragend gestalteten Wirbelsturm bereit, der Frau Channing das Leben kostet, dafür Novalee Nation zum schmucken Eigenheim verhilft. Und weil es auf der Welt und im Film auch Gerechtigkeit gibt, verliert der böse, betrunkene Willy Jack bei einem Unfall beide Beine, was ihm in Hinkunft weiteres Davonlaufen schwer machen wird. Eine Moritat also, die ihr Potenzial nie richtig entfalten kann. Das ist schade, denn wenn man noch länger am Film gefeilt hätte, wäre wesentlich mehr herauszuholen gewesen.geh.

Wo dein Herz schlägt

Das Schicksal meint es nicht gut mit der 17jährigen Novalee aus Tennessee: Sie hat keine Familie, keine Ausbildung, keinen Job! Und zu allem Überfluss lässt sie ihr Freund, ein egoistischer Möchtegern-Musiker, auf einer gemeinsamen Reise bei einer Pinkelpause hochschwanger auf dem Wal-Mart-Parkplatz eines verschlafenen Städtchens in Oklahoma sitzen. Völlig auf sich allein gestellt und verzweifelt, lässt sich die Obdachlose jede Nacht im Supermarkt einschließen. Da setzen die Wehen ein...

Quelle: Capelight

- Interviews
- Kinotrailer

Quelle: Capelight

Darsteller:  Natalie Portman   als Novalee Nation
  James Frain   als Forney Hall
  Ray Prewitt   als Tim
  Laura House   als Nicki
  Ashley Judd   als Lexie Coop
  Mackenzie Fitzgerald   als Americus Nation
  Karey Green   als Rhonda
  Keith David   als Moses Whitecotten
  Dylan Bruno   als Willy Jack Pickens
  Mary Ashleigh Green  
  Sally Field   als Mama Lil
  Kinna McInroe  
  Laura Auldridge  
  Richard T. Jones   als Mr. Sprock
  Stockard Channing   als Thelma "Sister" Husband
  Alicia Godwin   als Jolene
  Dennis Letts   als Sheriff
  Kathryn Esquivel   als Mrs. Ortiz
  Mark G. Mathis   als Reporter
  Joan Cusack   als Ruth Meyers
 
Regie:  Matt Williams  
Buch:  Lowell Ganz  
  Babaloo Mandel  
Musik:  Mason Daring  
Kamera:  Richard Greatrex  
Produzent:  Matt Williams  
  Susan Cartsonis  
  David McFadzean  
  Patricia Whitcher  
 

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Features

 

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