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Wolfsburg

Die Mutter eines durch einen Verkehrsunfall getöteten Kindes verliebt sich unwissentlich in den fahrerflüchtigen Täter.


Wolfsburg

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Erhältlich seit:
02.03.2009

Drama/ Melodram

Deutschland 2003
Laufzeit: 86 Min.
FSK: ab 12

Benno Fürmann
Nina Hoss
Antje Westermann

Regie: Christian Petzold
epiX Media AG

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Die Mutter eines durch einen Verkehrsunfall getöteten Kindes verliebt sich unwissentlich in den fahrerflüchtigen Täter.

Haben Philipp und Laura eine Chance? (Foto: Peripher) Großansicht

Haben Philipp und Laura eine Chance? (Foto: Peripher)

Philipp ist erfolgreicher Verkaufsleiter einer Audi-Filiale, die der Bruder seiner Verlobten Katja leitet. Als er mit seinem NSU auf der Landstraße, die ihm als Abkürzung dient, ein Fahrrad fahrendes Kind überfährt, begeht er Fahrerflucht, verwischt Spuren.

Das Gewissen sucht ihn heim. Er nähert sich im Krankenhaus Laura, der allein erziehenden Mutter, kann sich jedoch nicht zu einem Geständnis durchringen.

Als er nach Hochzeit und Flitterwochen erfährt, dass der Junge gestorben ist, bricht seine Krise durch. Er verliert seine Frau, den Job und die soziale Stellung.

Der Tod eines Kindes steht zwischen den beiden (Foto: Peripher) Großansicht

Der Tod eines Kindes steht zwischen den beiden (Foto: Peripher)

Entscheidung der Liebe

Währenddessen hat sich Laura auf die Suche nach dem Unfallauto gemacht. Sie trifft wieder auf Philipp, eine Liebesbeziehung entwickelt sich, doch mitten in dem, was Zukunft werden könnte, wird das fatale Ereignis Gegenwart und zerstört alles.

Wie Benno Fürmann als trauernder Täter und Nina Hoss als durch den Tod des Kindes paradoxerweise verjüngte Mutter die aussichtslosen verzweifelt Liebenden spielen, gehört zu den großen Momenten eines Films, in dem sich alle entscheidenden Szenen, Geständnisse, Zärtlichkeiten und Entschuldigungen im Auto abspielen.

Es ist, als wolle Regisseur Christian Petzold alle Erfahrungen in diese Kammer pressen. Das weitgehende Fehlen von Musik, die schnörkellose, mit vielen Leerstellen und Zeitsprüngen arbeitende Montage und Petzolds minimalistische Inszenierung, schaffen ein eindringliches Spiel um Seelenschmerzen und die Bruchlinien des Lebens.

Wolfsburg

Kein Film über die Autostadt Wolfsburg, die dennoch immer spürbar ist, sondern ein atemberaubend spannender, ästhetisch durchkomponierter Liebes- und Katastrophenfilm von Christian Petzold, dessen Stil sich seit seinem Debüt mit "Pilotinnen" perfektionierte und der mit "Die innere Sicherheit" 2001 den Deutschen Filmpreis gewann.

Das von Nina Hoss und Benno Führmann außerordentlich intensiv und präsent gespielte Melodram um Schuld, Gewissen, Beichte, Sühne, Buße, Rachsucht und Vergebung zwischen Autohaus, Bungalow und Landstraße ist, obwohl fürs Fernsehen produziert, ein echter Kinofilm, wurde im Panorama der Berlinale 2003 präsentiert und hätte gut in den Wettbewerb gepasst.

Philipp (Benno Führmann) ist erfolgreicher Verkaufsleiter einer Audi-Filiale, die der Bruder seiner Verlobten Katja (Antje Westermann) leitet. Als er mit seinem NSU auf der Landstraße, die ihm als Abkürzung dient, ein Fahrrad fahrendes Kind überfährt, begeht er Fahrerflucht, verwischt Spuren. Das Gewissen sucht ihn heim. Er nähert sich im Krankenhaus Laura, der allein erziehenden Mutter (Nina Hoss), kann sich nicht zu einem Geständnis durchringen. Als er nach Hochzeit und Flitterwochen erfährt, dass der Junge gestorben ist, bricht seine Krise durch. Er verliert seine Frau, den Job und die soziale Stellung. Währenddessen hat sich Laura auf die Suche nach dem Unfallauto gemacht. Sie trifft wieder auf Philipp, eine Liebesbeziehung entwickelt sich, doch mitten in dem, was Zukunft werden könnte, wird das fatale Ereignis Gegenwart und zerstört alles.

Wie Benno Führmann als trauernder Täter und Nina Hoss als durch den Tod des Kindes paradoxerweise verjüngte Mutter die aussichtslosen verzweifelt Liebenden spielen, gehört zu den großen Momenten eines Films, in dem alle entscheidenden Szenen, Geständnisse, Zärtlichkeiten und Entschuldigungen sich im Auto abspielen. Es ist, als wolle Petzold alle Erfahrungen in diese Kammer pressen. Das weitgehende Fehlen von Musik, die schnörkellose, mit vielen Leerstellen und Zeitsprüngen arbeitende Montage und Petzolds Inszenierung, die die Schauspieler jede überflüssige Geste vermeiden lässt, schaffen ein eindringliches Spiel um Seelenschmerzen und die "Bruchlinien" (Petzold) des Lebens.

Packend wie ein Krimi, mit ironischen Elementen (Laura fährt in der Autostadt ständig Fahrrad) und Bildern von eiskalter Klarsicht gehört "Wolfsburg" zu den großen deutschen Filmen des Jahres. ger.

Darsteller:  Benno Fürmann   als Philipp Wagner
  Nina Hoss   als Laura Reiser
  Antje Westermann   als Katja
  Astrid Meyerfeldt   als Vera
  Matthias Matschke   als Scholz
  Soraya Gomaa   als Françoise
  Stephan Kampwirth   als Klaus
  Martin Aaron Müseler   als Paul Reiser
  Anna Priese   als Antonia
 
Regie:  Christian Petzold  
Buch:  Christian Petzold  
Musik:  Stefan Will  
Kamera:  Hans Fromm  
Produzent:  Bettina Reitz  
 

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Features

 

Star

Benno Fürmann

Kraftvoll, vital, zupackend, draufgängerisch, gutaussehend mit durchtrainiertem Körper, zu melancholischen Tönen, manischen Anwandlungen,...

 

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Nina Hoss

Die "Coolschaft". Sie wurde über Nacht zum Star, als im Dezember 1996 über neun Millionen Zuschauer "Das Mädchen Rosemarie" auf dem Bildschirm...