Blu-ray Disc Leihvideo

Wo die Wilden Kerle wohnen

Unkonventionelle und unaufdringlich lehrreiche Verfilmung von Maurice Sendaks berühmten Kinderbuch.


Wo die Wilden Kerle wohnen

Leihvideo

Erhältlich seit:
23.04.2010

Originaltitel: Where the Wild Things Are

Kinderfilm/ Fantasy

USA 2009
Laufzeit: 101 Min.
FSK: ab 6

Max Records
Catherine Keener
Mark Ruffalo

Regie: Spike Jonze
Warner Home Video Germany

Videoplayer wird geladen ...

Filmbewertung


(4 Bewertungen)
Die Ausstattung

Die Technik

Haben Sie den Film schon gesehen?

Jetzt bewerten!


 
Wo die Wilden Kerle wohnen

Max ist ein Kind voller Wut und unkontrollierter Impulse, und doch eine sensitive Seele, die sich allein gelassen fühlt. Nach einem Streit mit seiner gutmütigen, aber überforderten Mutter flüchtet er in eine Traumwelt - auf eine Insel mit monströs wirkenden, im Grunde aber kindlichen Kreaturen, die den wilden Jungen als König akzeptieren. Einige Tage lebt und tollt Max mit den neuen Freunden, bis es auch hier zu Enttäuschungen und Streit kommt. Doch Max weiß, dass jemand auf ihn wartet, der ihn immer lieben wird. Bedingungslos.

Spike Jonzes dritte Regiearbeit nach "Being John Malkovich" und "Adaption" ist seine erste nach eigenem Drehbuch. Dieses erweitert Maurice Sendaks Kinderbuchklassiker durch einen tieferen Einblick in Situation und Beweggründe der Figuren, zeigt die Problematik von Familie, ohne platt zu psychologisieren oder Fundamentalpädagogik zu betreiben. Unsentimental und unkonventionell erzählt, zeigt Jonzes Film eine kindliche Erlebniswelt, die nie übermäßig bedrohlich, sondern unaufdringlich optimistisch und versöhnlich wirkt.

Wo die Wilden Kerle wohnen

Spike Jonzes Verfilmung eines berühmten Kinderbuchs beweist, wie traditionell und modern, unkonventionell und unterhaltsam harmonisch koexistieren können.

Fragen, ob kleine Jungs große Monster beherrschen können oder Kreaturen Gliedmaßen abgerissen werden dürfen, wenn deren Reaktion über ein erstauntes "Das war mein Lieblingsarm" nicht hinausgeht, sind von Beginn an überflüssig. Denn die hier gezeigte Welt ist ein Traum, ist eine Zuflucht, die ein Kind nach seinen Erfahrungen und Bedürfnissen gestaltet. In "Wo die wilden Kerle wohnen" hat konventionelles Erzählen kein Zuhause mehr. Es gibt kein schlichtes dramaturgisches Ziel, keinen Bösewicht, der besiegt, keine Prüfung, die bestanden werden muss. Nur den Blick auf die Wirklichkeit eines Kinds durch eine fantastische Brille.

Max (Max Records), ein Junge mit großer Fantasie, fühlt sich allein gelassen. Vom Vater, der die Familie verlassen hat, von der älteren Schwester und der Mutter (Catherine Keener), die seit kurzem einen Freund hat und überfordert ist, wenn Max seine Wut unkontrolliert auslebt. Nach einem Streit reißt Max aus und nimmt mit einem kleinen Boot Kurs zum Horizont. Nach Tagen auf See und einer bedrohlich inszenierten Landung in der Brandung betritt Max eine Insel, auf der eine Handvoll exotischer Kreaturen lebt. Seine Furchtlosigkeit gegenüber diesen Wesen, die nur äußerlich gefährlich, im Grunde aber eher sanft, kindlich gelangweilt oder traurig wirken, und sein in Zerstörungslust explodierender Zorn machen Max zum Freund des Anführers Carol - ein plüschiger Riese, der wie Max aggressive Impulse nicht zügeln kann, aber auch Kreativität in sich trägt. Ein paar Tage lebt der Junge als König unter diesen Geschöpfen, spielt und tollt mit ihnen, bis es durch Carol, Vaterfigur wie auch Spiegelbild, auch hier zum Streit und zur Trennung kommt.

Keine 340 Wörter enthält Maurice Sendaks Kinderbuchklassiker, den Jonze und Koautor Dave Eggers geschickt erweitert haben. Auf beiden Ebenen, der realen und der fantastischen, wird die Problematik von Familie beleuchtet, die unterschiedlichen Temperamente, die Unmöglichkeit, jeden in gleicher Intensität lieben zu können. Eine ausschließlich kindliche Erlebniswelt zeigt sich hier, in der Stimmungen blitzschnell kippen können, Ausgelassenheit und Enttäuschung, Wut und Versöhnung oft nah beieinander liegen. Junge Zuschauer werden nicht unnötig verschreckt, können sich in den Figuren wiedererkennen, gerade auch, weil unbequeme Gefühle nicht tabuisiert werden. Ältere können sich in Interpretationen verlieren und über die Tricks rätseln, die klassische und digitale Techniken verbinden, ohne dass eindeutige Zuordnungen leicht möglich sind. Originelle, unverbrauchte Bilder gibt es hier zu sehen, eine sich ohne aufdringliche Pädagogik entfaltende Magie, die dieses in seiner Entstehungsgeschichte problematische Projekt zu einem erfolgreichen US-Start führte. Ohne Sentimentalität und Unterwerfung an den populären Geschmack. kob.

Darsteller:  Max Records   als Max
  Catherine Keener   als Max' Mom
  Mark Ruffalo   als Freund
  Pepita Emmerichs   als Claire
 
Regie:  Spike Jonze  
Buch:  Dave Eggers  
  Michael Goldenberg  
  Spike Jonze  
Musik:  Karen O  
  Carter Burwell  
Kamera:  Lance Acord  
Produzent:  Tom Hanks  
  Gary Goetzman  
  John B. Carls  
  Vincent Landay  
 

Wo die Wilden Kerle wohnen in der Fotoshow

 

Fassungen

 

facebook

 

Features

 

Weitere Videos

Hoch Runter
 

Star

Catherine Keener

Ihre "ménage à trois" mit John Malkovich und Cameron Diaz in "Being John Malkovich" (1999) gehört zu den unvergesslich skurrilen Szenen...

 

Star

Mark Ruffalo

Amerikanischer Schauspieler. Der Mann mit dem stechenden Blick, den leicht gekräuselten Haaren und den breiten Lippen jagte als Police...