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Wolfman

Remake des gleichnamigen Horror-Klassikers von 1941 über einen Mann, der sich durch einen Fluch in eine reißende Bestie verwandelt.


Wolfman (Extended Director's Cut)

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Erhältlich seit:
05.08.2010

Originaltitel: The Wolfman

Horror/ Fantasy

USA 2010
Laufzeit: 114 Min.
FSK: ab 16

Benicio Del Toro
Emily Blunt
Sir Anthony Hopkins

Regie: Joe Johnston
Universal Pictures Germany

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Wolfman (Extended Director's Cut)

Der aus adligem Hause stammende Lawrence Talbot verlor seine Kindheit in dem Augenblick, als seine Mutter starb. Inzwischen erwachsen, hört er eines Tages von dem Verschwinden seines Bruders - was ihn zurückkehren lässt in seine einstige Heimat. Dort trifft er nicht nur auf seinen entfremdeten Vater, sondern erfährt auch von einer blutrünstigen Bestie, die die Dorfbewohner reihenweise tötet. Allmählich sieht Lawrence sich auf der Suche nach seinem Bruder mit seiner eigenen dunklen Seite konfrontiert und macht eine unheilvolle Entdeckung.

Der Horrorklassiker "Der Wolfsmensch" von 1941, der diesem Remake von Joe Johnston ("Hidalgo - 3000 Meilen zum Ruhm") zu Grunde liegt, ließ mit dem Werwolf eine Kultfigur entstehen, die in zahlreichen Filmen variiert wurde. Nicht weniger düster zeigt sich die aktuelle Produktion mit Benicio del Toro ("21 Gramm"), Anthony Hopkins ("Die Legende von Beowulf") und Emily Blunt ("Der Krieg des Charlie Wilson") in den Hauptrollen, die durch aufwändige Gruseleffekte und Schauerstimmung vor viktorianischer Kulisse überzeugt.

Wolfman (Extended Director's Cut)

Joe Johnston reanimiert mit feinem Gespür für die richtige Technik überraschend nah am Original Curt Siodmaks Horror-Klassiker um das Tier im Manne.

In den Dreißiger und Vierziger Jahren gebar Hollywood neue Monster, z. B. 1941 "Der Wolfsmensch", den Lon Chaney Jr. unsterblich machte. Jetzt ist der "Wolfman" wieder auferstanden, in Form von Benico Del Toro und unter der Regie von Joe Johnston, Spezialist in Sachen Spezialeffekte ("Jurassic Park III") und rasanter Trickaction ("Jumanji"). Dabei ist diesmal sein größter Effekt Del Toro selbst, der die Rolle des tragischen Edelmanns Lawrence Talbot perfekt ausfüllt: traurig der Blick, massig die Gestalt, geschmeidig und sprungbereit der Gang - der (Wer-)Wolf im Manne. Als sein Bruder von einer Bestie zerfleischt aufgefunden wird, bittet dessen Verlobte Gwen Conliffe (Emily Blunt) den erfolgreichen Bühnenstar (!) um Hilfe. So kehrt Talbot erstmals seit seiner Kindheit auf den heimatlich Landsitz Blackmoor zurück, den er seit dem schrecklichen Tod der Mutter nicht mehr betreten hat. Hier haust der von der Bevölkerung gefürchteter Vater Sir John (Anthony Hopkins) mit seinem treuen indischen Diener Singh (Art Malik), frönt der Jagd und schießt auch sonst auf alles, was ungebeten sein verwahrlostes Grundstück betritt.

Die Versatzstücke sind altbekannt, die Zeichen stehen auf gothic pur und auch die wichtigsten Plotmomente wurden beibehalten. Als augenfälligste Änderungen stechen die ausgebaute Rolle von Sir John ins Auge, was Hopkins die willkommene Möglichkeit gibt, als explosiver Mix aus Hannibal Lecter, "Nixon" und seinem Captain Bligh aus "Die Bounty" vom Leder zu ziehen, sowie die Tatsache, dass man die Handlung ins Viktorianische England des Jahres 1890 zurückverlegt hat. Das wiederum gestattete Produktionsdesigner Rick Heinrichs ein perfektes "Sleepy Hollow"-Szenario zu entwerfen, das dem Gruseler die entsprechende Stimmung verleiht und auch das Auftauchen von Hugo Weaving ("Matrix") als Scotland Yard Inspector Aberline rechtfertigt, jenem Mann also, der einst den notorischen "Jack the Ripper" jagte.

Genrefans kommen bei Silberkugeln, heulenden Wölfen, am Vollmond vorbeiziehenden Wolken, einem Trauerzug durch eine Pappelallee sowie farbentsättigten Bildern und Gänsehautscore voll auf ihre Kosten. Tod, Verwandlung, Wiederauferstehung, Erlösung; alles wird strikt nach Lehrbuch durchgespielt, lustvoll, blutig, gradlinig und technisch perfekt. CGI macht's möglich - und natürlich auch der Meister der Creature-Designer Rick Baker, der hier einmal mehr sein ganzes Können unter Beweis stellt. Nur einen Effekt, den kann nicht einmal er toppen, die Augenweide Emily Blunt als tragische Heldin, von der man leider viel zu wenig zu sehen bekommt. geh.

Wolfman (Extended Director's Cut)

Als sein Bruder Ben verschwindet, kehrt Lawrence Talbot (Benicio Del Toro) widerwillig auf den Landsitz seines Vaters (Anthony Hopkins) zurück. Mit Bens schöner Verlobten Gwen Conliffe (Emily Blunt) sucht Lawrence nach dem Vermissten. Dabei stößt er auf die Spur einer blutrünstigen Bestie, die in Vollmondnächten auf Menschenjagd geht. Auch ein Inspektor von Scotland Yard (Hugo Weaving) will die mysteriöse Mordserie aufklären. Doch Lawrence gibt die gefährliche Suche nicht auf. Je näher er der teuflischen Kreatur kommt, desto tiefer gerät er in einen Strudel aus Wahnsinn und Mordlust ...

Quelle: Universal Pictures

- Unveröffentlichte Szenen - Erweiterte Szenen

Quelle: Universal Pictures

Darsteller:  Benicio Del Toro   als Lawrence Talbot
  Emily Blunt   als Gwen Conliffe
  Sir Anthony Hopkins   als Sir John Talbot
  Hugo Weaving   als Detective Aberline
  Geraldine Chaplin   als Maleva
  Kiran Shah   als Wolfboy
  Art Malik   als Singh
  Elizabeth Croft   als Ophelia
  Simon Merrells   als Ben Talbot
  Emma Whelan   als Gwens Dienstmädchen
  Mario Marin-Borquez   als Lawrence, jung
  Asa Butterfield   als Ben, jung
  Cristina Contes   als Solana
  Malcolm Scates   als Metzger
  Nicholas Day   als Colonel Montford
  Michael Cronin   als Dr. Lloyd
  David Sterne   als Mr. Kirk
  David Schofield   als Constable Nye
  Roger Frost   als Reverend Fisk
  Rob Dixon   als Squire Strickland
  Clive Russell   als MacQueen
  Oliver Adams   als Zigeunerjunge
  Emil Hostina   als Zigeuner/Bärenführer
  Rick Baker   als Zigeuner/Erstes Opfer
  Emily Cohen   als Kleines Zigeunermädchen
  Jessica Manley   als Zigeunermutter
  Olga Fedori   als Junge Zigeunerfrau
  Lorraine Hilton   als Mrs. Kirk
  Sir Antony Sher   als Dr. Hoenegger
 
Regie:  Joe Johnston  
Buch:  Andrew Kevin Walker  
Musik:  Danny Elfman  
Kamera:  Alwin H. Kuchler  
Produzent:  Scott Stuber  
  Benicio Del Toro  
  Rick Yorn  
  Sean Daniel  

Tierisch gute Leinwandreißer

Das Tier im Manne: "Wolfman" hat es eindrucksvoll reanimiert und eine Renaissance des Werwolf-Genres eingeläutet. Aber auch Frauen können bei Vollmond ganz schön bissig werden.

Benicio del Toro ist der "Wolfman" Großansicht

Benicio del Toro ist der "Wolfman"

"Wolfman" scheint wirklich alles zu haben, was ein gelungenes Remake benötigt: Düstere Settings im viktorianischen Zeitalter, oscar-geadelte Darsteller wie Anthony Hopkins und Benicio Del Toro, atemberaubende Spezialeffekte. Was das Remake vom Original jedoch unterscheidet, ist ein ganz wesentlicher Aspekt: "Der Wolfsmensch", Horrorklassiker aus dem Jahr 1941, ist nicht nur für Werwolf-Fans von Interesse, er ist ein Muss für jeden Filmfreak.

Nachdem Universal sechs Jahre zuvor mit "Der Werwolf von London" einen eher mäßigen Beitrag zu dem Subgenre abgeliefert hatte, hauchte "Der Wolfsmensch" dem animalischen Horrorfilm neues Leben ein. Tricktechnik und Make-Up waren nicht nur auf der Höhe der Zeit, sondern lange Zeit stilbildend für das Genre. Hinzu kam die Leistung von Hauptdarsteller Lon Chaney jr.: Qualen und Gebrochenheit der Titelfigur kamen in seiner Performance perfekt zur Geltung. "Der Wolfsmensch" war zudem der erste Film, der die Verwundbarkeit durch Silberkugeln und die gewaltsame Körpermutation unter Vollmondeinfluss auf die Leinwand brachte.

Moderne Klassiker

Grusel trifft schwarzen Humor: "American Werewolf" Großansicht

Grusel trifft schwarzen Humor: "American Werewolf"

Lange Zeit galt "Der Wolfsmensch" als das Nonplusultra des cineastisch aufbereiteten Werwolfthemas. Fortsetzungen wie "Frankenstein trifft den Wolfsmenschen", "Draculas Haus" und insbesondere die Komödie "Abbott und Costello treffen Frankenstein" waren zumeist reine Geldmacherei - dem Genre taten sie ebenso wenig gut wie dem immer wieder von den Toten zurückkehrenden Wolfsmensch-Darsteller Lon Chaney. Insgesamt sollte es ganze 40 Jahre dauern, bis mit "American Werewolf" ein neuer Klassiker auf die große Leinwand kam.

Was den Film von John Landis so besonders macht, ist seine Herangehensweise an die Geschichte. Er bediente sich nicht einfach der mythischen Story, er transformierte sie in die Gegenwart und würzte das Ganze mit einer gehörigen Prise schwarzen Humors. Kombiniert mit den noch immer sensationellen Transformationsszenen und dem Spagat zwischen Horror, Komik und Mitgefühl ergibt sich das perfekte Genrehighlight.

Die Faszination des Düsteren

Michael Sheen als Werwolf Lucian in "Underworld" Großansicht

Michael Sheen als Werwolf Lucian in "Underworld"

Kein Werwolf-Film im klassischen Sinne ist bei genauerer Betrachtung "Underworld". Wie bei den meisten Filmen, in denen Vampire eine Rolle spielen, geht es eher um die Optik. Der Unterschied zwischen den beiden Erzfeinden kristallisiert sich hier jedoch besonders stark heraus. Vampire stellen die aristokratisch-elitäre Gesellschaft, Werwölfe sind getriebene Unterweltkreaturen. Ästhetischer als hier sind die gegensätzlichen Welten nie aufeinandergeprallt.

Und auch "Wolf" gebührt ein Platz unter den modernen Klassikern. Hauptdarsteller Jack Nicholson, von Natur aus ein durch und durch animalischer Mime, verleiht der Figur des Werwolfopfers eine vollkommen neue Charakterebene. Nicht nur bei Vollmond erwachen seine tierischen Instinkte, auch im Alltag machen sie sich bemerkbar und verhelfen ihm zu Erfolg im Berufs- und Beziehungsleben. Auch wenn so mancher Fan sein Problem mit dieser modernen Wolfsfigur hat - innovativ bleibt sie. Und niemand außer Nicholson hätte sie besser spielen können.

Weibliche Wölfe

Christina Ricci ist im gleichnamigen Film mächtig "Verflucht" Großansicht

Christina Ricci ist im gleichnamigen Film mächtig "Verflucht"

Bliebe noch die Frage nach der weiblichen Seite des Werwolfs. Die kommt eher selten zum Vorschein. Seltsamerweise. Denn ein Werwolf auf Jagd wird wohl kaum einen Unterschied machen zwischen weiblichen oder männlichen Opfern. Andererseits stellt man sich im Körper eines so gewaltigen Wesens wie dem Werwolf nun mal den Mann in all seiner Ungezügeltheit vor. Stichwort Nicholson.

Christina Riccis Versuch, in "Verflucht" einen weiblichen Wolf darzustellen, fällt dann auch eher in die Kategorie "gescheitert". Im Indiegenre allerdings findet sich mit "Ginger Snaps - Das Biest in Dir" ein wirklich gelungener Ansatz zur Erneuerung des Genres. Nicht nur stehen zwei junge Schwestern im Mittelpunkt des Undergroundhits, das Werwolfthema wird auch als ironische Metapher für Pubertät und Teenagerängste verwendet. Klingt erst mal schräg, war aber beim Fantasy Filmfest 2000 zu Recht ein Tipp, der seinen geheimen Status bald verloren hatte. Aber Achtung: "Ginger Snaps" ist definitiv nichts für zarte Gemüter.

 

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