Die Mutter eines durch einen Verkehrsunfall getöteten Kindes verliebt sich unwissentlich in den fahrerflüchtigen Täter.
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Haben Philipp und Laura eine Chance? (Foto: Peripher)
Haben Philipp und Laura eine Chance? (Foto: Peripher)
Philipp ist erfolgreicher Verkaufsleiter einer Audi-Filiale, die der Bruder seiner Verlobten Katja leitet. Als er mit seinem NSU auf der Landstraße, die ihm als Abkürzung dient, ein Fahrrad fahrendes Kind überfährt, begeht er Fahrerflucht, verwischt Spuren.
Das Gewissen sucht ihn heim. Er nähert sich im Krankenhaus Laura, der allein erziehenden Mutter, kann sich jedoch nicht zu einem Geständnis durchringen.
Als er nach Hochzeit und Flitterwochen erfährt, dass der Junge gestorben ist, bricht seine Krise durch. Er verliert seine Frau, den Job und die soziale Stellung.
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Der Tod eines Kindes steht zwischen den beiden (Foto: Peripher)
Der Tod eines Kindes steht zwischen den beiden (Foto: Peripher)
Entscheidung der Liebe
Währenddessen hat sich Laura auf die Suche nach dem Unfallauto gemacht. Sie trifft wieder auf Philipp, eine Liebesbeziehung entwickelt sich, doch mitten in dem, was Zukunft werden könnte, wird das fatale Ereignis Gegenwart und zerstört alles.
Wie Benno Fürmann als trauernder Täter und Nina Hoss als durch den Tod des Kindes paradoxerweise verjüngte Mutter die aussichtslosen verzweifelt Liebenden spielen, gehört zu den großen Momenten eines Films, in dem sich alle entscheidenden Szenen, Geständnisse, Zärtlichkeiten und Entschuldigungen im Auto abspielen.
Es ist, als wolle Regisseur Christian Petzold alle Erfahrungen in diese Kammer pressen. Das weitgehende Fehlen von Musik, die schnörkellose, mit vielen Leerstellen und Zeitsprüngen arbeitende Montage und Petzolds minimalistische Inszenierung, schaffen ein eindringliches Spiel um Seelenschmerzen und die Bruchlinien des Lebens.